Gnadenloser Ab-18-Schocker heute im TV: Einer der härtesten Horrorfilme der letzten 20 Jahre
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

Ihr wollt euer Nervenkostüm mal so richtig auf die Probe stellen? Heute Abend habt ihr mit einem der verstörendsten Filme überhaupt die (fast) perfekte Gelegenheit dazu im TV – wobei ihr unbedingt zur ungeschnittenen Version greifen solltet…

Was macht einen Horrorfilm „hart“? Ist es explizites Blutvergießen wie in „Terrifier 3“, schlaflose Nächte nach sich ziehender Grusel à la „Conjuring“ oder eine geradezu unaussprechlich schreckliche Geschichte, die umso verstörender wirkt, weil sie sich so oder so ähnlich tatsächlich abspielen könnte? Regisseur James Watkins wandte sich mit seinem „Speak No Evil“-Remake zuletzt dieser Form von Terror zu …

… und ging damit auch ein Stück weit zurück zu seinen Wurzeln. Denn bereits mit seinem Spielfilmedebüt entfesselte er seinerzeit unbarmherziges Grauen, das umso tiefer unter die Haut geht, weil es dir und mir jederzeit zustoßen könnte: Eden Lake“ (2008) zählt für uns auch heute noch zu den verstörendsten Filmen aller Zeiten sowie für den Autor dieses Artikels auch zu den besten, weil wirkungsvollsten Horrorfilmen der vergangenen 20 Jahre.

Die Uncut-Version wurde im Jahr 2009 indiziert, im Zuge einer Neuprüfung im Jahr 2022 jedoch von der FSK ab 18 Jahren freigegeben – und ist seit einiger Zeit so auch komplett ungekürzt auf Blu-ray erhältlich* (Achtung, bei dieser alten FSK-18-Version* handelt es sich um die geschnittene Fassung)!

Wenn der Film am heutigen 17. September 2025 ab 23.50 Uhr bei Tele 5 läuft, dürfte er somit grundsätzlich auch in voller Länge gezeigt werden. Doch aller Voraussicht nach wird der Sender, wie auch Schnittberichte.com berichtet, lediglich den alten Ab-18-Cut zeigen, in dem fast zwei Minuten fehlen.

Wer den Schocker ohne Abstriche erleben will, greift also besser zum oben verlinkten Mediabook – oder wartet einfach bis zum Streaming-Start der ungeschnittenen Fassung am 2. Oktober 2025, die Amazon Prime Video bereits im Sortiment hat:

Auch wenn euch auf Tele 5 die krassesten Gewaltspitzen erspart bleiben, solltet ihr euch hier auf richtig starken Tobak einstellen. „Eden Lake“ ist ein absolutes Brett, in dem ein alltägliches Szenario zum unerbittlichen Überlebenskampf mutiert – und dabei „Hostel“ wie einen Kindergeburtstag aussehen lässt.

Denn während Eli Roths sinistrer Städtetrip sich letztlich als Exploitation-Torture-Porn entpuppt, dessen nächster perfider Foltermethode man irgendwann schon entgegensehnt, punktet Watkins' Erstlingswerk nicht nur mit gnadenloser (und gnadenlos packender) Härte. Vor allem lässt er das Publikum die fast schon betäubende Hilflosigkeit spüren, mit denen seine Protagonisten hier ihr Schicksal erleiden.

Die Konsequenz, mit der „Eden Lake“ dabei vorgeht, ist nahezu beispiellos – und hinterlässt einen sprachlos, wütend und schlichtweg paralysiert. Am Ende reichte es in der FILMSTARTS-Kritik zwar nur für 2,5 von 5 möglichen Sternen, zugleich aber auch für einen Platz in unserem Ranking der verstörendsten Filme aller Zeiten – den der Autor dieses Artikels allen hartgesottenen Filmfans unbedingt ans Herz legt. Vor allem natürlich ungekürzt.

Darum geht's in "Eden Lake"

Steve (Michael Fassbender, „X-Men“-Reihe) und seine Freundin Jenny (Kelly Reilly, „Flight“) wollen eigentlich nur einen entspannten Tag am See irgendwo im Niemandsland verbringen. Idyll und Zweisamkeit finden jedoch ein jähes Ende, als es sich unweit von ihnen ein paar aufmüpfige Jugendliche bequem machen – und das Liebespärchen schließlich ins Visier nehmen.

Was mit einem Späßchen beginnt, wird schnell bitterer Ernst: Steve will den Halbstarken die Leviten lesen – doch diese werden dadurch nicht etwa besänftigt, sondern sogar noch angestachelt, nachzulegen. Sie klauen Steves Handy und schließlich auch sein Auto – bevor das erste Messer gezückt wird...

Im folgenden Artikel geht es um einen weiteren einst indizierten Horrorfilm, der von der FSK mittlerweile sogar ab 16 Jahren freigegeben wurde:

Selbst die gekürzte Version (!) stand auf dem Index, jetzt gibt es ihn uncut ab 16: Höllischer Horror-Klassiker erhält neue FSK-Freigabe

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