Keine Frage, „Das A-Team“ war eine der Action-Serien der 1980er-Jahre. Die Show um John „Hannibal“ Smith (George Peppard), Templeton „Faceman“ Peck (Dirk Benedict), H. M. Murdock (Dwight Schultz), Bosco Albert „B.A“ Baracus (Mr. T) ist bis heute Kult. Woran sich viele vielleicht gar nicht mehr so erinnern: Mit der Reporterin Amy Allen hatte das knallharte Männer-Quartett aus Vietnamveteranen in den Anfangszeiten der Erfolgsserie zudem weibliche Unterstützung.
Gespielt von Melinda Culea, war Amy nicht nur für die Informationsbeschaffung und vor allem gute PR für das Team zuständig, sondern trat in einigen Episoden auch aktiv auf, etwa als Facemans Valet. Doch schon nach zwei Staffeln war Schluss und Amy wurde sang- und klanglos verabschiedet. Zuerst wurde sie noch von der Figur Tawnia Baker, gespielt von Marla Heasley, ersetzt. Aber die war ihrerseits nur für neun Episoden dabei. Danach war dann endgültig Schluss mit weiblichen Hauptfiguren in der Serie. Was damals wie eine kreative Entscheidung aussah, bekommt nun durch einen vermeintlichen Post Culeas eine neue Brisanz.
Harte Vorwürfe mit einer Prise Unsicherheit!
In nachfolgenden Video zitiert YouTuber Dave Sundstrom einen Kommentar von Melinda Culea, der derzeit für Aufsehen sorgt. Darin schreibt sie unter anderem: „George Peppard war ein Idiot gegenüber Frauen – Entschuldigung, aber das war er. Von Anfang an hat er mir gesagt, dass ich in der Serie nicht erwünscht oder gebraucht werde.“
Culea beklagt, sie sei systematisch aus der Serie gedrängt worden, ihre Szenen gestrichen, ihre Figur inhaltlich entwertet. Und auch nach ihrem Abgang habe man ihr geschadet – etwa durch das gezielte Streuen von Gerüchten, sie sei „schwierig am Set“ gewesen. Letztlich blieb sie lieber stumm, als weiter die Statistin im Hintergrund zu spielen.
Der Text wird Melinda Culea zugeschrieben. Ob er wirklich von ihr stimmt, lässt sich nicht endgültig verifizieren. Der Beitrag stammt von einem seit 2016 bestehenden YouTube-Profil namens @melindaculea7748, der über keine hochgeladenen eigenen Inhalte verfügt. Ob dahinter wirklich die Schauspielerin, die in zahlreichen Serien und Filmen wie „König der Fischer“ und „Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI“ mitgewirkt hat, steckt, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen. Zweifel sind daher zwar durchaus berechtigt, aber vieles spricht für eine Authentizität.
Melinda Culeas stiller Abgang sorgte schon lange für Aufsehen
Zudem passen die Aussagen sehr gut zu schon lange kursierenden Gerüchten. Denn bislang wurde bereits vermutet, dass George Peppard der Grund für Amys Ausscheiden war. Bereits 1985 sagte er in einem Interview mit dem Journalisten Ian Harmer: „Während sich die Serie entwickelte, wurde klar, dass ein Mädchen – egal welches – fehl am Platz war. Wir waren eine Kampfgruppe und es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Gelegenheiten, bei denen sich ein Mädchen unter dem Schreibtisch verstecken oder im Auto warten kann, während wir eine unserer großen Actionszenen inszenieren.“
Sollten die Aussagen wirklich echt sein, fügen sie sich nahtlos in die lange Reihe von Berichten über Spannungen am „A-Team“-Set ein, die mit Peppard zusammenhingen. So hatte er beispielsweise einen schweren Konflikt mit Mr. T, bei dem er sich irgendwann weigerte, überhaupt noch mit ihm zu sprechen.
Auch eine der Darstellerinnen einer anderen Kultserie hat sich übrigens jüngst mit einem bemerkenswerten Geständnis zu Wort gemeldet. Mehr dazu im folgenden Artikel:
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