„The Enforcer“ ist eine US-Produktion, die hierzulande nie im Kino gezeigt wurde. „Warum eigentlich nicht?“, fragt man sich unwillkürlich beim Anschauen. Denn der Reißer bietet Action, Spannung, Drama und eine gelungene Leistung seines Stars.
„The Enforcer“ läuft am 6. Juni 2025 um 22.20 Uhr auf RTL Zwei erstmals im Free-TV. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni um 0.35 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand* zu haben:
Intensive Spannung
Antonio Banderas dürfte wohl – Anthony Hopkins mal ausgenommen – der einzige Schauspielstar sein, der neben großen Blockbustern und Arthouse-Prestigeprojekten auch noch jede Menge günstig produzierte B-Filme drehen kann, ohne dass ihm das beim Publikum oder bei den Produzenten zum Verhängnis wird. Denn auch weiterhin ist er bei Hochglanzfilmen wie „Uncharted“, Familienunterhaltung von Schlage „Paddington in Peru“, seinen kultigen Synchronrollen als Gestiefelter Kater im „Shrek“-Franchise sowie oscarverdächtigen Streifen à la „Leid und Herrlichkeit“ dabei.
Die meisten der Banderas-Reißer sind nicht besonders gut – so wie zuletzt „The Last Girl“ oder „Code Name Banshee“. Aber sie helfen Banderas, das Dach über dem Kopf zu finanzieren. Und hin und wieder ist ja doch mal einer dabei, der besser ist als das Gros – „The Enforcer“ etwa.
Natürlich ist die Arbeit von Regiedebütant Richard Hughes und Drehbuchautor W. Peter Iliff (der Amerikaner schrieb immerhin u.a. das Skript zu Keanu Reeves‘ 1990er-Hit „Point Break“) nichts, wofür Banderas eine zweite Oscarnominierung hätte bekommen sollen. Dennoch ist es erfreulich zu sehen, mit wie viel Engagement er vor die Kamera trat. Die Story mag nicht besonders originell sein, aber sie bietet diverse intensive, spannende Momente, die durch das gekonnt dynamische Zusammenspiel des Stars mit dem jungen Australier Mojean Aria („See“) durchaus etwas Klasse zeigen.
Wer keine welterschütternde Offenbarung erwartet, kann sich von „The Enforcer“ angemessen unterhalten lassen. Schlechter als einiges, was an Thriller-Ware immer wieder auf den Leinwänden unserer Lichtspielhäuser landet, ist der Film nach Ansicht des Verfassers dieser Zeilen jedenfalls nicht. Und trotzdem wurde er bei uns, so wie in den meisten anderen Ländern, lediglich als Direct-to-Video-Release verheizt. Schade eigentlich.
Darum geht's in "The Enforcer"
Der junge Stray (Mojean Aria) lebt in Miami und schlägt sich dort im wahrsten Sinne des Wortes durch den Alltag. Der talentierte Straßenkämpfer hat kaum andere Möglichkeiten, etwas Geld zu verdienen, als mit illegalen Fights. Bei einem von diesen wird die gewissenlose Gangsterchefin Estelle (Kate Bosworth) auf ihn aufmerksam und heuert ihn als ihren neuen „Mann fürs Grobe“ an.
In den Job eingeführt wird er durch den schon etwas in die Jahre gekommenen Ex-Sträfling Cuda (Antonio Banderas). Neben seinen Aufgaben für Estelle versucht dieser verzweifelt, das kaputte Verhältnis zu seiner Tochter Lola (Vivian Milkova) zu reparieren. Zudem ist der alternde Vollstrecker mehr und mehr von Billie (Zolee Griggs) abgelenkt, einer 15-jährigen, sich aus Geldnot prostituierenden Ausreißerin.
Cuda hat sich mit dem Teenagermädchen angefreundet und ist besessen davon, sie zu beschützen. Offenbar sieht er in ihr eine Art Ersatz für Lola, die immer weniger von ihm wissen will. Als Billie von brutalen Menschenhändlern entführt wird, bringt Cuda seinen neuen Kollegen Stray dazu, ihn bei einem Befreiungsversuch zu unterstützen. Das passt der Chefin des Duos natürlich überhaupt nicht, denn sie ist in das Verbrechen involviert …
Im Frühjahr war Antonio Banderas an der Seite von Nicole Kidman mal wieder in unseren Kinos vertreten. Habt ihr den Film gesehen? Falls nicht, könnt ihr ihn jetzt bequem daheim nachholen:
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