„Die Wahrheit ist irgendwo da draußen“ – im Verlauf der äußerst populären SciFi-Mystery-Serie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ wurde dieser Ausspruch des von David Duchovny gespielten FBI-Agenten Fox Mulder zum Mantra der Fans.
Eine stetig wachsende Zuschauerschaft folgte Mulder und seiner FBI-Kollegin Dana Scully (Gillian Anderson) bei dieser Wahrheitssuche, die sie zu diversen paranormalen Fällen führte und immer wieder zu dem großen, die gesamte Serie umspannenden Mythos um Alien-Entführungen. Wer sich noch nicht an „Akte X" gewagt hat, kann das aktuell im Abo von Disney+ nachholen:
Cliffhanger am Ende der siebten Staffel
Die Folge „Alles beginnt in Oregon“, das Finale der siebten Staffel, führte Scully und Mulder schließlich, wie die allererste „Akte X“-Episode sechs Jahre zuvor, erneut nach Oregon, um einen Fall möglicher Entführungen durch Außerirdische zu untersuchen. Sie schließt damit, dass Mulder zusammen mit weiteren Menschen an einer Stelle im Wald von einem Raumschiff emporgehoben wird, vor den Augen seines schockierten Vorgesetzten Walter Skinner.
Ein Ende, das nicht nur die siebte Staffel abschließen sollte, sondern möglicherweise auch die ganze Serie, darüber war sich Showrunner Chris Carter damals noch nicht ganz im Klaren. Doch „Akte X“ kam zurück – allerdings mit einer Neuerung, über die die Fans nicht glücklich waren.
Warum John Doggett für Fox Mulder nachrückte
In der achten Staffel blieb Mulder zunächst weiterhin verschwunden und seine mögliche Entführung sollte von einer Task-Force unter Leitung von FBI-Agent John Doggett (Robert Patrick) untersucht werden. Diese blieb erfolglos und plötzlich wurde Doggett, ein dem logischen Denken verpflichteter Ermittler mit Marine- und Polizei-Laufbahn, auf die X-Akten angesetzt und somit zum neuen Partner von Scully.
Twentieth Century Fox
Die Zuschauenden, die auch die romantische Dynamik zwischen Mulder und Scully schätzten, waren über diesen neu eingeführten Protagonisten und die Abwesenheit von Mulder recht unglücklich – zumal nicht klar war, weshalb die bewährte Formel dermaßen verändert wurde. Inzwischen scheinen die Gründe offensichtlich: Nach Ende der siebten Staffel hatte David Duchovny kaum mehr Interesse, für weitere Staffeln zurückzukehren, wie das Online-Magazin Slashfilm ausführt.
Zum einen sah Duchovny keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten für die Figur Mulder. Zum anderen hatte es hinter den Kulissen einen Streit zwischen David Duchovny, Showrunner Chris Carter und dem TV-Sender Fox gegeben: Duchovny waren offenbar Tantiemen vorenthalten worden, die ihm für die weltweit erfolgreiche und im TV stetig wiederholte Serie zugestanden hätten. Der Streit wurde gerichtlich beigelegt und Duchovny erhielt etwa 20 Millionen US-Dollar, aber für die achte Staffel stand er nur noch in begrenzter Kapazität zur Verfügung.
Twentieth Century Fox
Robert Patrick als Lückenbüßer
Gewiss hatte Robert Patrick mit diesen Reibereien hinter den Kulissen von „Akte X“ nichts zu tun. Nichtsdestotrotz stand sein Eintritt in die Serie unter keinem guten Stern: Die Geschichte um John Doggett, einen aufrechten FBI-Agenten mit trauriger Vergangenheit, der sich ernsthaft bei der Aufklärung der X-Akten engagiert und Scully ein verlässlicher Partner sein will, stieß auf wenig Interesse beim Publikum. Die Einschaltquoten sanken weiter und nach der neunten Staffel war dann Schluss.
An Robert Patrick, der seine immense Kamerapräsenz schon als liquider Roboter-Schreck in James Camerons „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ unter Beweis gestellt hatte, lag das dennoch nicht. Und wie er anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner „Akte X“-Einführung auf Instagram postete, behält er die Rolle in guter Erinnerung: „John Doggett ist bis zum heutigen Tag meine Lieblingsrolle. Ich war sehr dankbar für die Gelegenheit, den Leading Man und einen aufrechten Helden zu spielen. Die Besetzung und die Crew waren wirklich außergewöhnlich!“
Übrigens: Wusstet ihr, dass Horror-Meister Stephen King einmal eine Folge zu der Serie schrieb? Warum er diese Erfahrung als „seltsam“ empfand, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.
Stephen King steuerte eine Folge zu einer absoluten Kultserie bei – darum war es für ihn "eine seltsame Erfahrung"!*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.