Heute im TV: Dieses schaurige Fantasy-Abenteuer hat eine ganze Generation traumatisiert – und ist noch immer ein Riesenspaß!
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist ist passionierter Magic- und D&D-Spieler und liebt das fantastische Kino. Tolkiens Mittelerde liebt er ebenso wie die furchteinflößenden Kreaturen von Ray Harryhausen.

Ein Fantasy-Abenteuer von „Wenn die Gondeln Trauer tragen“-Macher Nicolas Roeg? Bei „Hexen hexen“ bekommt ihr genau das. Wenn ihr den Film mit einer bezaubernd-verstörenden Anjelica Huston noch nicht gesehen habt, dann schaltet heute Super RTL ein.

Roald Dahl ist einer der wichtigsten Kinderbuchautoren aller Zeiten. Seine Werke sind stets im Fantastischen angesiedelt, haben jedoch ihren ganz eigenen, schrägen Charakter – und das merkt man auch den Kino-Adaptionen seiner Werke an. Filme wie „James und der Riesenpfirsich“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Der fantastische Mr. Fox“ oder „Matilda“ funktionieren sowohl für ein jüngeres als auch ein älteres Publikum – und kratzen immer am surreal-traumhaften.

Das Geheimnis der Vorlage: Roald Dahl nimmt sein Publikum ernst – und traut gerade seinen jungen Leser*innen einiges zu. Hier wird vor ernste Themen nicht zurückgeschreckt und es kann auch schon mal gruselig zugehen – wichtig ist, dass solche Passagen durch Humor und einen (zumindest halbwegs) glücklichen Ausgang stets etwas entschärft werden.

Es ist kein Wunder, dass sich an seinen Vorlagen bereits gestandene Regie-Größen wie Wes Anderson, Tim Burton oder Henry Selick versucht haben. Mit „Hexen hexen“ hat auch „Wenn die Gondeln Trauer tragen“-Macher Nicolas Roeg 1990 eine Adaption eines Dahl-Buches auf die große Leinwand gebracht. Er erschuf damit einen Fantasy-Klassiker, der seinerzeit durchaus heftige Bilder für einen jugendfreundlichen Film lieferte – und sicherlich bis heute bei einigen Genre-Fans für Angstschweiß sorgen dürfte.

Ihr wollt „Hexen hexen“ mal wieder sehen? Dann habt ihr am heutigen 28. November 2025 die ideale Gelegenheit dazu. Das magisch-schaurige Abenteuer wird heute Abend um 20.15 Uhr bei SUPER RTL ausgestrahlt. Falls ihr an diesem Tag bereits einen anderen okkulten Termin wahrnehmen müsst, könnt ihr den Film auch auf Amazon Prime Video gegen eine kleine Gebühr leihen:

Und darum geht's in "Hexen hexen":

Hexen verabscheuen Kinder – das steht außer Frage! Doch da das ständige Beseitigen der kleinen Plagegeister auf Dauer recht mühsam ist, entwickelt die Oberhexe Miss Eva Ernst (Anjelica Huston) einen teuflischen Plan. Mit ihrer Erfindung „Formula 86 Retard/Mausemutorium“ will sie alle Kinder auf einmal loswerden: Eine mit dem Zaubertrank versetzte Schokolade, die ihre ahnungslosen Esser innerhalb von zwei Stunden in harmlose Mäuse verwandelt.

Zufällig wohnen Luke (Jasen Fisher) und seine Großmutter Helga (Mai Zetterling) – eine norwegische Hexenexpertin – im selben Hotel, in dem Miss Eva gerade eine Hexenkonferenz abhält, um ihren diabolischen Plan zu enthüllen. Luke wird Zeuge, wie die Hexen ihre Schokolade an dem kleinen Bruno Jenkins (Charlie Potter) testen. Doch als sie ihn entdecken, trifft ihn dasselbe Schicksal. Nun bleibt den beiden Jungen nur wenig Zeit – in zwei Stunden werden sie sich endgültig in Mäuse verwandelt haben…

Die fantastischen Masken sind auch heute noch absolut schaurig

Wer „Hexen hexen“ gesehen hat, dem wird der sinistre Kongress der Magierinnen nicht mehr aus dem Kopf gehen. Nicht nur, weil hier diabolische Pläne über die Zukunft aller Kinder getroffen werden – was natürlich insbesondere bei einem jüngeren Publikum noch mal eine größere Anspannung hervorruft – sondern auch, weil die Maskenabteilung wirklich beeindruckende Arbeit geleistet hat.

Die aufreizende Anjelica Huston transformiert sich im schaurigen Höhepunkt zur grotesk-entstellten Königin der Hexen. Sie legt ihre menschliche Hülle ab und offenbart ihr wahres Ich: Mit behaartem Kinn, runzeliger Haut, Glatze und einer grotesk gigantisch-spitzen Nase erinnert Oberhexe Miss Eva Ernst eher an einen grotesken Kobold, der bei lebendigem Leib verrottet – und in Anbetracht ihres Hexen-Alters ist diese Assoziation vielleicht auch gar nicht so weit hergeholt.

Letztlich war „Hexen hexen“ für viele Kinder und Jugendliche ein besonderer Erweckungsmoment – der zeigt, wie viel Spaß die Faszination am Unbehagen bringen kann. Zudem verdeutlicht sich bei Nicolas Roegs magischem Kino-Ausflug, wie viel man Zuschauer*innen jüngerer Generation zutrauen kann, wenn das Gesamtpaket stimmt. Denn auch wenn der Film stellenweise ausgesprochen düster ist und die Spezialeffekte wirklich schocken, ist „Hexen hexen“ gleichzeitig ein kreatives Fantasy-Abenteuer, das mit jeder Menge Spannung, Witz und Herz punkten kann.

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