Heute ohne Werbung im TV: Einer der besten Filme mit Adam Sandler – vom Macher DES Meisterwerks 2025
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt die Monty Pythons und deren Kult-Komödie "Ritter der Kokosnuss". Doch auch die skurrilen Filme von "Dänische Delikatessen"-Regisseur Anders Thomas Jensen oder Martin McDonaghs "Brügge sehen … und sterben?" haben ihn schon Tränen lachen lassen.

Ihr wollt Adam Sandler mal nicht in seiner typischen Rolle als Ulknudel erleben? Dann schaut euch unbedingt „Punch-Drunk Love“ an. In dem Paul-Thomas-Anderson-Werk liefert der Komiker ganz große Gefühle.

Im ersten Moment mögen diese zwei Namen gegensätzlich wirken: Regie-Ikone Paul Thomas Anderson und Blödel-Comedian Adam Sandler. Doch der Schein trügt, denn insbesondere Anderson war bereits vor der gemeinsamen Zusammenarbeit ein Bewunderer von Sandlers Arbeit – und ahnte, dass der Komiker das Potenzial hat, auch schwierige Rollen zu stemmen. Also bestand er darauf, ihn für seine dramatische Romantik-Komödie „Punch-Drunk Love“ in der Hauptrolle zu besetzen. Eine unerwartete Casting-Entscheidung, denn nach seinem Meisterwerk „Magnolia“ hätte Paul Thomas Anderson mit den absoluten Hollywood-Größen des dramatischen Fachs arbeiten können. Doch seine Wahl fiel auf Adam Sandler.

Und das Risiko hat sich ausgezahlt, denn „Punch-Drunk Love“ ist fast perfektes Emotionskino, das gekonnt den Spagat zwischen emotionaler Komödie und mitreißender Romanze meistert. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, kann am heutigen 20. Januar 2026 einfach ZDFNeo um 22.35 Uhr einschalten – und den Film sogar ohne Werbeunterbrechung genießen. Eine Wiederholung wird in den frühen Morgenstunden des 23. Januar ausgestrahlt. Los geht es hier um 04.30 Uhr. Wer den Film zu jeder Zeit und sogar im Originalton sehen möchte, findet diesen aktuell im Abo von Netflix.

Und darum geht es in "Punch-Drunk Love"

Barry Egan (Adam Sandler) ist ein zurückhaltender und unsicherer Mann, der ein kleines Unternehmen in einer Lagerhalle im San Fernando Valley führt. Seine sieben Schwestern tragen nicht gerade dazu bei, ihm den Alltag zu erleichtern: Wenn sie ihn innerhalb kürzester Zeit mehrfach anrufen, nur um sicherzugehen, dass er zu einer Familienfeier erscheint, wird schnell klar, woher seine Verklemmtheit und soziale Unsicherheit rühren.

Selbst bei einem Anruf bei einer Telefonsexhotline weicht Barry dem eigentlichen Thema aus und verliert sich lieber in belanglosen Gesprächen. Unbedacht gibt er dabei private Informationen preis, was schließlich in einen bizarren Erpressungsversuch mündet und ihn an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt. Kein Wunder also, dass sich seine angestauten Aggressionen gelegentlich explosionsartig entladen: Auf einer Party schlägt er im Zorn einen Spiegel ein, später verwüstet er eine Restauranttoilette – ausgerechnet während eines Dates mit der ebenso schüchternen Lena (Emily Watson), in die Barry sich verliebt hat.

Adam Sandler: Große Gefühle und echt viel Herz

Es ist sofort verständlich, warum Paul Thomas Anderson Adam Sandler für die Rolle des durch soziale Unsicherheiten herausgeforderten und zutiefst einsamen Barry Egan haben wollte. Dessen Spiel wird nicht von ungefähr immer wieder mit der verstorbenen Comedy-Legende Jerry Lewis verglichen, der in seinen Filmen auch oft Verlierertypen mit großem Herz und noch größeren Marotten gespielt hat. Und auch der von Sandler verkörperte Barry ist eigentlich in seinem Inneren ein gutherziger Mensch, der jedoch durch seine unkontrollierbaren Wutausbrüche eine seltsame Unkontrollierbarkeit mitbringt. Für den Zuschauer wird „Punch-Drunk Love“ so eine herrliche Emotions-Achterbahn - bei der sich wunderbar mit dem Protagonisten mitfühlen lässt.

Die Zusammenarbeit mit Paul Thomas Anderson hat Adam Sandler nicht zu einem guten Schauspieler gemacht – das war er vorher schon. Aber erst durch seinen Auftritt in „Punch-Drunk Love“ ist wohl vielen Kinogänger*innen klar geworden, dass der ehemalige SNL-Komiker mehr ist als nur der lustige Pausenclown. Und wer weiß, vielleicht haben wir dieser Besetzungsentscheidung indirekt auch Sandlers Mitwirken in Noah BaumbachsThe Meyerowitz Stories (New and Selected)“ oder dessen großartigen Auftritt in „Der schwarze Diamant“ von Benny und Josh Safdie zu verdanken.

Übrigens hat Paul Thomas Anderson für uns mit „One Battle After Another“ den besten Film 2025 abgeliefert. Welche anderen Werke uns daneben noch überzeugen konnten, findet ihr mit einem Klick auf diesen Link heraus:

Die besten Filme 2025: Ein Action-Meisterwerk knapp vor gleich 3 (!) Horror-Highlights

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