Tele 5 präsentiert am heutigen 18. November um 22.25 Uhr die Free-TV-Premiere von „One Way - Hell Of A Ride“. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 19. auf den 20. November um 3.15 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel als Blu-ray und DVD oder als Video-on-Demand* zu haben:
Intensive Atmosphäre
Für einen mit relativ kleinem Budget gemachten Indie-Thriller kann „One Way - Hell Of A Ride“ eine erstaunliche Menge an bekannten Namen auf der Besetzungsliste auffahren. So werden die Hauptfiguren von Raprock-Superstar Colson Baker alias Machine Gun Kelly („Project Power“), 1980er- und 1990er-Ikone Kevin Bacon („Footloose“, „Apollo 13“ usw.), Drea de Matteo („Sons Of Anarchy“) und dem australischen „Vikings“-Haudegen Travis Fimmel verkörpert.
Zusätzlich außergewöhnlich wird der Film von „Zone 414“-Regisseur Andrew Baird durch den Umstand, dass er eine Art Kammerspiel ist. Denn „One Way“ spielt beinahe durchgehend in einem Überlandbus. Das enge Setting, die dunkle Nacht auf der anderen Seite der riesigen Fenster, die oft sehr nah herangehende, fast ständig in Bewegung befindliche Kamera (Tobia Sempi, „Paradox Effect“) und der pulsierende Electro-Score von Benjamin Stefanski alias Raffertie sorgen für eine faszinierende, teils ins Unwirkliche übergehende Atmosphäre. Dadurch fällt es gar nicht auf, dass für einige Zeit erst einmal nicht allzu viel Greifbares passiert, sondern hauptsächlich geredet beziehungsweise telefoniert wird. Spannung wird im Hintergrund nämlich dennoch aufgebaut.
„One Way - Hell Of A Ride“ ist wahrlich kein Meisterwerk – dazu war sichtbar zu wenig Geld für eine breitflächigere Inszenierung und merklich zu wenig Story-Substanz im Drehbuch vorhanden. Die tickende Uhr in Form einer potenziell tödlichen Schusswunde im Bauch des Protagonisten sorgt aber ebenso für Intensität wie das interessante, für uns als Zusehende größtenteils unberechenbare Ensemble an Charakteren.
Die echten Action-Momente sind dabei zugegebenermaßen recht dünn gesät, können aber in ihrer eher spartanischen Ausführung durchaus überzeugen. „One Way - Hell Of A Ride“ mag auf den klassischen Blockbuster-Fan vielleicht langweilig wirken. Wer allerdings bereit ist, sich auch mal auf eine andere Art von Spannung einzulassen, darf hier gern einschalten und dann auch dranbleiben.
"One Way": Das ist die Story
Hat er nun Glück gehabt oder doch eher Pech? Das weiß der Kleinkriminelle Freddy (Machine Gun Kelly) selbst noch nicht so genau. Denn einerseits sitzt er mit einer großen Tasche voller Geld und teurer Drogen in einem Bus nach Kalifornien und fährt in Richtung Freiheit von seinem bisher so erbärmlichen Leben. Andererseits blutet er dabei schwer, denn er hat eine Kugel im Bauch, die ihm nicht mehr viel Zeit lässt. Freddy verliert jede Menge Blut und braucht dringend eine Transfusion – sonst ist es aus mit ihm.
Aussteigen und sich medizinisch versorgen lassen kann er allerdings nicht. Denn die Schergen von Vic (Drea de Matteo), die er beklaut hat, sind ihm auf den Fersen. Da erhält Freddy einen Anruf von der Drogenbaronin, die seine kleine Tochter bedroht. Zudem scheinen einige der anderen Passagiere (u. a. Travis Fimmel und Storm Reid) an Bord des Busses nicht das zu sein, was sie vorgeben.
Freddy muss sich nicht nur mit seiner blutenden Wunde, dem Kerl im Sitz neben ihm und der Gefahr für seine Kleine auseinandersetzen, sondern bald auch noch mit den Dämonen aus seiner Vergangenheit. Verzweifelt ruft er nämlich seinen seit Jahren von ihm entfremdeten Vater an, um ihn um Hilfe zu bitten. Doch Fred Sr. (Kevin Bacon) will erst einmal über eine Bezahlung verhandeln, bevor er eventuell eingreift.
Und falls ihr wissen wollt, warum Kevin Bacon bei den Dreharbeiten zu „Apollo 13“ angekotzt wurde, müsst ihr den nachfolgenden Artikel lesen:
Bei den Dreharbeiten zum Sci-Fi-Klassiker "Apollo 13" wurde Kevin Bacon angekotzt - der Grund ist aber ziemlich nachvollziehbar!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.