Wer die erste Episode der Krankenhaus-Drama-Serie „Grey’s Anatomy“ noch zur Erstausstrahlung geschaut hat, kommt nicht umhin, sich alt zu fühlen: 2005 startete die von Shonda Rhimes kreierte Erfolgsserie beim US-Fernsehsender ABC und nach über zwei Dekaden und 21 Staffeln ist immer noch nicht Schluss. Wer den Serien-Koloss „Grey’s Anatomy“ noch nachholen will, kann dies aktuell beim Streaming-Service Disney+ tun:
Eine, die von Anfang an dabei war, ist die US-Schauspielerin Ellen Pompeo. Mit Meredith Grey verkörpert sie nicht nur die titelgebende Hauptfigur von „Grey’s Anatomy“, sondern begleitet jede Episode auch mit einem nachdenklichen Voiceover, das die Erzählstränge zusammenführt und zum Schluss abbindet. Doch mit dieser Rolle hatte Pompeo, die ihre Serienauftritte seit der 19. Staffel bewusst reduziert hat, in den letzten Jahren zunehmend Probleme, verriet sie in einem Video-Gespräch für das Entertainment-Magazin Variety.
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Ellen Pompeo ist "froh, das hinter mir zu lassen"
Dieses Gespräch fand im Rahmen von Varietys beliebter „Actors on Actors“-Reihe statt, und als Gesprächspartnerin stand Pompeo keine geringere als ihre ehemalige „Grey’s Anatomy“-Kollegin Katherine Heigl zur Seite. Heigl, die Merediths Arzt-Kollegin Izzie Stevens gespielt hatte, verließ die Serie nach der sechsten Staffel, hatte danach aber zunehmend Probleme, gute Rollen zu finden.
Als die beiden auf Pompeos späten Rückzug aus „Grey’s Anatomy“ zu sprechen kommen, gibt letztere unverblümt zu, dass sie es vor allem aus Angst vor einer unsicheren Joblage so lange bei der Serie ausgehalten hatte. Nichtsdestotrotz sei sie nun froh über ihren weitgehend Ausstieg: „Ich bin schon so lange in dieser Show, dass ich froh bin, das hinter mir zu lassen.“
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Konsistenz statt Weiterentwicklung
Eine Eigenheit von langlebigen TV-Serien scheint Pompeo diese Entscheidung leichter gemacht zu haben, wie sie daraufhin ausführt. In ihrer Rolle müsse sie Entwicklung und Wachstum sehen, bei Fernsehserien komme es aber auf Konsistenz an: „Das Publikum möchte Vertrautheit. Die Autoren bleiben in der Konsistenz von etwas stecken, und das macht es schwieriger.“
Besonders bewusst sei ihr der charakterliche Stillstand ihrer Figur in Staffel 18 geworden, als sich die seit jeher mit Beziehungen hadernde Meredith, nun in ihren End-Vierzigern, von ihrem Freund Nick Marsh (Scott Speedman) trennt. „Ich finde es wäre okay, wenn Meredith aufhört, schlechte Entscheidungen zu treffen“, kommentiert dies Pompeo und fügt noch hinzu, was ihr unverständlich scheint: „Irgendwie schafft es Meredith auch nach all dieser Zeit immer noch nicht, eine gesunde Beziehung zu führen.“
Wer hingegen nach einem weniger rührseligen, aber auf ganzer Linie überzeugenden Krankenhausdrama sucht, ist bei dieser jüngst verlängerten Serie gut aufgehoben:
Staffel 2 hat offiziell grünes Licht bekommen: Eine der besten Serien des Jahres geht weiter!*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.