Einer der besten Thriller 2021 ab heute als Serie bei Amazon Prime Video – vom "Saw"- und "Conjuring"-Mastermind
Björn Becher
Björn Becher
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Fan von Hochspannungskino, Thriller dabei lieber als Horror und eine besonders große Liebe für Klassiker von Hitchcock und das Kino der 70er & 80er - vor allem aus Europa.

Gefeiert als einer der besten Thriller zur Corona-Pandemie wurde der Roman „56 Tage“ zum Mega-Bestseller. Ab heute gibt es die Mini-Serien-Adaption von Amazon Prime Video – allerdings mit einer großen Änderung.

Die irische Thriller-Autorin Catherine Ryan Howard verarbeitete die Corona-Pandemie auf ganz eigene Weise. In ihrem auf zwei Zeitebenen spielenden Roman „56 Tage“ findet die Polizei eine übel zugerichtete Leiche in einem Appartement. Knapp zwei Monate vorher lernen sich zwei Menschen im Supermarkt kennen. Als der Corona-Lockdown beginnt, beschließen sie, zusammenzuziehen, um eine Isolation zu vermeiden. Doch was mit viel Sex und Leidenschaft beginnt, nimmt bald einen tödlichen Ausgang.

Das gleich zwei Genres miteinander verknüpfende Buch stürmte die Bestsellerlisten und begeisterte nicht nur die Lesenden, sondern auch die Kritik. In Irland wurde „56 Tage“ zum Krimi des Jahres gewählt, die New York Times setzte das Buch auf ihre renommierte Liste der besten Thriller 2021.

Ab sofort gibt es die Adaption auf Amazon Prime Video im Abo, wo „56 Tage“ als abgeschlossene Mini-Serie mit insgesamt acht Episoden verfügbar ist:

Mini-Serie ohne Corona: Das ist "56 Tage" auf Amazon Prime Video

Ende 2023 gab Amazon Prime Video bekannt, dass man mit Spannungs-Spezialist James Wan und dessen Firma Atomic Monster zusammenarbeitet, um „56 Tage“ als Mini-Serie zu adaptieren. Wan, der Reihen wie „Insidious“, „Conjuring“ und „Saw“ aus der Taufe hob, agierte als Produzent. Die Drehbuchautorinnen Lisa Zwerling („Emergency Room“) und Karyn Usher („Prison Break“) kümmerten sich um die Adaption. Früh wurde entschieden, auf die Corona-Pandemie als Hintergrund zu verzichten und die Geschichte lieber in die Gegenwart zu verlegen.

So ziehen in der Serie „56 Tage“ Oliver (Avan Jogia) und Ciara (Dove Cameron) direkt zusammen, weil sie die Leidenschaft packt, nachdem sie sich in der Supermarktschlange kennenlernen. Kaum eine Sekunde kommen die beiden Liebenden aus dem Bett. Doch Oliver verbirgt eine dunkle Vergangenheit und bald fragt sich Ciara, wer der Mann ist, mit dem sie gerade fast jede Sekunde in seiner Wohnung verbringt. Ihr fallen immer mehr Dinge auf, die nicht zu seinen Erzählungen passen. Doch er versucht, ihr das Gefühl zu vermitteln, sie würde sich Dinge nur einbilden. Dass sie so misstrauisch ist, hat allerdings einen Hintergrund. Denn Ciara ist nicht die, die sie zu sein scheint.

56 Tage später werden Karl Connolly (Dorian Missick) und Lee Reardon (Karla Souza) von der Mordkommission der Bostoner Polizei aufgrund eines Leichenfunds zu einem Appartement mit gerufen. Die tote Person wurde so brutal ermordet und der Körper absichtlich so zersetzt, dass sich direkt nicht einmal mehr feststellen lässt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt...

Klassischer Krimi trifft Erotik-Psycho-Thriller mit einem Rätsel, das bis zum Schluss gewahrt wird

In ihrer Vorlage verbindet Catherine Ryan Howard gleich zwei sehr populäre Genres. Sie erzählt einmal einen Krimi. Innerhalb eines Tages müssen die Cops Karl und Lee herausfinden, was hier passiert ist. Gleichzeitig bedient sie aber auch das Genre des Erotik-Psycho-Thrillers. Es beginnt mit der sexuellen Anziehung zwischen Clara und Oliver, die sie Warnsignale ignorieren lässt. Nach und nach kommen durch diverse Twists dann aber immer mehr dunkle Abgründe ans Licht.

Gelobt wird an der Vorlage nicht nur, wie gut sich diese beiden Seiten ergänzen, sondern auch wie gelungen Howard ihr zentrales Rätsel bis zum Schluss im Unklaren lässt. Wer hat hier wen getötet und warum? Auch für die Serienadaption wurde bereits versprochen, dass man diesen Ansatz beibehalten will und sich erst in den finalen Minuten alles auflösen soll.

Immerhin spannt Amazon Prime Video Thriller-Fans damit nicht zu sehr auf die Folter. Der Streamingdienst, der sonst Serien auch gerne mal mit einer Episode pro Woche nur nach und nach veröffentlicht, stellt ab dem heutigen 18. Februar 2026 direkt alle Episoden zum Binge-Watching zur Verfügung. So könnt ihr euch direkt einen Eindruck davon verschaffen, wie gut sich die beiden Genres auch in Serienform ergänzen.

Nachfolgend haben wir den Trailer auch noch einmal in der englischen Originalfassung für euch:

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