Heute ungekürzt streamen: Dieser legendäre Sci-Fi-Action-Kracher stand ganze 20 Jahre auf dem Index
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Bevor Roland Emmerich zum Katastrophenfilm-Papst avancierte, machte er sich einen Namen mit kleineren, düsteren Science-Fiction-Reißern. Ein solcher ist auch der einst sogar indizierte „Universal Soldier“, den ihr aktuell ungekürzt streamen könnt.

Als einer der größten deutschen Hollywood-Exporte ist Roland Emmerich bekannt dafür, in den Lichtspielhäusern dieser Welt für Weltuntergangsstimmung zu sorgen. Bevor er sich mit Filmen wie „The Day After Tomorrow“ oder „2012“ dem apokalyptischen Bombast-Kino verschwor, vertrieb er sich die Zeit allerdings vorwiegend mit etwas kleineren und zuweilen auch düsteren Science-Fiction-Stoffen – wie etwa „Das Arche Noah Prinzip“, „Moon 44“ oder eben „Universal Soldier“.

Darin vereinte der gebürtige Stuttgarter erstmals die beiden Action-Kultstars Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren, die seitdem immer wieder gemeinsam vor der Kamera stehen – und begründete darüber hinaus ein Franchise, das es mittlerweile auf ganze sechs Filme bringt. Und auch wenn das ein oder andere Kapitel durchaus gewisse Schauwerte mitbringt und das Original in gewissen Belangen vielleicht sogar übertrumpft (mehr dazu weiter unten), bleibt der Kultstatus des ersten Teils bis heute unerreicht.

Wer sich davon selbst überzeugen will, kann und sollte heute Abend „Universal Soldier“ streamen. Der Film kann aktuell bei diversen VoD-Händlern geliehen und gekauft werden, zudem ist er aktuell auch im Abo bei WOW enthalten:

„Universal Soldier“ ungekürzt und in voller Pracht erleben zu können, war hierzulande lange Zeit übrigens unvorstellbar. Denn der Film landete 1993 auf dem Index und durfte in Deutschland viele Jahre gar nicht offen beworben und verkauft werden.

Erst zwei Dekaden später erhielt „Universal Soldier“ endlich den Segen der FSK. Heute ist der Film ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben.

"Universal Soldier": Ein launiges Sci-Fi-Spektakel

Wissenschaftlern glückt im Auftrag der US-Regierung ein Durchbruch, der die Kriegsführung für immer verändern könnte: Es gelingt ihnen, gefallene Soldaten zu neuem Leben zu erwecken. Sie machen aus ihnen perfekte Tötungsmaschinen ohne Gewissen – sogenannte Universal Soldiers. Das Experiment nimmt allerdings eine folgenschwere Wendung, als die beiden Soldaten Luc Deveraux (Van Damme) und Andrew Scott (Lundgren) Erinnerungen aus ihrem früheren Leben zurückerlangen – und erkennen, dass sie noch eine Rechnung miteinander offen haben.

Universal Soldier
Universal Soldier
Starttermin 29. Oktober 1992 | 1 Std. 44 Min.
Von Roland Emmerich
Mit Jean-Claude Van Damme, Dolph Lundgren, Ally Walker
Pressekritiken
3,0
User-Wertung
3,5
Filmstarts
3,0

Dass „Universal Soldier“ ein Kind seiner Zeit ist, kann man auslegen, wie man möchte. Doch wer eine Schwäche für ruppiges Testosteron-Kino aus den späten 80ern sowie frühen 90ern hat, bekommt hier quasi alles geboten, was zu einem launigen Kracher dazugehört – von zwei charismatischen, muskelbepackten B-Action-Ikonen bis hin zu jeder Menge brachialer Ballereien, Zweikämpfen und Verfolgungsjagden (zwischen einem Bus und einem Monster-Truck!). Das mag am Ende zwar simpel wirken, macht aber auch nach über 30 Jahren noch mordsmäßig Spaß.

Tipp: "Universal Soldier: Day Of Reckoning"

Zugegeben: Wer darauf besteht, Filmreihen ganz oder gar nicht zu schauen, muss im Falle von „Universal Soldier“ durchaus stark sein. Vor allem die beiden 1998 runtergekurbelten Direct-to-Video-Fortsetzungen „Universal Soldier 2 - Brüder unter Waffen“ und „Universal Soldier 3 - Blutiges Geschäft“ (ohne Van Damme und Lundgren) kann man sich getrost sparen. Durchaus sehenswert sind hingegen „Universal Soldier: Regeneration“ von 2009 sowie vor allem „Universal Soldier - Day Of Reckoning“ von 2012.

Die beiden von John Hyams inszenierten Filme punkten vor allem mit ebenso spektakulären wie harten Fights und bieten herrlich kurzweilige B-Movie-Unterhaltung – und zwar wieder mit Van Damme und Lundgren. In der FILMSTARTS-Kritik kommt „Day Of Reckoning“ sogar noch ein Stückchen besser weg als das ikonische Original – was nicht zuletzt auch einem zur Höchstform auflaufenden Scott Adkins liegt. Martial-Arts-Fans kommen hier jedenfalls auf ihre Kosten.

Wie Größenwahn JCVD an anderer Stelle im Weg stand, könnt ihr indes hier nachlesen:

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