Für Superhelden-Enthusiasten und Fans des Marvel Cinematic Universe (MCU) war 2025 ein wichtiges Jahr. Und das lag vor allem an der (retro-futuristischen) Rückkehr der bekanntesten Heldenfamilie der Welt: den Fantastic Four, die im Sommer Phase Sechs des – zuletzt nicht mehr ganz so zugkräftigen – MCU-Superhelden-Franchise einläuteten.
Regisseur Matt Shakman („The Consultant“) gelang mit „The Fantastic Four: First Steps“ ein zeitgemäßes, kurzweiliges Comic-Abenteuer, das vom Publikum und weiten Teilen der Kritik gefeiert wurde. In seiner 4-Sterne-FILMSTARTS-Kritik zeigte sich auch unser Redakteur Björn Becher vom Neustart der Reihe begeistert und urteilte: „Endlich macht das MCU wieder richtig Spaß!“
Zwar lag „First Steps“ in Sachen Einspielergebnis weit weg von früheren Comic-Blockbustern, etwa aus den MCU-Anfangstagen. Dennoch gilt der Film mit einem Box-Office-Ergebnis von knapp 522 Millionen Dollar als sehr profitabel. Und das liegt vor allem an einer kürzlich erfolgten saftigen finanziellen Rückerstattung für die Walt Disney Studios. Für Disney, zu dem die Marvel Studios gehören, wird der 37. MCU-Film damit nachträglich zu einem der bis dahin kostengünstigsten MCU-Beiträge überhaupt.
181 Millionen Dollar: "First Steps" überdurchschnittlich "günstig"
Doch wieso kam es überhaupt zu diesem verspäteten Geldregen? Der Grund dafür sind nachträgliche Vergünstigungen, die Großbritannien den Produktionsstudios unter bestimmten Auflagen gewährt. Wie Forbes berichtet, kam eine solche steuerliche Rückzahlung – und zwar in Höhe von 48 Millionen Dollar – nun auch „First Steps“ zugute, der im Sommer 2024 in den renommierten Londoner Pinewood Studios entstand.
Damit erfüllte die Produktion schon einmal eine der wichtigsten Voraussetzungen. Denn den attraktiven Steuervorteil gibt es unter anderem nur dann, wenn ein Film komplett, mindestens aber zu weiten Teilen im Vereinigten Königreich gedreht wird.
Das Produktionsbudget von „First Steps“ belief sich laut Forbes bis zum Ende der Dreharbeiten auf rund 230 Millionen Dollar. Durch die jetzt erfolgten steuerlichen Rabatte verringern sich die Netto-Produktionsausgaben auf „nur noch“ 181 Millionen.
Damit ist der Sci-Fi-Action-Hit deutlich preiswerter als viele andere MCU-Filme der letzten Jahre, darunter „Black Widow“, „Doctor Strange In The Multiverse Of Madness“ oder „Ant-Man And The Wasp: Quantumania“. Wichtig zu wissen: Das durchschnittliche Budget eines MCU-Films liegt bei rund 190 bis 200 Millionen, wodurch „First Steps“ fast schon zu einem überdurchschnittlich preiswerten Film verkommt. Allerdings dürfte das bekannte Budget in den kommenden Monaten wieder ansteigen, wenn dann noch die Post-Produktion mit einberechnet wird.
Jenes „Vergünstigungssystem“, das „First Steps“ zugutekam, ist auch bekannt als „Audio-Visual Expenditure Credit“. Das klingt ziemlich bürokratisch und kompliziert, bedeutet aber vor allem eins: Studios erhalten eine Rückerstattung vom Fiskus von bis zu 25,5 Prozent ihrer in Großbritannien getätigten Ausgaben.
Größter Marvel-Hit 2025
Die Tatsache, dass „First Steps“ nun doch wesentlich günstiger war, erhöht in der Folge auch den Netto-Gewinn. So wird der Film rund um Reed „Mr. Fantastic“ Richards und Sue „die Unsichtbare“ Storm in der Summe (bzw. der Nachbetrachtung) nochmals deutlich einträglicher als die anderen Marvel-Blockbuster 2025. „First Steps“ spülte wie gesagt insgesamt 522 Millionen in die Kassen – und damit deutlich mehr als „Captain America: Brave New World“ (415 Millionen) und Thunderbolts* (382 Millionen).
Auch im Streaming lief es für „First Steps“ zuletzt gut. So stand „The Fantastic Four: First Steps“ zum Start in 67 Ländern weltweit auf Platz 1 bei Disney+, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lest her alles über den großen Streaming-Erfolg der beliebten Heldentruppe:
In 67 (!) Ländern auf Platz 1: Dieses Marvel-Highlight wollen gerade alle auf Disney+ schauen – und das ist auch kein Wunder