"Er schloss die Tür und ging": Dieser Schauspieler sprach erfolglos für Indiana Jones vor – und hat bis heute nie mit Steven Spielberg gearbeitet
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Harrison Ford war nicht der einzige Star, der als Indiana Jones in Frage kam. Ein anderer Schauspieler hat sich ebenfalls auf die ikonische Rolle beworben – und musste einen ziemlich bizarren Bewerbungsprozess durchlaufen...

Nachdem er bereits mit Han Solo eine ikonische, von George Lucas erdachte Filmfigur verkörpert hatte, machte sich Harrison Ford als Indiana Jones endgültig unsterblich. Insgesamt fünf Filme lang war der heute 82-Jährige in seiner Paraderolle des Abenteurers mit Hut und Peitsche zu sehen. Doch obwohl er dank „Star Wars“ schon damals ein Star war, gab es außer Ford noch weitere Schauspieler, die für den wohl berühmtesten Archäologen der Kinogeschichte in Frage kamen ...

... darunter auch Harry Hamlin, der gerade am Anfang seiner Laufbahn stand – und heute vor allem in TV-Serien auftritt, nachdem ihm der Leinwand-Durchbruch verwehrt geblieben ist. Seine größte Kinorolle spielte er als Perseus im Fantasy-Abenteuer „Kampf der Titanen“ (1981). Doch wie wäre seine Karriere wohl verlaufen, hätte er den Zuschlag für Steven Spielbergs „Jäger des verlorenen Schatzes“ bekommen? Darüber lässt sich heute natürlich nur spekulieren. In einem Videointerview für Page Six hat sich der 73-Jährige jedenfalls an den Casting-Prozess zurückerinnert – der ziemlich seltsam war!

Damals sollte Hamlin gemeinsam mit Stephanie Zimbalist (die sich für die Rolle der Marion Ravenwood bewarb, welche am Ende Karen Allen übernahm) vorsprechen. „Als ich ankam, [sagte Steven]: ‚Harry, Stephanie, es tut mir wirklich leid, aber Georges Flugzeug wird sich verspäten. Er kommt aus San Francisco und es wird noch mindestens 45 Minuten dauern, bis er ankommt.‘“

Um die Zeit zu überbrücken, hatte Spielberg einen bizarren Vorschlag: Er bat die beiden darum, in die Küche zu gehen und einen Schokoladenkuchen für George Lucas zu backen. „Er schloss die Tür und ging, und wir standen allein in dieser Küche“, erzählt Hamlin weiter. „Ich fragte: ‚Stephanie, hast du jemals einen Schokoladenkuchen gebacken?‘ Und sie sagte: ‚Nein.‘“ Augenscheinlich hatte Spielberg ihnen nicht einmal ein Rezept dagelassen.

Harry Hamlin lästerte über Steven Spielberg – und sollte es bereuen

Da sie beide nicht wussten, was sie tun sollten, kam Hamlin auf ein anderes Thema zu sprechen: Damals war er mit Schauspielerin Amy Irving (oscarnominiert für „Yentl“) befreundet, die Jahre später – genauer: zwischen 1985 und 1989 – Spielbergs Ehefrau werden sollte, damals aber noch nichts von dem „Der weiße Hai“-Schöpfer wissen wollte. „Ich sprach darüber, wie Amy ihre Freundesgruppe in Los Angeles anrief und darüber klagte, dass dieser Regisseur sie in New York stalke“, so Hamlin. Jeden Abend stünde dieser Typ – der natürlich niemand Geringerer war als Steven Spielberg – mit einem Strauß Blumen vor dem Künstlereingang des Theaters, in dem sie arbeitete.

Was weder Hamlin noch Zimbalist ahnten: Die Küche war mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet – und während Hamlin über Spielbergs aufdringliche Avancen lästerte, wurden sie von dem späteren „E.T.“-Regisseur und Lucas belauscht, die so herausfinden wollten, ob die Chemie zwischen den beiden stimme. Eine ziemlich fragwürdige Methode – die Hamlin aber letztlich seinen Job kostete.

„Ich erzählte [Stephanie], wie langweilig meine Freundin Amy Steven Spielberg finden würde“, berichtet Hamlin. „Und ich habe die Rolle nicht bekommen. Ich habe nie mit Steven Spielberg gearbeitet, ich werde wahrscheinlich nie mit Steven Spielberg arbeiten, und ich habe auch nie gelernt, wie man einen Kuchen backt.“ Ob Harrison Ford und Karen Allen ebenfalls den Schokoladenkuchen-Test bestehen mussten, ist leider nicht bekannt ...

... sehr wohl aber, dass Spielberg neben der „Indiana Jones“-Reihe noch ein weiteres Mal mit Harrison Ford zusammenarbeitete – den Megastar aber aus dem fertigen Film schnitt! Die ganze Geschichte lest ihr im folgenden Artikel:

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren