„Nausicaä aus dem Tal der Winde“ vom japanischen Meisterregisseur Miyazaki Hayao („Prinzessin Mononoke“) zählt für die FILMSTARTS-Redaktion zu den besten Fantasyfilmen aller Zeiten. Warum das so ist, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel – oder ihr lasst euch einfach selbst von dem höchst attraktiv animierten und berührend erzählten Meilenstein von 1984 verzaubern.
„Nausicaä aus dem Tal der Winde“ läuft am heutigen 31. Dezember 2025 um 20.15 Uhr auf ProSieben Maxx. Wer heute keine Zeit oder Nerven hat, das Werk in Ruhe zu genießen, kann es aktuell im Rahmen der Flatrate-Programme von Netflix und Joyn PLUS+* streamen. Alternativ ist der FSK-12-Titel auch als Blu-ray und DVD oder als Video-on-Demand* erhältlich:
Falls ihr Amazon-Prime-Kund*in sein solltet, könnt ihr den Anime-Klassiker dort übrigens ebenfalls ohne Aufpreis streamen*. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des ProSiebenFUN-Channels anmelden. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach dem Probezeitraum 3,99 Euro pro Monat fällig.
Die Geburtsstunde des Studio Ghibli
In unserer auf den Bewertungen der FILMSTARTS-Community basierenden Liste der 10 besten Animes aller Zeiten finden sich erstaunliche sechs Arbeiten des 1941 in Tokio geborenen Miyazaki Hayao. Das ist nur ein weiterer Hinweis darauf, dass der Mann ein Genie sein muss. Auch im hohen Alter ist der Filmemacher, Autor, Zeichner und Illustrator noch immer aktiv. Zuletzt erfreute er 2023 seine Millionen Fans auf der ganzen Erde mit dem brillanten Kinofilm „Der Junge und der Reiher“.
Unter all seinen Werken nimmt „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ eine besondere Position ein. Denn der kolossale Erfolg des auf Miyazakis gleichnamigem Manga basierenden Films ermöglichte ihm 1985, das heute weltweit verehrte und extrem erfolgreiche Studio Ghibli mitzugründen. Hier realisiert er seitdem alle seine Filme und unterstützt die Arbeiten anderer Künstler*innen als Produzent, wann und wo er nur kann.
Die von Miyazaki für seine Mangas und den Film geschaffene Welt ist laut Matthias Hopf, dem Verfasser der hervorragende 4,5 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik, zwischen Mittelalter-Märchen und Steampunk angesiedelt. Ohne die heute übliche 3D- und Hightech-Animation ist sie von schlichter, zeitloser Schönheit.
Inmitten eines postapokalyptischen, kriegerischen Szenarios realisiert die Titelheldin, dass es eine friedliche Lösung für jeden Konflikt geben kann, vielleicht sogar muss, wenn die Menschheit eine Zukunft auf diesem Planeten haben soll. Miyazakis wunderbar emotionale und doch auch analytisch denkende Protagonistin ist eine aufrichtige, selbstlose Herrscherin auf der Suche nach universeller Harmonie. Sie mag sehnsüchtigem Wunschdenken vonseiten ihres Schöpfers entsprungen sein – im Kontext ihrer überhöhten fantastischen Umgebung wirkt die Figur der Prinzessin aber nie verklärt oder kitschig.
Die von Miyazaki für den Film erschaffenen, faszinierenden Wesen und Orte haben ebenso wie seine philosophischen Ideen übrigens unter anderem auch James Cameron inspiriert, als dieser seinen Planeten Pandora für die „Avatar“-Saga ausgestaltete. Lasst euch wie er einfach fallen in diesen Film, in seine visuelle Schönheit, seinen ergreifenden Score (Joe Hisaishi) und seine ebenso packende wie berührende Story. Es lohnt sich!
"Nausicaä": Das ist die Story
1.000 Jahre sind seit einem globalen Krieg vergangen, der fast sämtliche Zivilisationen zerstört und eine apokalyptische Umweltkatastrophe verursacht hat. Durch sie ist ein gewaltiger giftiger Pilzwald entstanden, in dem es vor mutierten Rieseninsekten nur so wimmelt. Lediglich in einigen Ecken des Planeten leben noch Menschen – so etwa im Tal der Winde, in dem der Vater von Prinzessin Nausicaä mit Milde und Weitsicht als König herrscht.
Immer wieder unternimmt Nausicaä in ihrem Gleitflieger Expeditionen in die von Fäulnis befallenen Gebiete außerhalb ihrer Heimat. Sie will verstehen, was dort vorgeht, und nach Wegen für eine harmonische Koexistenz suchen. Schon als Kind spürte sie eine geheimnisvolle Verbindung mit der Natur, die ihr auch heute noch ein besonderes Gespür für Tiere und Pflanzen verleiht.
Eines Tages wird das friedliche Tal der Winde allerdings von einem benachbarten Volk brutal angegriffen. Nausicaäs Vater kommt bei dem Kampf ums Leben. Nun liegt es an der noch jungen Prinzessin, ihr Volk zu führen, um das Böse und die Tyrannei zu besiegen. Bald wird Nausicaä klar, dass die Zukunft der gesamten Erde von ihrer Reaktion auf das Geschehene abhängen könnte.
Welchen Film von Miyazaki Hayao sein Regie-Kollege Steven Spielberg besonders bewundert und warum das so ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Michael Bendix:
"Besser als jeder Disney-Film": Das ist der vielleicht größte Animationsfilm aller Zeiten – laut Regie-Legende Steven Spielberg!*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.