Heute im TV: Die Vorlage für eine der größten Kultserien aller Zeiten - vom "Avengers"-Macher
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Trotz guter Besetzung floppte der turbulente Mix aus Vampirhorror und Highschool-Komödie damals in den Kinos. Doch der Drehbuchautor gab nicht auf und machte aus dem Stoff in Serienform noch einen Mega-Hit. Ahnt ihr, um welchen Film es geht?

Der 1992 in die Kinos gekommene „Buffy, der Vampirkiller“ ist die Vorlage zum fünf Jahre später gestarteten Serien-Welterfolg „Buffy - Im Bann der Dämonen“. Wie ähnlich und doch wie anders der Film ist, könnt ihr am Abend im Free-TV sehen:

Buffy, der Vampirkiller“ läuft am heutigen 1. Oktober 2025 um 22.30 Uhr auf dem Disney Channel. Eine Wiederholung folgt am 5. Oktober um 22.00 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+ streamen:

Vom Flop zum Kult

Eigentlich hatte schon „Buffy, der Vampirkiller“ das Zeug zum Hit. Horror und Teen-Comedy zu mixen war – speziell in den 1990ern, in denen beide Genres sich enormer Beliebtheit erfreuten – schon für sich eine gute Idee. Dazu kam, dass man mit der kurz zuvor im Kultspaß „Hot Shots!“ zu sehenden Kristy Swanson und dem „Beverly Hills 90210“-Herzensbrecher Luke Perry zwei damals brandheiße Jungstars für die Hauptrollen verpflichten konnte. Diese wurden von beliebten Routiniers wie Donald Sutherland („Wenn die Gondeln Trauer tragen“) und Rutger Hauer sowie den Komiker-Publikumslieblingen Paul Reubens („Pee Wees irre Abenteuer“) und David Arquette („Scream“) zudem tatkräftig unterstützt.

Doch irgendetwas verhinderte, dass es bei den Kinogänger*innen so richtig klickte. Gerade einmal 16 Millionen Dollar spielte der vom „Star Wars“-Studio Twentieth Century Fox auf die Leinwände gebrachte Streifen im Sommer 1992 weltweit ein. Damit wäre die Sache normalerweise erledigt gewesen und niemand in Hollywood hätte auch nur noch einen weiteren Gedanken an das Ganze verschwendet, sondern sich einfach den nächsten, größere Einkünfte versprechenden Projekten zugewendet.

Nicht so aber der Drehbuchautor des Kassenflops. Der zuvor lediglich als Skriptschreiber für die TV-Sitcom „Roseanne“ etablierte Joss Whedon war sich sicher, dass seine Idee auch weiterhin Gold wert war – man musste sie nur richtig umsetzen. Der spätere „Marvel's The Avengers“-Regisseur war von Anfang an nicht zufrieden damit, was das Studio und vor allem Regisseurin Fran Rubel Kuzui („Tokyo Pop“) aus seinem Werk machten, weshalb er schon früh aus der Produktion ausstieg. Denn ihm fehlte es bei dem Streifen einfach an, äh, Biss.

Buffy, der Vampirkiller
Buffy, der Vampirkiller
Starttermin 31. Juli 1992 | 1 Std. 26 Min.
Von Fran Rubel Kuzui
Mit Kristy Swanson, Donald Sutherland, Paul Reubens
User-Wertung
2,4
Auf Disney+ streamen

Ein paar Jahre später erwarb der damals noch recht neue US-TV-Sender The WB (u. a. „Supernatural“, „Gilmore Girls“ und „Charmed“) die Filmrechte an der Story und setzte Whedon daran, sie als Autor, Produzent und teilweise auch Regisseur zu einer TV-Serie umzuarbeiten. Whedon ignorierte die von Rubel Kuzui vorgenommenen Änderungen an seinem Original-Skript und schrieb die Serie so, wie er sie sich eigentlich schon für die Kinoleinwand vorgestellt hatte. Mit der bis dahin lediglich als Seifenopern-Starlet („All My Children“) bekannten Sarah Michelle Gellar fand er zudem die perfekte Besetzung für die Titelrolle.

„Buffy - Im Bann der Dämonen“ lief über sieben Staffeln beziehungsweise 144 Episoden und avancierte zu einem weltweiten Phänomen mit bis heute anhaltendem Kultstatus. Der Vorläuferfilm „Buffy, der Vampirkiller“ ist nicht ansatzweise so gut wie die Serie, wirkt gelegentlich trashig und ist oft eher unfreiwillig als beabsichtigt komisch. Trotzdem lohnt sich das Einschalten schon wegen der Besetzung und um sich all die doch teilweise frappierenden Unterschiede zwischen Kino-Flop und Bildschirm-Superhit vor Augen zu führen.

Wer danach gleich mit der Serie weitermachen beziehungsweise loslegen möchte, wird übrigens ebenfalls im Rahmen des Flatrate-Abos von Disney+ fündig:

"Buffy, der Vampirkiller": Das ist die Story

Durch einen Zufall entdeckt die 16-jährige Highschool-Cheerleaderin Buffy Summers (Kristy Swanson), dass sie dazu auserwählt ist, gegen Vampire ins Feld zu ziehen. Statt um schicke Klamotten und Jungs dreht sich ihr Leben fortan vor allem darum, fiesen Blutsauger*innen Pflöcke in die Herzen zu rammen. Unter Anleitung des ihr zugeteilten „Wächters“ Merrick Jamison-Smythe (Donald Sutherland) soll das Mädchen bald ihrem ultimativen Widersacher gegenüberstehen – dem narzisstischen Meistervampir Lothos (Rutger Hauer).

Doch bevor sich Buffy in den Showdown stürzen kann, muss sie sich erst einmal Grundlagenwissen über Vampire aneignen und parallel dazu ein hartes Training absolvieren. Denn nur als bereits kampferprobte Jägerin hat sie überhaupt den Hauch einer Chance, die Welt vor einer Übernahme durch das Böse zu schützen. Zum Glück kann sie sich dabei nicht nur auf ihren Mentor Merrick, sondern auch auf ihren süßen Klassenkameraden Oliver Pike (Luke Perry) verlassen. Nachdem Buffy ihn vor einem Vampir gerettet hat, ist er nämlich bereit, alles für sie zu tun …

Wusstet ihr, dass Ben Affleck eine kleine Nebenrolle als Basketballspieler in „Buffy, der Vampirkiller“ hatte? Schaut doch mal, ob ihr den Oscargewinner entdeckt. Noch vor seinem Kurzauftritt in diesem Film war Affleck übrigens zusammen mit seinem Freund Matt Damon als Statist in einem der größten Hits von Kevin Costner dabei. Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel:

"Ich erinnere mich an sie, absolut!": Vor 36 Jahren traf "Yellowstone"-Star Kevin Costner auf zwei heute weltberühmte Statisten

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