Tatsuya Nakadai war eine Urgewalt von einem Schauspieler – und einer der wichtigsten Mimen seiner Generation. Wer japanisches Kino und insbesondere Samurai-Filme liebt, der kennt dessen markantes Gesicht, schließlich war er in großen Klassikern und Meisterwerken wie „Samurai Rebellion“, „Sword of Doom“, „Die sieben Samurai“ oder „Ran“ zu sehen. Zudem stand er mit „Harakiri“ von Masaki Kobayashi auch im besten Film aller Zeiten vor der Kamera – zumindest wenn es nach den Wertungen der Letterboxd-User*innen geht.
Laut übereinstimmenden Berichten japanischer und internationaler Medien ist der Schauspieler bereits am 8. November 2025 an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben. Er wurde 92 Jahre alt.
Über 70 Jahre als Schauspieler aktiv
Tatsuya Nakadai wurde am 13. Dezember 1932 in Tokio geboren und feierte sein Kino-Debüt bereits 1954 unter der Regie vom legendären Regisseur Akira Kurosawa. In dessen Meisterstück „Die sieben Samurai“ stand er neben Größen wie Toshirō Mifune („Das Schloss im Spinnwebwald“) vor der Kamera – hier noch in der Rolle eines wortlosen Samurai. Seinen Durchbruch als Hauptdarsteller schaffte er in Masaki Kobayashis „Barfuß durch die Hölle“-Filmtrilogie, die auch heute noch zu den besten Antikriegsfilm-Werken aller Zeiten gehört.
Einem internationalen Publikum wurde der Mime besonders durch seine Auftritte in Akira Kurosawas Filmen wie „Yojimbo – Der Leibwächter“, „Sanjuro“, „Kagemusha – Der Schatten des Kriegers“ und „Zwischen Himmel und Hölle“ bekannt. Bis zuletzt war Tatsuya Nakadai als Schauspieler aktiv – und stand in Japan auf der Theaterbühne. Seine finale Kinorolle übernahm er 2020 in „The Pass: The Last Days of the Samurai“.
Insgesamt hat Tatsuya Nakadai in seiner 70-jährigen Schauspiel-Karriere in mehr als 180 Filmen mitgewirkt, und 1975 sogar eine eigene Schauspielschule gegründet.