Ist Adar wirklich Sauron? Die mysteriöse Gestalt in "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" Folge 3 erklärt
Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Egal, ob "Der Herr der Ringe", "Harry Potter" oder "Drachenzähmen leicht gemacht": Julius ist ein großer Fantasy-Fan. Aktuell liest er die "Das Rad der Zeit"-Reihe.

Nach der dritten Folge „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ gibt es einen neuen Kandidaten für Sauron: den finsteren Ork-Anführer Adar (Joseph Mawle), dessen Gesicht nicht gezeigt wird. Doch ist Adar wirklich Sauron, wie die Serie impliziert?

Der Meteoriten-Mann ist Sauron! Halbrand ist Sauron! Adar ist Sauron! Fans von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ machen in den ersten drei Folgen eine regelrechte Spekulations-Achterbahnfahrt durch, bei der immer wieder eine andere Figur als wahrscheinlichster Kandidat für den großen Bösewicht der „Herr der Ringe“-Serie in den Fokus rückt. Doch ist der mysteriöse Adar wirklich Sauron? Nein.

Es wird natürlich ziemlich deutlich impliziert in Folge 3 von „Die Ringe der Macht“: Warum sollten die Orks ihren Anführer bei einem elbischen Namen nennen, fragt Arondir (Ismael Cruz Cordova) zu Recht, woraufhin Revion (Simon Merrels) erwidert, dass Sauron einst viele Namen geführt haben soll. Außerdem macht das wenige, das wir von Adar sehen, einen sehr finsteren, Sauron-mäßigen Eindruck. Doch das Geheimnis hinter der Figur liegt in der Bedeutung des Namens „Adar“.

Achtung, es folgen mögliche Spoiler zu „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“!

Adar ist ein gefallener Elb!

„Adar“ bedeutet nämlich in der Elbensprache Sindarin „Vater“.Der Herr der Ringe“-Fans werden sich vielleicht daran erinnern, dass Arwen (Liv Tyler) ihren Vater Elrond (Hugo Weaving) in den Filmen von Peter Jackson gelegentlich ebenfalls mit „Adar“ anspricht. 

Offenbar liegt die Erklärung seines Namens einfach darin, dass er für die Orks so etwas wie eine Vaterfigur, ein Anführer und Beschützer ist – aber eben nicht Sauron. Dass er einen elbischen Namen trägt und dass Arondir im Trailer zu Folge 4 auf Elbisch mit ihm spricht („Wer bist du“, fragt er) deutet darauf hin, dass Adar ein böser Elb ist.

Auch wenn es vielleicht überraschen mag: Das gibt es bei Tolkien tatsächlich. Im „Silmarillion“ ist etwa von einigen Elben die Rede, die im Kampf gegen Morgoth gefangen und von diesem gebrochen wurden. Anschließend wurden sie dann freigelassen und sollten sich für Morgoth bei den anderen Elben einschleichen. Ein solcher gebrochener Elb dürfte auch Adar sein.

Wer spielt Adar?

Adars Gesicht wird in „Die Ringe der Macht“ Episode 3 zwar noch nicht gezeigt, tatsächlich wird der Name des Schauspielers aber schon im Abspann aufgeführt: Joseph Mawle, bekannt als Benjen Stark aus „Game Of Thrones“, spielt Adar in der ersten Staffel „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“.

So sieht Adar in Amazon
So sieht Adar in "Die Ringe der Macht" Staffel 1 aus.

Auf dem obigen Bild könnt ihr die Figur in ihrer ganzen Pracht sehen. Eindeutig zu erkennen ist hier etwa der gepanzerte Handschuh und das Schwert, das auch schon auf einem der ersten Poster zu sehen war (s. Titelbild oben). Mehr von Adar gibt es dann in „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ Folge 4, die bereits am 4. November 2025 um 20.15 Uhr morgens bei ZDFneo ausgestrahlt wird.

Auf die ganze Frage nach der Identität von Adar geht auch unser YouTube-Moderator Sebastian in dem nachfolgenden Video ein. Los geht's ab Minute 13:13:

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels anlässlich der TV-Ausstrahlung von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“.

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