Kaum eine Filmreihe hat eine Generation so geprägt wie die Verfilmungen der „Harry Potter“-Bücher. Von 2001 bis 2011 begeisterten Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson als Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger Millionen Zuschauende in den Kinos weltweit. Nun steht eine neue Adaption als Serie bevor, die das magische Universum neu aufrollen wird.
Die erste Staffel von „Harry Potter“ soll 2027 auf HBO veröffentlicht werden und aktuell wird bereits fleißig daran gearbeitet. In Großbritannien laufen aktuell nämlich die Dreharbeiten für die „Harry Potter“-Serie, in der die berühmte Geschichte des Jungen mit der Blitznarbe noch einmal fürs Streaming adaptiert wird.
In die drei wichtigsten Hauptrollen von Harry, Hermine und Ron schlüpfen dieses Mal Dominic McLaughlin, Arabella Stanton und Alastair Stout. Nicht nur „Harry Potter“-Fans dürften der neuen Adaption begeistert entgegenfiebern, auch Chris Columbus, der Regisseur der ersten beiden Filme und Co-Produzent des dritten Teils freut sich auf die Serie. Trotzdem möchte er in das Projekt nicht involviert werden.
Das sagt Chris Columbus zur "Harry Potter"-Serie
Bei einem Interview in London, wo er für seinen neuen Netflix-Film „Thursday Murder Club“ warb, erklärte er gegenüber Variety, warum er kein Interesse daran hat, bei der „Harry Potter“-Neuauflage mitzumischen: „Nein, ich hab’s gemacht, ihr habt meine Version gesehen. Es gibt nichts mehr für mich zu tun in der Welt von Potter.“
Wie bereits erwähnt, ist Chris Columbus allerdings bereits jetzt Fan der kommenden Serie und sieht in der Neuauflage tolle Möglichkeiten, die er bei seinen „Harry Potter“-Filmen nicht hatte:
„Das Tolle daran ist, dass wir mit dem ersten, zweiten und dritten Buch alles machen wollten. Wir wollten all das auf die Leinwand bringen, und wir hatten nicht die Gelegenheit dazu“, sagte er. Columbus verwies in dem Gespräch auf die Figur Peeves, dem Poltergeist in Hogwarts, aus dem ersten „Harry Potter“-Roman, die „niemals in den Film kam – wir hatten einfach nicht die Zeit, die Figur zu entwickeln“, sowie auf eine Handlung, in der Harry und Hermine Tränke trinken müssen und sich Sorgen machen, dass sie vergiftet sein könnten.
„Wir konnten diese tolle Szene damals nie ins Kino bringen, aber ich bin mir sicher, in der HBO-Serie kommt sie vor. Für mich heißt das: Endlich können all diese Momente richtig lebendig werden“, sagte Columbus.
Trotzdem fühlte er sich auch direkt wie in einem Déjà-vu als er die kürzlich veröffentlichten Bilder von Nick Frost als Hagrid und dem jungen Dominic McLaughlin als Harry Potter sah, die gerade in London drehen, erzählte er. „Denn genau da waren wir vor 20 Jahren“, erinnerte sich der Regisseur nostalgisch zurück.
Kontroverse um J.K. Rowling beschäftigt auch den "Harry Potter"-Regisseur
Wenn man über „Harry Potter“ spricht, führt kein Weg daran vorbei auch über die Autorin der Bücher, J.K. Rowling, zu sprechen. Die Autorin hat sich mit zahlreichen Äußerungen gegen Trans-Menschen in den letzten Jahren zu einer umstrittenen Figur gemacht. Dazu sagte Chris Columbus in dem Interview: „Man sollte manchmal den Künstler vom Kunstwerk trennen, ich halte das für wichtig. Es ist bedauerlich, was passiert ist. Ich stimme sicherlich nicht mit dem überein, worüber sie spricht. Aber es ist einfach traurig, es ist sehr traurig.“
Chris Columbus hat nicht nur mit dem „Harry Potter“-Universum abgeschlossen, sondern schließt auch für sich aus, einen seiner Klassiker aus den 90ern wieder aufleben zu lassen. Um welchen Film es sich dabei handelt, erfahrt ihr hier:
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