Die 1980er-Jahre waren eine goldene Dekade für Science-Fiction-Stoffe. Doch zwischen Mega-Hits wie „E.T. – Der Außerirdische“, „Das Imperium schlägt zurück“ oder „Zurück in die Zukunft“ mussten andere Filme zwangsläufig untergehen – in vielen Fällen zu Unrecht!
1984 etwa ist eine durchaus sehenswerte Dystopie mit „Magnum“-Star Tom Selleck erschienen, der allerdings zum Verhängnis wurde, dass sie fast zeitgleich mit dem stilprägenden Überraschungshit „Terminator“ in den Kinos startete, mit dem sie so manche Gemeinsamkeit hatte.
Die Rede ist von „Runaway – Spinnen des Todes“, der sechsten Regiearbeit von Autor Michael Crichton – der später die Buchvorlage zu „Jurassic Park“ schreiben sollte! Wie „Terminator“ ist auch „Runaway“ in einer Welt angesiedelt, in der Technologie den Alltag dominiert. Und wie in „Terminator“ geraten auch in „Runaway“ die Maschinen irgendwann außer Kontrolle.
Im Mittelpunkt steht Sergeant Jack Ramsey (Selleck), ein Polizist, der auf defekte Roboter spezialisiert ist. Gemeinsam mit seiner Partnerin Karen Thompson (Cynthia Rhodes) kommt er einer finsteren Verschwörung auf die Spur: Der Wissenschaftler Charles Luther (verkörpert von Gene Simmons, dem Bassisten von KISS!) hat einen perfiden Plan entwickelt, um harmlose Maschinen in tödliche Waffen zu verwandeln.
"Runaway" hat viele Dinge vorhergesehen, die für uns heute selbstverständlich sind!
James Cameron schrieb „Terminator“ im Rückblick prophetische Qualitäten zu, schließlich verhandelte sein bahnbrechendes Zukunftsszenario mit Arnold Schwarzenegger Themen und Fragen, die in Zeiten des wachsenden Einflusses von KI drängender sind denn je. Doch viele übersehen, dass auch „Runaway“ – der bei einem Budget von 8 Millionen US-Dollar damals nur 6,7 Millionen in die Kinokassen spülte – seiner Zeit in vielen Aspekten weit voraus war.
So zeigte Crichton bereits Mitte der 1980er-Jahre Technologien, die zwar damals noch reine Science-Fiction waren – heute aber längst unser Leben bestimmen. Die kleinen Flugroboter etwa, die für Überwachungs- und Angriffszwecke eingesetzt werden, erinnern frappierend an Drohnen. Weiterhin kann man in „Runaway“ kabellose Kopfhörer, Retina-Scanner, selbstfahrende Autos oder eine frühe Form von Tablets bewundern.
Allein schon deshalb lohnt ein Blick auf „Runaway“ unbedingt – denn während der Film selbst ebenfalls überaus solide ist, haben sich viele von Crichtons futuristischen Ideen als geradezu visionär erwiesen.
Auch ein Detail aus „I Am Legend“ hat sich übrigens später bewahrheitet. Welches DC-Desaster der Sci-Fi-Horror mit Will Smith vorausgesehen hat (und wie), erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer Schwesternseite Xataka erschienen.
*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.