Seit der Ankündigung des „Scrubs“-Revivals drehten sich die Diskussionen unter Fans vor allem um eine zentrale Frage: Welche Stars des Originals kehren zurück – und auf wen müssen wir vorerst verzichten? Wie JD-Darsteller Zach Braff bereits verriet, werden sich die Anhänger*innen wohl mindestens bis zu einer möglichen zweiten Staffel gedulden müssen, um Dr. Bob Kelso und den Hausmeister wiederzusehen.
Am 25. Februar feiert das „Scrubs“-Revival seine Premiere in den USA beim zu Disney gehörenden TV-Sender ABC, ehe es einen Tag später beim Streamingdienst Hulu verfügbar ist. Ein deutscher Starttermin steht bislang noch aus, doch eine zeitnahe Veröffentlichung hierzulande bei Disney+ gilt als wahrscheinlich. Kurz vor dem Release stellt sich nun natürlich die entscheidende Frage: Kann die Neuauflage qualitativ überzeugen?
Fans dürfen optimistisch sein
Die ersten Kritiken zum Revival sind inzwischen erschienen und der allgemeine Tenor fällt überwiegend positiv aus. Viele Stimmen sprechen von einer gelungenen Fortführung der beliebten Krankenhausserie, auch wenn nicht jede*r gleichermaßen begeistert ist von der Rückkehr von JD, Turk (Donald Faison) und Elliot (Sarah Chalke).
Ryan Schwartz von TVLine bringt es folgendermaßen auf den Punkt: „Dies ist eine Wiederbelebung mit einer echten Absicht – und größtenteils genau das, worauf die Fans seit Lazlo Banes ‚Superman‘, das zuletzt eine Folge von ‚Scrubs‘ einleitete, gehofft haben. Ja, der ursprüngliche Titelsong ist zurück. Wichtiger ist aber, dass auch das Herz zurück ist.“
Auch Jennifer Keishin von The Wrap zeigt sich angetan und beschreibt das Revival als „genau die richtige Mischung aus Nostalgie und Aktualisierung. Das ‚Scrubs‘-Revival gehört zu den wenigen Reboots, die ihren Vorbilder gerecht werden, ohne deren Vermächtnis zu beschädigen.“
Nicht alle sind zufrieden mit dem Revival
Deutlich kritischer äußert sich hingegen Alison Herman von Variety. Sie stellt provokant die Frage: „Warum sollte man sich eine Staffel ansehen, die versucht, so nah wie möglich am Original zu bleiben, abgesehen von den unvermeidlichen Auswirkungen der Zeit, wenn man sich einfach das Original selbst ansehen kann?“
Gerade diese Nähe zum Original hebt Greer Riddell von Collider jedoch positiv hervor: „Am beeindruckendsten ist, dass das Revival von ‚Scrubs‘ den unverwechselbaren Stil der Originalserie beibehält. Surreale Cutaways, musikalische Momente und JDs ikonische Traumsequenzen bleiben erhalten und werden durch menschliche Dramen ausgeglichen. Die Patienten wirken weiterhin wie voll ausgearbeitete Charaktere, während JDs sentimentales Voice-Over die tagebuchartigen Reflexionen liefert, die das Original geprägt haben. [...]“
Unterm Strich lässt sich festhalten: Das „Scrubs“-Revival bleibt seinen Wurzeln treu und setzt bewusst auf jene Elemente, die die Serie einst so beliebt gemacht haben – einschließlich der vertrauten Stars, die wohl mühelos in ihre ikonischen Rollen zurückfinden. Gleichzeitig deutet sich an, dass genau diese starke Orientierung am Original für manche ein zweischneidiges Schwert sein könnte: Während viele Fans die nostalgische Rückbesinnung feiern dürften, könnten spürbar neue Impulse auf der Strecke bleiben.
Übrigens: Zach Braff hat in einem Interview bereits erklärt, wie mit dem größten Problem der Fans im Revival umgegangen wird:
"Es ist eine komplett neue Serie": So geht das "Scrubs"-Revival mit dem größten Problem der Fans um