Geister, Zombies, maskierte Killer, zermürbende Urängste: Das Horrorgenre hat viele Facetten, die seit mittlerweile über einem Jahrhundert nach alle Regeln der (Film-)Kunst etabliert, unterwandert und schließlich neu definiert werden. So bescheren uns Filmschaffende unter anderem auch immer wieder neue Möglichkeiten, die eigenen Grenzen des Ertragbaren auszuloten.
In den 70ern etwa sorgten Menschenfresser-Meucheleien (u. a. „Nackt und zerfleischt“ und „Mondo Cannibale“) für Tumulte, in den 2000ern war es das französische Terror-Kino (z. B. „High Tension“ und „Martyrs“), das für schlaflose Nächte sorgte – und aktuell sind es mit fantastischen Spezialeffekten aufwartende Splatter-Granaten wie „Terrifier 3“ oder „The Sadness“, die das Gaspedal durchdrücken, wo andere längst die Handbremse ziehen. Ihr wollt rausfinden, wie viel ihr aushalten könnt? Dann dürftet ihr bei „Thanatomorphose“ an der richtigen Adresse sein.
Der Body-Horror-Reißer ist zwar bereits aus dem Jahr 2012, doch erst jetzt erbarmte sich endlich ein Verleiher, um den Schocker hierzulande in den Handel zu bringen. „Thanatomorphose“ steht bereits bei Amazon Prime Video* und Co. als Kaufversion im Stream zur Verfügung, ab dem 6. Februar könnt ihr euch den Film zudem als limitierte Mediabook-Edition auf Blu-ray nach Hause holen. Aber Achtung, dieses Ding ist wohl wirklich nichts für Zartbesaitete!
Das erwartet euch in "Thanatomorphose"
Der Titel des Films bezieht sich auf die Zersetzung eines lebenden Organismus durch den Tod. Im Zentrum steht somit auch eine Frau (Kayden Rose), die eines Tages völlig zerschunden zu sich kommt – und schon bald erkennen muss, dass es damit offenbar noch nicht getan ist. Stattdessen scheint ihr Körper gerade erst damit zu beginnen, bei lebendigem Leibe zu verwesen...
Wir haben „Thanatomorphose“ selbst noch nicht gesehen, doch versprechen die rar gesäten internationalen Stimmen zum Film durchaus ein Brett, das es in sich hat. Jim Morazzani von Voices Fom The Balcony bezeichnet das Werk so etwa als „Meisterwerk aus Blut, Körperflüssigkeiten und Maden“ inklusive Finale, bei dem einem „die Kinnlade runterfällt“. Dass Regisseur Éric Falardeau beim Housecore Horror Film Festival unter anderem in der Kategorie „Abstoßendster Film“ prämiert wurde, passt dabei ins Bild.
Während Hollywood-Horror im direkten Vergleich zu derartigen Low-Budget-Produktionen oftmals mit angezogener Handbremse daherkommt, bekamen wir im Laufe der Zeit auch schon aus der Traumfabrik so manch schwer verdauliches Spektakel serviert. Einer der härtesten Reißer der 2000er wurde hierzulande sogar nie ungekürzt veröffentlicht. Genau das könnte sich nun aber zeitnah ändern, wie ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt:
Horror-Hammer: Einer der härtesten Filme der 2000er ist nicht mehr indiziert – und könnte nun erstmals ungekürzt erscheinen*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.