Der letzte Vorhang für eine Kultserie ist oft ein Moment voller Emotionen – nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für das Ensemble vor der Kamera. Als sich 2013 die Türen von „The Office“ für immer schlossen, herrschte am Set der beliebten Comedy-Serie eine Mischung aus Nostalgie, Wehmut und Abschiedsschmerz.
Doch während viele der langjährigen Darsteller mit einem Gefühl der Vollendung zurückblickten, erlebte eine Gastdarstellerin den Serienabschluss ganz anders. Für Dakota Johnson wurde das Finale zu einer Erfahrung, über die sie bis heute nur mit Kopfschütteln sprechen kann.
Dakota Johnson verzweifelt: "Das war ehrlich gesagt die schlimmste Zeit meines Lebens"
Was als kurzer Gastauftritt in einer der beliebtesten Serien aller Zeiten gedacht war, entpuppte sich für Johnson als bittere Erfahrung. Rückblickend nennt sie ihren Auftritt im Serienfinale „die schlimmste Zeit meines Lebens“ – und das, obwohl sie eigentlich ein großer Fan der Serie war. Als sie 2013 gefragt wurde, ob sie im Abschieds-Doppelfinale mitspielen wolle, sagte sie sofort zu – in der Hoffnung, für ein paar Stunden am Set zu sein. Stattdessen wurde daraus ein zermürbender Zwei-Wochen-Dreh!
Die Schauspielerin, damals noch auf dem Sprung zur großen Karriere, schilderte in der US-Show „Late Night With Seth Meyers“, wie sie sich zwischen den langjährigen Hauptdarstellern verloren fühlte (via Variety). Während Steve Carell, John Krasinski und Co. den emotionalen Abschied nach neun Staffeln verarbeiteten, stand Johnson einsam daneben – buchstäblich. Sie berichtet, sie sei oft nur im Hintergrund zu sehen gewesen, wie sie Papierkram erledigte. Ihre Rolle als neue Buchhalterin "Dakota" wurde kaum beachtet, obwohl sie eigentlich Kevin ersetzen sollte – eine Figur, die zuvor ein Fanliebling war.
"Da gab es merkwürdige Dynamiken – und ich war völlig fehl am Platz"
Obwohl sie sich auf die Zusammenarbeit mit den bekannten Stars freute, schlug ihr am Set eisige Stimmung entgegen. Johnson beschreibt die Atmosphäre als "komisch", voller unausgesprochener Spannungen zwischen den langjährigen Darstellern. Einige Kollegen redeten angeblich nicht einmal mehr miteinander. Als Neuzugang mitten in diesen stillen Konflikt geworfen, fühlte sich die damals 24-Jährige sichtlich unwillkommen. Ihre Euphorie wurde im Keim erstickt – niemand habe sich für sie interessiert, niemand habe mit ihr gesprochen.
Die Erfahrung hinterließ Spuren. Jahre später erinnerte sie sich daran, dass ursprünglich sogar ein Spin-off geplant war, in dem ihre Figur eine größere Rolle spielen sollte. Ähnlich also wie die „The Big Bang Theory“-Spin-off-Serie „Young Sheldon“. Doch das Projekt wurde nie umgesetzt – und rückblickend ist Johnson froh darüber. Sie kritisierte, dass bei erfolgreichen Formaten oft versucht werde, „noch den letzten Tropfen aus dem Geschirrtuch der Handlung zu wringen“. Für sie sollte „The Office“ einfach mit Würde enden – ohne unausgereifte Ableger oder leere Versprechungen.
Wenn ihr dagegen wissen wollt, warum Johnson nie wieder in einem Marvel-Film mitspielen möchte, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Ich werde so etwas wahrscheinlich nie wieder machen": Dieser Superstar sieht keine Marvel-Zukunft für sich