Was macht Jason Voorhees aus der „Freitag der 13.“-Reihe eigentlich, wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, brunftige Teenager in ihre Einzelteile zu zerlegen? Eine mögliche Antwort lieferte 2024 der ungewöhnliche Horrorfilm „In A Violent Nature“. Der ultrabrutale Slasher wagte nämlich ein formales Experiment: Er erzählte die Geschichte konsequent aus der Perspektive des Killers – und ließ das Publikum ihm dabei zusehen, wie er stoisch und beinahe meditativ durch das Dickicht streift.
Dass „In A Violent Nature“ schnell zur Horror-Sensation avancierte, überrascht kaum. Die eigenwillige Mischung aus kompromisslosem Gorefest und entschleunigt-elegischem Arthaus-Kino fühlte sich nicht nur erfrischend neu an, sondern entwickelte auch eine eigentümlich faszinierende, fast schon hypnotische Sogwirkung. Nun steht mit „In A Violent Nature 2“ die Fortsetzung in den Startlöchern – und ein erster Trailer gewährt bereits einen Vorgeschmack darauf, wohin die Reise diesmal geht.
Das ist "In A Violent Nature 2"
Wie schon beim Vorgänger zeichnet erneut Chris Nash für Regie und Drehbuch verantwortlich. Inhaltlich scheint „In A Violent Nature 2“ die Parallelen zum „Freitag der 13.“-Franchise noch deutlicher herauszuarbeiten: Als zentraler Schauplatz dient diesmal nicht mehr nur der Wald, sondern ein klassisches Sommercamp.
Im Mittelpunkt steht ein junges Mädchen, das die Nacht der Abschlussfeier gemeinsam mit ihrer Schwester – einer Betreuerin des Camps – sowie deren Freund*innen auf dem Gelände verbringt. Die ausgelassene Stimmung kippt jedoch rasch, als sich Unheil ankündigt: Der „Johnny“ genannte Killer (erneut verkörpert von Ry Barrett) taucht auf und setzt seinen Feldzug unerbittlich fort.
Ob „In A Violent Nature 2“ weiterhin strikt an der ungewöhnlichen Killer-Perspektive festhält, die bereits Teil 1 prägte, oder den Blickwinkel erweitert und damit neue erzählerische Akzente setzt, bleibt abzuwarten. Ein konkreter Starttermin für Deutschland steht noch aus, angepeilt ist derzeit jedoch eine Veröffentlichung im Jahr 2026. Aktuell befindet sich der Slasher noch in der Postproduktion.
Ein weiterer Genrebeitrag, den ihr unbedingt im Auge behalten solltet, ist „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“ von Jane Schoenbrun („I Saw The TV Glow“). Den Trailer dazu könnt ihr euch nachfolgend ansehen: