Es gibt eigentlich eine goldene Regel für Filme und Serien: Wenn man nicht sieht, dass eine Figur wirklich stirbt, dann ist sie noch nicht tot und kann jederzeit wieder auftauchen. Einige „Star Wars“-Fans wollen deswegen noch nicht glauben, dass Bankier Tay Kolma (Ben Miles) am Ende der drei neuen Episoden von „Andor“ wirklich tot ist. Schließlich sehen wir ihn am Ende ja nur in seinen Transport steigen, der ihn zurück nach Coruscant bringen soll. Doch leider müssen wir da alle Hoffnungen vernichten. Die Identität der Chauffeurin ist der unmissverständliche Hinweis, dass Tay Kolmas letzte Stunde geschlagen hat.
Wir erinnern uns: In der ersten Staffel „Andor“ erfuhren wir, dass Senatorin Mon Mothma (Genevieve O’Reilly) das riesige Privatvermögen ihrer Familie nutzt, um die Rebellion zu finanzieren. Doch dann schnüffelt das Imperium in ihren Finanzen herum. Mit der Hilfe ihres Jugendfreunds Tay Kolma ging sie eine Verbindung mit Gangsterboss Davo Sculdun (Richard Dillane) ein, um ihren Geldabfluss zu verschleiern. Das Problem: Kolma kann sie nun erpressen.
Da er mittlerweile selbst finanzielle Probleme hat, macht er ihr im Auftakt der zweiten Staffel deutlich, dass er eine Bezahlung für seine damalige Tätigkeit fordert. Während sie noch hofft, das Problem mit einer Einmalzahlung aus der Welt schaffen zu können, sieht Luthen Rael (Stellan Skarsgard) direkt, dass dies keine Option ist. Denn Kolma wird immer wieder kommen, wenn er Geld braucht, und mehr verlangen. Es gibt nur einen Ausweg: Der Banker muss sterben! Und dafür hat der Rebellen-Strippenzieher die richtige Agentin...
Cinta ist bereits etabliert als Luthens Mörderin
Und hier kommt die Chauffeurin ins Spiel, die Kolma gen Ende der dritten Episode abholt: Die Figur kennen wir nämlich zu gut aus der ersten „Andor“-Staffel. Es ist Cinta Kaz (Varada Sethu). In der ersten Season wurde bereits etabliert, dass sie nicht einfach irgendeine Rebellin in Luthens Netzwerk ist. Sie ist seine Auftragsmörderin.
Beim Überfall auf Aldhani ist es Cinta, die einen Ingenieur des Imperiums tötet. Es wird zudem sehr eindringlich angedeutet, dass sie am Ende auch zurückbleibt, um die Geiseln zu töten und so keine Zeugen zurückzulassen. Sie wird von Luthen sogar zwischenzeitlich beauftragt, Cassian Andor (Diego Luna) zu ermorden, um auch hier ein vermeintliches loses Ende zu beseitigen.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Es wird also hier allein durch die Auswahl der Figur schon deutlich, dass Tay Kolma am Ende der dritten Episode von „Andor“ sterben muss. Wir werden ihn also nicht wiedersehen, sondern maximal uns damit auseinandersetzen, wie Mon Mothma damit fertig wird, dass sie den Tod des besten Freundes aus ihrer Kindheit und ihrer Ex-Liebe zugestimmt hat.
In einem Interview mit Variety erklärte Schauspielerin Genevieve O’Reilly dazu schon, dass der Mord an Tay ihre Figur Mon Mothma „für immer verfolgen wird“. Die Szene, in welcher sie akzeptiert, dass Luthen seinen Plan durchzieht, sei so eine „wirklich wichtige Schwelle“ für ihre Figur. Denn es zeige, dass die Rebellion für Mon Mothma an erster Stelle stehe. All das mündet in der für den Autor dieser Zeilen besten Szene der bisherigen zweiten Staffel: der Tanz der Senatorin im Alkoholrausch. Doch was diesen so besonders macht, ist vielleicht etwas für einen eigenen Artikel.
Wenn ihr derweil wissen wollt, warum der Mond so wichtig ist, auf dem Titelheld Cassian Andor in den ersten Episoden der zweiten Staffel strandet, empfehlen wir euch den folgenden Artikel:
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