"Ich brauchte wirklich einen Job": Sharon Stone hat nur wegen des Geldes in einem der schlechtesten Filme aller Zeiten mitgespielt
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Wünscht sich eine schon lange überfällige Renaissance der Kino-Komödie und schaut sich deshalb schon aus Prinzip nahezu jeden neuen Vertreter dieses Genres an, der es auf die Leinwand schafft.

Bevor sie mit „Total Recall“ und „Basic Instinct“ so richtig durchstartete, spielte Sharon Stone u. a. in einer Komödie mit, die bei Rotten Tomatoes auf einen vernichtenden Score von 0 (!) Prozent kommt. Doch sie bereut ihre Mitwirkung keineswegs!

Mit Filmen wie „Total Recall“ oder „Casino“ (für den sie eine Oscar-Nominierung erhielt!) feierte Sharon Stone große Erfolge in Hollywood. Darüber hinaus wurde es der heute 67-Jährigen aber nicht immer leicht gemacht. So musste sie nicht nur hart um ihre Rolle im Erotikthriller-Hit „Basic Instinct“ kämpfen – sie wurde nach eigenen Ausssagen auch von ihrem eigenen Studio verbannt, nachdem ein u. a. mit Leonardo DiCaprio und Russell Crowe besetzter Western zum Leinwand-Flop wurde, statt ihre Karriere auf das nächste Level zu befördern.

Begonnen hat Sharon Stone ihre Laufbahn in den frühen 1980er-Jahren mit Filmen wie Woody Allens „Stardust Memories“ oder dem Wes-Craven-Horror „Tödlicher Segen“. Doch trotz dieses hochkarätigen Karrierestarts hatte sie es in den darauffolgenden Jahren schwer, an wirklich gute Aufträge zu kommen. Bis auf die beiden „Quatermain“-Abenteuer (von denen das zweite ein riesiger Misserfolg war) bekam die Schauspielerin lediglich Fernsehrollen, etwa in einzelnen Folgen von „Magnum“ oder „Mike Hammer“.

Stone musste also nehmen, was ihr angeboten wurde – und so landete sie 1987 im vierten Teil eines Comedy-Franchises, der sich am Box Office zwar solide schlug, dafür aber zu den schlechtesten Filmen aller Zeiten gezählt wird: „Police Academy 4 - Und jetzt geht’s rund“. Die „The Specialist“-Darstellerin verkörperte in der Komödie die Journalistin Claire Mattson, die zum Love Interest des erneut von Steve Guttenberg gespielten Sgt. Carey Mahoney wird.

„Police Academy 4“ konnte nicht ganz an den Erfolg seiner drei Vorgänger anknüpfen, doch mit einem Einspielergebnis von 28 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von 17 Millionen) erwies er sich immerhin als profitabel genug, um noch drei weitere Male fortgesetzt zu werden. Die Fachpresse zerriss den Film dafür in der Luft: Die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt 0 (!) Prozen an überwiegend positiven Rezensionen!

Sharon Stone hat "Police Academy 4" nur fürs Geld gemacht – doch sie hatte eine gute Zeit!

In einem Interview mit dem Playboy gab Stone zu Protokoll, dass sie „Police Academy 4“ einzig und allein aus Geldgründen angenommen habe – sich aber trotzdem gern an die Dreharbeiten zurückerinnere:

„Ich brauchte wirklich einen Job, und ich brauchte dringend eine Auszeit“, so der „Sliver“-Star. „‚Police Academy 4‘ hat mich enorm verändert – zum Guten, wirklich zum Guten. Ich habe jeden Tag mit zwölf Stand-up-Comedians gearbeitet. Keine Schauspieler, sondern Stand-up-Comedians. Sie haben keine Ahnung, was es für eine Freude ist, in einen Raum zu gehen und mit diesen Leuten zu plaudern – ihre Brillanz und die politisch klugen, lustigen, intellektuellen, seltsamen, inspirierenden Gespräche, die man mit ihnen führt.“

Neben Guttenberg und Stone traten in dem Film u. a. auch der Komiker und spätere Filmemacher Bobcat Goldthwait sowie die ehemalige „Saturday Night Live“-Mitglieder Tim Kazurinsky und David Spade auf – deren „Klugheit und Brillanz“ allerdings keine Spuren im fertigen Film hinterließen. Doch immerhin haben sie dafür gesorgt, dass Stone später keinen Grund hatte, „Police Academy 4“ zu bereuen – obwohl er gemeinhin als einer ihrer absoluten Karriere-Tiefpunkte gilt.

Ebenfalls auf vernichtende 0 Prozent bei Rotten Tomatoes kommt übrigens ein Superhelden-Flop. Um welchen Film es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

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