Diese "The Big Bang Theory"-Folge hätte Sheldon Cooper eigentlich das Leben kosten müssen
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Sheldon Cooper gerät in "The Big Bang Theory" in eine brenzlige Situation. Was in der Serie wie ein harmloser Streich eines Rivalen wirkt, hätte in der Realität deutlich ernstere Folgen haben können.

Was in der fiktionalen Welt von „The Big Bang Theory“ als humorvoll dargestellt wird, könnte in der Realität ernsthafte Konsequenzen haben. Ein Paradebeispiel dafür liefert die Folge „Die Racheformel“, die als neunte Folge der dritten Staffel im November 2009 ihre Erstausstrahlung im US-TV unter dem Originaltitel „The Vengeance Formulation“ feierte.

Es geht darum, dass sich Sheldon Cooper (Jim Parsons, „Hidden Figures“) an seinem Erzfeind Barry Kripke (John Ross Bowie, „Jumanji: The Next Level“) für einen gemeinen Streich rächen will. Während Sheldon akribisch seinen Plan ausarbeitet, plant Kripke selbst bereits einen weiteren Streich und um diesen soll es hier gehen. Denn was Kripke macht, ist im Grunde ein Mordanschlag!

Was passiert genau? Im Laufe der Folge leitet Kripke Heliumgas in einen Raum, in dem Sheldon sich aufhält. Innerhalb der Serie entsteht die Komik durch Sheldons Reaktionen, der nicht begreift, was gerade passiert – selbst als seine Stimme sich verändert. Viele Zuschauer*innen fanden das amüsant. In der Realität könnte ein solcher Vorfall jedoch sehr gefährlich sein!

Darum ist der Helium-Streich eigentlich eine Todesfalle

Das Einatmen von Helium verdrängt den Sauerstoff in der Luft. In einem geschlossenen Raum kann dies zu Hypoxie, Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Die Szene zeigt also eine potenziell riskante Situation, die in der Serie lediglich als humorvoller Streich inszeniert wird. Dass Sheldon diese Gefahr nicht erkennt, erscheint bemerkenswert, da er als Physiker über fundierte Kenntnisse über Gase und deren Wirkung auf den menschlichen Körper verfügt.

Falls ihr euch fragt, warum das Einatmen von Helium aus einem Ballon ungefährlich ist: Dabei wird die Luft in den Lungen nur kurzzeitig durch Helium ersetzt, der Sauerstoffgehalt bleibt ausreichend. Anders sieht es in einem geschlossenen Raum voller Helium aus.

Die Episode nutzt den Kontrast zwischen Sheldons wissenschaftlicher Expertise und seiner Alltagsnaivität als wiederkehrendes Stilmittel. Die Szene ist ein Beispiel dafür, wie die Serie wissenschaftliche Elemente auf humorvolle Weise darstellt, ohne die Realität vollständig abzubilden. Hier ist die entsprechende Szene zu sehen:

Die Episode zeigt, dass auch Figuren mit hoher intellektueller Kompetenz in bestimmten Alltagssituationen eingeschränkt oder ahnungslos dargestellt werden können, was einen Großteil des Serienhumors ausmacht und gewiss auch einer der Gründe ist, warum die Sitcom so unglaublich erfolgreich und beliebt ist – selbst sechs Jahre nach dem Aus der Serie.

Am Ende überlebt Sheldon die Situation unversehrt. Nicht so gefährlich wie ein Raum voller Helium, aber ein weiteres Beispiel für kleinere inhaltliche Ungenauigkeiten in „The Big Bang Theory“ ist die falsche Nutzung von Gewürzen. In diesem FILMSTARTS-Artikel erfahrt ihr genau, worum es dabei geht:

Stoppt Folge 17 von "The Big Bang Theory" bei 16 Minuten und 50 Sekunden: Dieser Fehler lässt Sheldon & Co. erstaunlich dumm wirken!

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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