1997 eroberte „Titanic“ die Kinoleinwand – und brach alle Rekorde: Mit einem weitweiten Einspielergebnis von 1,84 Milliarden US-Dollar (das durch Wiederaufführungen mittlerweile auf 2,26 Milliarden angewachsen ist) sicherte sich der Film den ersten Platz auf der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten – und es sollte zwölf Jahre dauern, bis Regisseur James Cameron sich mit „Avatar“ selbst vom Thron stieß.
Auch die Award-Saison stand ganz im Zeichen des mit riesigem Aufwand umgesetzten Katastrophen-Melodrams: Ganze elf Oscars konnte „Titanic“ mit nach Hause nehmen, was außer ihm nur zwei weiteren Filmen jemals gelungen ist („Ben Hur“ und „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“).
Doch dass „Titanic“ einen so beispiellosen Siegeszug antreten würde, war nicht von Anfang an sicher. Viele glaubten sogar, dass Cameron über seine eigenen Ambitionen stolpern und der Film zum Flop werden könnte. Und nachdem die Dreharbeiten beendet waren, musste sich der Blockbuster wie jeder andere Film zunächst in einer Testvorführung beweisen. Dabei reagierte das Publikum besonders auf eine Szene extrem sensibel – die deshalb aus der Kinofassung entfernt wurde. Das hat Schauspielerin Alexandrea Owens, auch bekannt als Alex Owens-Sarno, im Podcast „After The Wrap“ verraten.
Owens war in „Titanic“ als Cora Cartmell zu sehen, ein achtjähriges Mädchen aus der dritten Klasse, das mit seinen Eltern an Bord des Luxusliners reiste. Im Laufe des Films trifft sie auf Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) und freundet sich mit ihm an. Unvergessen ist die Szene, in der Cora mit Jack bei der Feier im Zwischendeck am zweiten Abend der Überfahrt tanzt.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Obwohl sich Cora in nur wenigen Minuten einen Platz im Herzen der Zuschauer*innen sicherte, gehört sie nicht zu den Überlebenden des Unglücks. Als das Schiff überschwemmt wird, wird sie mit ihren Eltern hinter einem Gitter im engen Treppenhaus der dritten Klasse eingesperrt – und schließlich von den Fluten verschlungen. Ihr Tod wird im Film allerdings nur (wenn auch unmissverständlich) angedeutet. Ursprünglich wurde allerdings eine Szene gedreht, in der man die Familie tatsächlich ertrinken sieht!
„Als ‚Titanic‘ dem Publikum gezeigt wurde, sagten die Zuschauer: ‚Nicht sie! Wir wollen nicht dabei zusehen, wie sie stirbt! Das wollen wir nicht sehen!‘“, erinnert sich Owens. „Sie fanden es einfach zu grausam.“ Wenn ihr euch dennoch traut, könnt ihr die Szene bei YouTube sehen:
Weiterhin berichtete die ehemalige Kinderdarstellerin bei ihrem Podcastauftritt von den Dreharbeiten und ihrer Begegnung mit Leonardo DiCaprio – den sie gar nicht kannte. „Meine Mutter fragte mich: ‚Weißt du, mit wem du gedreht hast?‘“, und ich sagte: ‚Mit meinem Freund Leo!‘“, so Owens. „Dann zeigte sie mir ‚Gilbert Grape‘, und ich dachte: Wow, er ist ein richtiger Schauspieler! Aber für mich war er einfach nur ein Freund, und es hat riesigen Spaß gemacht.“
Ursprünglich wollte DiCaprio die Rolle aber überhaupt nicht spielen. Woran das lag, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen:
Leonardo DiCaprio hatte keine Lust auf "Titanic": James Cameron musste ihn regelrecht anflehen, in dem Milliarden-Erfolg mitzuspielenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.