"A Knight Of The Seven Kingdoms": Das Ende von Staffel 1 erklärt – und was es für Staffel 2 bedeutet
Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
An „Game Of Thrones“ zu denken, löst bei Annemarie richtiges „Heimweh“ aus, so verbunden fühlt sie sich mit der Serie. Wie gut, dass es Spin-offs gibt!

Mit Folge 6 ist die erste Staffel des „Game Of Thrones“-Spin-offs „A Knight Of The Seven Kingdoms” zu Ende gegangen. Die zweite Staffel ist bereits in Arbeit und erscheint 2027 auf HBO Max.

HBO Max

Auf eine siebte Folge von „A Knight Of The Seven Kingdoms” werdet ihr vergeblich warten. Nur sechs Episoden kurz ist die erste Staffel des „Game Of Thrones“-Ablegers – und so viel sei jetzt schon verraten: Auch Staffel 2 wird nur sechs Folgen umfassen. Doch erst einmal werfen wir einen Blick auf das Finale der ersten Season mit dem Titel „Der Morgen“ und dessen Bedeutung für die Zukunft der Fantasy-Abenteuer-Serie. Achtung, dabei gibt es natürlich Spoiler!

Die Post-Credit-Scene von Folge 6 erklärt

Die finale Folge wartet sogar mit einer Art Abspann-Szene auf – sie ist nach der Einblendung des Serientitels (dazu gleich mehr!) zu sehen, der die Folge eigentlich abschließt, aber dann kehren wir noch einmal kurz auf den Turnierplatz zurück. Denn nachdem Egg (Dexter Sol Ansell) behauptet hat, sein Vater habe ihm erlaubt, sich Dunk (Peter Claffey) als Knappe anzuschließen, erfahren wir in der nachgeschobenen Szene mit Maekar Targaryen (Sam Spruell), dass dem ganz und gar nicht so ist.

In der Post-Credit-Scene ist zu sehen, wie Maekar wütend nach seinem Sohn Aegon, wie Egg eigentlich heißt, sucht, während die Targaryens Ashford Meadow verlassen. Damit weicht die Serie von George R.R. Martins Buchvorlage ab: Darin gibt Maekar seinem Sohn tatsächlich die Erlaubnis, mit dem Heckenritter aufzubrechen. Diese Änderung bietet aber eine spannende Möglichkeit für Staffel 2: Auf diese Weise könnten einige der bekannten Targaryen-Gesichter zurückkehren, indem zum Beispiel Maekar oder Daeron (Henry Ashton) nach dem entlaufenen Jungen suchen.

"A Knight Of The Nine Kingdoms": Ein neuer Titel ab Staffel 2?

Nachdem Ser Duncan von Egg belehrt wird, dass es neun Reiche in Westeros gibt, obwohl doch immer von den sieben Königslanden die Rede ist, wird die vom Anfang der jeweiligen Folgen bekannte Titelkarte eingeblendet – lautet jetzt aber „A Knight Of The NINE Kingdoms“. Bekommt die Serie ab Staffel 2 etwa einen neuen Namen?

Das hat Showrunner Ira Parker bereits gegenüber der Los Angeles Times dementiert: „Wir ändern nicht den Namen der Serie!“ Vielmehr sei es einfach ein kleiner Gag in einer Serie, die generell einen leichteren Ton anschlägt als „Game Of Thrones“ und „House Of The Dragon“, ein Augenzwinkern an Publikum und an die Fans. Und bei diesen kommt die Frage nach den sieben oder neun Reichen ja gar nicht mal so selten auf.

Übrigens stimmt gewissermaßen beides: Es waren sieben Königreiche, als Aegon der Eroberer diese auf dem Kontinent Westeros unter sich vereint hat – bzw. erst einmal sechs, Dorne kam später dazu. Historisch gesehen sind es also sieben Reiche. Administrativ ist Westeros zum Zeitpunkt der Handlung von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ aber inzwischen in neun Regionen bzw. „Reiche“ unterteilt, die Egg ganz richtig aufzählt: Kronlande, Westlande, Sturmlande, Flusslande, die Eiseninseln, der Norden, die Weite, das Grüne Tal und Dorne.

Ist Ser Duncan kein richtiger Ritter?

In der sechsten Folge wird (so gut wie) bestätigt, was viele Fans, auch der Bücher, die ganze Zeit schon vermutet hatten: Ser Arlan (Danny Webb) hat Dunk sehr wahrscheinlich nie zum Ritter geschlagen. Das erklärt auch, warum Dunk vor Beginn des Urteils der Sieben so herumgeeiert hat, als es darum ging, Raymun Fossoway (Shaun Thomas) zum Ritter zu schlagen – etwas, was jeder Ritter tun kann. Letztendlich hat Lyonel Baratheon (Daniel Ings) diese Aufgabe übernommen. Ein kleiner Restzweifel bleibt natürlich bestehen: Schließlich ist Ser Arlan in der Szene doch nicht gestorben, hätte Dunk also danach noch zum Ritter schlagen können. Doch Dunks bisheriges Verhalten lässt eher darauf schließen, dass dies nie passiert ist.

Für Staffel 2 könnte dies weiteres Konfliktpotenzial bereithalten. Dunk könnte in weitere Situationen geraten, in denen er sich eingestehen muss, dass ihm die Ritterwürde eigentlich fehlt – und letztendlich vielleicht sogar ein Geständnis vor Egg ablegen müssen. Vielleicht wird Dunk nun auch versuchen, das Versäumnis noch nachzuholen und den Ritterschlag an anderer Stelle zu erlangen.

Reise nach Dorne – und zu Tanselle?

Einen wichtigen Hinweis, wo wir Dunk und Egg zumindest zu Beginn der zweiten Staffel von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ antreffen könnten, gibt Egg selbst am Ende der Folge. Er erwähnt, dass er noch nie jenseits der Roten Berge gewesen sei – und dass es in Dorne gute Puppentheater geben soll. Wer im Laufe der Staffel gut aufgepasst hat, weiß, dass Puppenspielerin Tanselle (Tanzyn Crawford), auf die Dunk ein Auge geworfen hat, nach Dorne gegangen ist.

In Staffel 2 könnte es so also ein Wiedersehen mit Tanselle geben, vielleicht entwickelt sich sogar eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Dunk. Damit würde die Serie dann allerdings auch vom Buch abweichen – denn in Martins zweiter Heckenritter-Novelle „The Sworn Sword“ bzw. „Das verschworene Schwert“ trifft Dunk nicht noch einmal auf Tanselle. Übrigens: Alle drei „Heckenritter“-Geschichten sind in Deutschland im Sammelband „Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben“ erschienen.

Staffel 2 ist in Produktion und kommt 2027 zu HBO Max

Und apropos Bücher: Ein Blick in George R.R. Martins Vorlage gibt einem natürlich weitere Hinweise darauf, was uns in Staffel 2 erwartet. Orientierte sich die erste Staffel mit dem Turnier-Setting trotz einiger Änderungen ziemlich nah an Band 1, dürften wir in Staffel 2 dann das erste große gemeinsame Abenteuer von Dunk und Egg sehen, das sie in Band 2 bestreiten.

Darin verschlägt es die beiden nach ihrem Abstecher nach Dorne in die Weite, wo Dunk und Egg in den Dienst von Ser Konstans Osgrau eintreten. Während einer Dürre im Land werden die beiden in einen lange schwelenden Konflikt um Wasserrechte hineingezogen.

Die zweite Staffel von „A Knight Of The Seven Kingdoms” befindet sich bereits in Produktion, George R.R. Martin ist weiterhin als Produzent an Bord. Veröffentlicht werden die neuen Folgen schon 2027, also in einem Jahr – dieser kürzere Zyklus als bei „House Of The Dragon“, wo die Wartezeit auf neue Staffeln zwei Jahre beträgt (Staffel 3 startet im Juni 2026!), soll auch weiterhin beibehalten werden. So soll die dritte Staffel von „A Knight Of The Seven Kingdoms”, die geplant, aber noch nicht offiziell bestellt ist, dann 2028 erscheinen.

Ihr wollt weitere Einblicke in das Staffelfinale von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ bekommen? Dann schaut hier in die FILMSTARTS-Folgenbesprechung auf YouTube rein:

*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren