Mit „Harry Potter und der Halbblutprinz“, dem sechsten Teil der Fantasy-Reihe, sind der Zauberschüler und seine Freund*innen endgültig in der Düsternis angelangt. Die Aktionen des brutalen Schwarzmagiers Voldemort und seiner Schergen werden immer bedrohlicher - und Fans müssen hier wirklich um ihre jungen Lieblinge bangen. Kein Wunder, dass die FSK den atmosphärischen Film erst ab 12 Jahren freigegeben hat.
„Harry Potter und der Halbblutprinz“ läuft am heutigen 10. Mai 2025 um 20.15 Uhr auf Sat.1. Eine Wiederholung folgt am 11. Mai um 16.00 Uhr. Alternativ können Abonnent*innen den Titel rund um die Uhr im Programm von Netflix streamen. Zudem ist er als (4K-)Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Zu viel Seifenoper?
Sowohl J.K. Rowlings Buchvorlage „Harry Potter und der Halbblutprinz“ als auch der gleichnamige Film sind das, was man in der Dramaturgie als Zwischenakte bezeichnet – also Werke, die frühere Handlungsstränge aufgreifen und bündeln, um auf den großen Höhepunkt in Form des Finales einer Saga vorzubereiten. Als Vergleich könnte man „Die zwei Türme“, den mittleren Teil der „Der Herr der Ringe“-Trilogie, heranziehen, der bei den Fantasy-Blockbustern von Peter Jackson einst eine ähnliche Funktion zu erfüllen hatte.
Das klingt ein wenig undankbar und auch nicht gerade aufregend. In der Tat ist „Der Halbblutprinz“ keines der großen Glanzstücke innerhalb der Reihe geworden. „Harry Potter“-Stammregisseur David Yates („Legend Of Tarzan“) gelang es dennoch, das Ganze dank einer schaurig-düsteren Atmosphäre, brillanter Spezialeffekte und einmal mehr exzellenter Schauspielleistungen unterhaltsam und spannend zu gestalten. Das ist zu Beginn der in der Herstellung 250 Millionen Dollar teuren Adaption vor allem dem Mut zu Kürzungen und Änderungen an der Romanhandlung zu verdanken, den Yates und sein Drehbuchautor Steve Kloves („The Amazing Spider-Man“) aufbrachten.
Wie unsere FILMSTARTS-Kritik analysiert, wird im weiteren Verlauf der Handlung dann allerdings zu viel Zeit mit diversen in Richtung von Seifenopern tendierenden Liebeleien in und um Hogwarts sowie weiteren Banalitäten vertan. So können etwa dem namensgebenden Halbblutprinzen – verkörpert von Hero Fiennes Tiffin („After Passion“) beziehungsweise Frank Dillane („Fear The Walking Dead“) – nur einige wenige Minuten gewidmet werden.
Trotzdem lohnt sich das Anschauen von „Harry Potter und der Halbblutprinz“ natürlich – einerseits als Vorbereitung auf das große Finale in Form von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 & 2“, andererseits wegen der beeindruckenden visuellen Schauwerte und der oben erwähnten Performances. Einige der Stars wie Michael Gambon, Jim Broadbent, Alan Rickman, Helena Bonham Carter, Robbie Coltrane, Maggie Smith, David Thewlis, Timothy Spall und Julie Walters haben hier vielleicht nicht gerade viel Screentime. Dennoch machen sie alle das Beste aus ihren Szenen. Es ist einfach ein Genuss, so viel schauspielerische Kompetenz auf einen Schlag zu erleben.
Darum geht es in "Harry Potter und der Halbblutprinz"
Gemäß einer Prophezeiung ist Zauberschüler Harry Potter (Daniel Radcliffe) der Einzige, der den bösen Lord Voldemort besiegen kann. Deshalb beschließt Hogwarts Schulleiter Albus Dumbledore (Michael Gambon), nicht weiter auf eigene Faust, sondern zusammen mit Harry Nachforschungen über die Vergangenheit des Bösewichts anzustellen. So zeigt Dumbledore ihm in seinem Denkarium verschiedene Erinnerungen, die ein furchtbares Geheimnis ans Licht bringen.
Von besonderer Bedeutung ist dabei ein altes Erlebnis von Horace Slughorn (Jim Broadbent), Harrys neuem Lehrer für Zaubertränke. Allerdings wurde die Aufzeichnung manipuliert und der widerwillige Slughorn muss erst davon überzeugt werden, die wahre Erinnerung preiszugeben. Dabei wird Harry von seinen neuen Gefühlen für Ginny (Bonnie Wright), der jüngeren Schwester seines besten Freundes Ron Weasley (Rupert Grint), abgelenkt. Und auch zwischen Ron, Hermine (Emma Watson) und Lavender Brown (Jessie Cave) gestaltet sich das Zwischenmenschliche plötzlich deutlich komplizierter …
Die noch immer titellose, wahrscheinlich Anfang 2027 zur Veröffentlichung anstehende „Harry Potter“-Streaming-Serie nimmt unterdessen immer mehr Gestalt an. Mittlerweile sind zahlreiche bekannte Stars für wichtige Rollen gecastet worden. Wer bereits alles fest bestätigt wurde, erfahrt ihr im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Julius Vietzen:
Dumbledore, Snape, Hagrid & mehr: Die ersten 6 (!) Schauspieler für die "Harry Potter"-Serie stehen fest – jetzt auch offiziell!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.