FSK ab 0 freigegeben
Wenige Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der Kalte Krieg hat bereits deutlich an Fahrt aufgenommen, begeben sich der seit der Nazizeit im Exil lebende Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Rallyefahrerin Erika Mann (Sandra Hüller), in einem schwarzen Buick auf eine emotional fordernde Reise durch ein zerfallenes Deutschland. Die Route führt von Frankfurt, wo die Amerikaner die Kontrolle ausüben, bis nach Weimar. Erstmals nach dem Krieg kehrt Mann in das Land seiner Herkunft zurück, das er einst verlassen hatte, um in den USA Zuflucht zu finden.
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3,5
gut
Vaterland
Wo Brad Pitt ein Maschinengewehr braucht, reicht Sandra Hüller eine Backpfeife
Von Christoph Petersen
Der Titel „Vaterland“ scheint sich für Was-wäre-wenn-Szenarien besonders gut zu eignen. So stellt Robert Harris in seinem 1994 mit Rutger Hauer verfilmten gleichnamigen Roman die Frage, wie wohl eine Welt im Jahr 1964 aussehen würde, wenn Nazi-Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte. Der polnische Regisseur Pawel Pawlikowski, dessen „Ida“ 2015 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde, macht’s in seinem siebten Langfilm eine Nummer kleiner: In seinem „Vaterland“ geht es „nur“ um die Frage, wie die Deutschlandreise von Thomas Mann (Hanns Zischler) anlässlich der Verleihung von gleich zwei Goethe-Preisen im Jahr 1949 wohl verlaufen wäre, wenn sich seine Tochter Erika (Sandra Hüller), die 1933 mit ihm in die USA emigrierte, nicht da noch standhaft geweigert hätte, jemals in ihrem Leben wieder deutschen Boden zu betreten.Im Film jedenfalls begleitet Erika
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1:56
2:05





Fazit: Historisches (und partiell-fiktives) Drama über einen spannenden Lebenspart von Thomas Mann. Wie von Pawlikowski gewohnt stark bebildert und großartig gespielt, lässt der Film trotz Interpretationsspielräumen einige Fragen offen und sämtlichen Tiefgang oft vermissen, indem er oft die Oberfläche einiger Themen nur ankratzt.
Mann bekommt ein warme herzliches Willkommen zurück in Deutschland in 1949, zuerst in Frankfurt und danach im Osten besonders Weimar.
Viele wollten Manns Berühmtheit und akademische Gewicht für ihre eigene Lobbys gewinnen, Mann versuchte aber unabhängig zu bleiben.
In Vaterland wird auf einer Seite diese warmes Empfang gezeigt, aber auch die spannende Verlorenheit oder Resignation bezüglich dem drogenabhängigen Sohn Klaus und sein ...
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Intensiv gespielt von Sandra Hüller und Hans Zischler. Ich bin ja kein großer Freund von Schwarz--weiß-Filmen, mir ist das heutzutage zu artifiziell, aber hier hat es mich erstaunlich wenig gestört.
Und außerdem nehme ich den Film zum Anlass, mich mich mit der Geschichte der Manns etwas genauer zu befassen.
Und außerdem nehme ich den Film zum Anlass, mich mich mit der Geschichte der Manns etwas genauer zu befassen.
Ruhiger Film ohne Action, dafür eine tiefgehende Bestandsaufnahme des post-Nazi Deutschlands, das nach seiner neuen Identität sucht. Wo ist Heimat, was ist Heimat, diese Frage stellt sich Thomas Mann, diese Frage stellen sich die Deutschen, deren Jugend faschistisch geprägt ist, und nun, system- und orientierungslos in Ruinen von den Alliierten verwaltet werden.
Langweilig vom Spaßfaktor her, sehr eindrückliche Beobachtung der Menschen in ...
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Altersfreigabe der FSK
“Vaterland” hat eine Altersfreigabe ab 0 Jahren bekommen. Der Film ist also ohne Altersbeschränkung freigegeben. Dennoch dürfen Kinder unter 6 Jahren laut FSK den Film nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person oder eines Vormunds sehen.
Geschichten aus dem Nachkriegseuropa
Mit „Vaterland“ widmet sich der polnische Filmemacher Paweł Pawlikowski nach seinen Filmen „Ida“ (2013) und „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ (2018) erneut einem Drama im Kontext der Auswirkungen des 2. Weltkrieges auf das frühe Nachkriegseuropa. Für die deutsche Perspektive der Geschichte um Schriftstellergröße Thomas Mann (Hanns Zischler) holte sich Pawlikowski dabei Unterstützung von Drehbuchautor Henk Handloegten („Babylon Berlin“).
Wer sagt Schwarzweiß ist out?
Die visuelle Gestaltung von „Vaterland“ bleibt den beiden Vorgängerarbeiten von Regisseur Paweł Pawlikowski und seinem Kameramann Łukasz Żal treu und wurde daher in Schwarzweiß auf dem sogenannten Academy-Format (Bildformat 1:1,37) also dem Bildformat, das von den frühen 30er Jahren bis in die frühen 1960er Jahre den Hollywood-Standard nach Einführung des Tonfilms bildete, gedreht. Für den besonderen und historisch in die Epoche der Handlung pas
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Produktionsländer
Deutschland,
Polen,
Italien,
Frankreich,
Großbritannien
Verleiher
Neue Visionen Filmverleih
Produktionsjahr
2026
Filmtyp
Spielfilm
Wissenswertes
3 Trivias
Budget
-
Sprachen
Englisch, Französisch, Deutsch
Produktions-Format
-
Farb-Format
Schwarz-Weiß
Tonformat
-
Seitenverhältnis
-
Visa-Nummer
-