Ist „Mr. No Pain“ ein Superheldenfilm? Nun, darüber könnten sich künftig die Geister scheiden. Schließlich hat die Titelfigur kein Schmerzempfinden – und ist damit gewissermaßen unaufhaltsam. Bereits der Trailer zum Film mit „The Boys“-Star Jack Quaid machte allerdings deutlich, dass uns hier kein klassisches Comichelden-Abenteuer erwartet, wie wir sie von Marvel oder DC kennen, sondern ein wilder, adrenalingetränkter Ritt, der eher an „Crank“ und Konsorten erinnert.
Im Gegensatz zum von Jason Statham gespielten Chev Chelios, der sich mit Adrenalinkicks (Teil 1) und Stromschlägen (Teil 2) am Leben halten muss, kann sich der unscheinbare Nate in „Mr. No Pain“ allerdings unbedacht in gefährliche Situationen stürzen. Dass es dabei zu reihenweise brutalen Gewaltspitzen kommt, ist nicht nur legitim, sondern fast schon notwendig. Schließlich muss das einzigartige „Talent“ des Mr. No Pain ja auch dem Publikum vor Augen geführt werden – und zwar unmissverständlich!
Ob es die daraus resultierende Gewaltorgie des Regie-Duos Dan Berk und Robert Olsen („Villains“) so am Ende auch in voller Länge in die Filmtheater schaffen würde, konnte vorab durchaus angezweifelt werden. Doch nun hat Schnittberichte.com nach Nachfrage bei Studio Sony Pictures mitgeteilt: Die Uncut-Version von „Mr. No Pain“ wurde von der FSK ab 18 Jahren freigegeben – und kommt am 20. März 2025 in die Kinos.
"Mr. No Pain": Ein Gemetzel für die große Liebe
Jack Quaid spielt, wie es „The Boys“-Fans von ihm kennen, mal wieder einen Normalo – dessen Leben gleich ein gutes Stück aufregender wird, als er sich in Sherry (Amber Midthunder, „Prey“) verliebt. Und das nicht nur, weil er so auf Wolke 7 schwebt. Denn Sherry wird im Anschluss an einen Banküberfall als Geisel genommen – und für ihren ansonsten eher schüchternen und introvertierten Freund scheint nun der perfekte Zeitpunkt gekommen, um über sich hinaus zu wachsen.
Er beschließt, sich selbst um die Angelegenheit zu kümmern – und legt sich mit brutalen Gangstern an, die schon bald feststellen müssen: Ihr Gegenüber kann keine Schmerzen empfinden, ganz egal wie brutal sie ihn zurichten…
Nicht nur brutal, sondern auch gut!
Nachdem wir gestern erst berichteten, dass die ersten Kritiken zum neuen Film der „Avengers: Endgame“-Macher Joe und Anthony Russo katastrophal ausfallen, scheint der international unter dem Titel „Nocovaine“ bekannte Actioner die Fachpresse ziemlich zu begeistern. Aktuell fallen beachtliche 86 Prozent der Kritiken auf Rotten Tomatoes positiv aus.
Hervorgehoben werden in den Bewertungen vor allem das aus charmante Duo bestehend aus Quaid und Midthunder, die bemerkenswerte Härte der Actionsequenzen (die auch schon im obigen Trailer angeschnitten wird) sowie die verrückte Prämisse des Films, die auf immer verrücktere Weise auf die Spitze getrieben werde.
Wer sich für atemlose, brutale Vollgas-Action begeistern kann, darf sich aktuell übrigens auch auf das große Uncut-Comeback von „Crank 2“ freuen, das demnächst ins Haus steht. Und falls ihr euch vorab schon mal vom Können der „Mr. No Pain“-Macher überzeugen wollt: Im nachfolgenden Artikel empfiehlt euch der Autor dieser Zeilen einen ebenfalls ungemein charmanten Film der beiden. Eine Mischung aus schwarzer Komödie, Psycho-Thriller und Horror-Reißer – mit Bill Skarsgård („ES“, „John Wick 4“) und Maika Monroe („It Follows“, „Longlegs“)!
Exklusiv im Stream bei Amazon & Co.: Fies, brutal und sauwitzig – so muss Genre-Kino sein!