„The Queen Mary“ spielt auf dem gleichnamigen, 1936 vom Stapel gelaufenen Kreuzfahrtschiff und wurde teilweise auch auf dem realen Kahn gedreht. Wie das mit einigen bekannten Gesichtern aus unter anderem „Star Trek“, „Game Of Thrones“ und „Paddington“ recht prominent besetzte Schauerstück ausgefallen ist, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaut einfach mal rein, wenn der Film am späten Abend erstmals im deutschen Free-TV gezeigt wird.
„The Queen Mary“ läuft am heutigen 3. Dezember 2025 um 23.00 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember um 0.45 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel als Blu-ray und DVD* oder als kostenpflichtiges Video-on-Demand erwerben. Abonnent*innen von Amazon Prime Video finden den Film aktuell im Flatrate-Programm des Streaming-Services:
Lohnt sich das Einschalten?
Der Look und die Atmosphäre des Films von „Dracula Untold“-Regisseur Gary Shore sind wirklich gelungen. Über den Rest des Werks kann man das leider nicht sagen. Da hilft es auch nicht, dass mit „Star Trek Into Darkness“-Star Alice Eve, dem aus unter anderem den Staffeln 4 und 5 von „Game Of Thrones“ bekannten Joel Fry, Nell Hudson („Outlander“), Tim Downie („Paddington“) und William Shockley aus „Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft“ einige durchaus bekannte Namen auf der Besetzungsliste stehen.
Das Hauptproblem sind die überambitionierte, wirre Geschichte beziehungsweise das ebenfalls von Shore stammende Drehbuch. Wie Rezensent Thorsten Hanisch in der nur enttäuschende 1,5 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik analysiert, kommt aufgrund der Zerfahrenheit und Konfusion des Ganzen einfach keine Spannung auf. Spätestens ab der Hälfte der über zwei Stunden Laufzeit dürfte wohl kaum noch jemand das uns präsentierte Kuddelmuddel durchschauen. So überladen und verstrickt ist das alles, dass Shore vermutlich selbst den Überblick verlor und diesen Eindruck auch im Schnitt nicht mehr korrigieren konnte.
Dabei war die Ausgangsposition durchaus vielversprechend. Denn seit langer Zeit machen Geschichten die Runde, dass es auf der realen „The Queen Mary“ spuken solle. Im Laufe der Dekaden wurden mehrere Morde an Bord verübt, deren Opfer dort nun angeblich als Geister ihr Unwesen treiben sollen. 2008 führte das ansonsten eigentlich eher ernstzunehmende Time Magazine das Schiff unter den „Top 10 Haunted Places In The World“ auf. Wer mal nach Südkalifornien kommen sollte und Interesse an derlei morbiden Storys hat, kann zwischen mehreren offiziellen Besichtigungstouren wählen.
Doch nicht nur in Bezug auf die Handlung macht Shore es seinen Zusehenden schwer. Auch stilistisch herrscht ein gewaltiges Durcheinander. „The Queen Mary“ ist im Kern zwar ein Gruselfilm, schreckt aber auch nicht vor einer (viel zu ausgedehnten) heiteren Stepptanz-Einlage zurück. Diese wirkt ebenso deplatziert und wie aus einem anderen Film wie die streckenweise wirklich hammerharten Gore-Szenen. Von der im finalen Drittel dann plötzlich und komplett unmotiviert eingeschobenen Animationssequenz ganz zu schweigen.
Regisseur Gary Shore bemühte sich hier offensichtlich, kreativ zu sein und mit für Horrorstreifen ungewöhnlichen Ansätzen zu glänzen. Zudem versucht er auch noch recht plump, Genre-Klassiker wie „Ghost Ship“ und „Triangle“ sowie sogar Stanley Kubricks Meilenstein „Shining“ zu zitieren beziehungsweise zu imitieren. Dabei verrennen er und sein Werk sich immer wieder heillos, sodass man sich bald nicht einmal mehr fragt, was das alles werden sollte, sondern einfach nur das Interesse verliert. Schade um die tolle Location und das coole Produktionsdesign.
"The Queen Mary": Das ist die Story
1938, auf dem Kreuzfahrtschiff „The Queen Mary“: Die mittellose Familie Ratch schleicht sich auf eine Halloween-Party im Ballsaal, zu der nur die Passagier*innen der ersten Klasse geladen sind. Tochter Jackie (Florrie Wilkinson) träumt nämlich davon, Filmstar zu werden, weshalb ihr Vater David (Wil Coban) einen der anwesenden Hollywood-Produzenten von ihrem Talent überzeugen will. Derweil versucht Kapitän Carradine (Jim Piddock) alles aus den überhitzenden Maschinen seines Schiffs herauszuholen. Will er doch einen Preis für das schnellste Passagierschiff aller Zeiten gewinnen.
In unserer Gegenwart besucht die Autorin Anne Calder (Alice Eve) den seit langem fest im Hafen von Long Beach in Kalifornien vertäuten und zu einer Touristenattraktion mit Hotel umfunktionierten Ozeanriesen. Mit Ehemann Patrick (Joel Fry) und ihrem kleinen Sohn Lukas (Lenny Rush) als Anhang plant Anne auf ihm für ein neues Buch zu recherchieren. Doch dazu kommt sie nicht, denn schon bald beginnen seltsame, beängstigende Dinge um sie und ihre Lieben zu passieren.
Deutlich besser als einst „The Queen Mary“ kommt aktuell „Influencer 2“ bei der Kritik an. Im Rahmen des folgenden Artikels könnt ihr mehr über den Film erfahren und euch zudem den Trailer anschauen:
100 % auf Rotten Tomatoes: Das Sequel zum Horror-Überraschungs-Hit 2022 ist sogar noch besser: Trailer zu "Influencer 2"*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.