Wenn im Horrorkino menschliche Körper gewaltig (und mit boshaft-amüsanter Wirkung) durch die sprichwörtliche Mangel genommen werden, ist zumeist von einem Splatterfilm die Rede. Doch wo eine eingefleischte Fangemeinde ist, da sind auch haarspalterische Definitionen – so auch in der Welt des empfindliche Mägen keinesfalls schonenden Schund-, Schock- und Schreck-Kinos.
Und so bildete sich letztlich das Genre des Body-Melting-Horrors – also eine Subgattung einzig und allein für Filme, in denen Menschen nicht zerplatzen, sondern den eklig-fiesen Tod durchs Schmelzen erleiden. Der wohl berühmt-berüchtigste Genrevertreter ist „Street Trash“, ein schwarzhumoriger Horror-Kultfilm aus den 1980ern, dem einst in Deutschland die FSK-Freigabe ab 18 Jahren verweigert wurde und der 25 Jahre lang auf dem Index stand.
Mittlerweile erfolgten die Listenstreichung und eine Neuprüfung, weshalb der sanfte Gemüter geflissentlich ignorierende Film nunmehr ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben ist. Und eine oft als Remake bezeichnete, lose auf dem Original aufbauende (sowie gleichnamige!) Fortsetzung gibt es jetzt auch! Wer Lust auf den Menschenschmelz-Meilenstein und sein schleimig-schmieriges Sequel hat, darf sich freuen: Ab dem 26. März 2026 sind das „Street Trash“-Original und die „Street Trash“-Fortsetzung erstmals in Deutschland als 4K-Set erhältlich – uncut, ab 18 und exklusiv im Shop von Plaion Pictures.
PLAION PICTURES
Die beiden „Street Trash“-Filme feiern ihr 4K-Debüt in Form einer limitierten 6-Disc-Edition. Sie enthält „Street Trash“ aus dem Jahr 1987 und „Street Trash“ von 2024 jeweils auf 4K-Disc und Blu-ray sowie eine Blu-ray voller Bonusmaterial und eine Soundtrack-CD. Zum Bonusmaterial zählen diverse Audiokommentare, die Begleitdokumentation „Meltdown Memories“, ein Kurzfilm, ein Musikvideo und vieles mehr.
Darum geht es in "Street Trash"
Im Original-„Street Trash“ entdeckt der Schnapsladenbesitzer Ed (M. D'Jango Krunch) in seinem Keller etliche Flaschen eines dubiosen Gesöffs mit der Aufschrift „Tenafly Viper“. Er verkauft das ätzende, 60 Jahre alte Zeug zum Schnäppchenpreis an die in der Gegend herumlungernden Obdachlosen, um ein paar Kröten dazuzuverdienen.
Damit spielt er unwissentlich dem durchgeknallten Schrottplatzbesitzer Bronson (Vic Noto) in die Karten. Der will die Obdachlosen loswerden, weil sie seinen Arbeitsplatz gegen seinen Willen als Zufluchtsort nutzen. Und „Tenafly Viper“ erweist sich als tödliches Teufelszeug, das alle, die es konsumieren, in Windeseile in farbenfrohe Glibberpfützen verwandelt...
In „Street Trash“ aus dem Jahr 2024 nimmt die Bedrohung aus dem Urfilm eine neue Form an: In einer nahen Zukunft wird im faschistoid regierten Kapstadt erbarmungslos gegen die verarmte Bevölkerung vorgegangen. Wer der Polizei nicht passt, wird gejagt, gefoltert, verdroschen oder ermordet. Um das Straßenbild Kapstadts endgültig den Ansichten des Bürgermeisters Mostert (Warrick Grier) anzupassen, wird auf Basis von „Tenafly Viper“ ein neues Giftgas namens „V“ entwickelt.
Damit sollen Obdachlose und alle anderen, die Mostert oder seinen Schergen nicht in den Kram passen, aus dem Weg geschafft werden – sei es durch direkte Attacken auf offener Straße oder in neu errichteten Sammellagern, auf deren Gelände sich Gaskammern befinden. Doch der gewiefte Junkie Ronald (Sean Cameron Michael) und die kämpferische Alex (Donna Cormack-Thomson) kommen der Verschwörung auf die Schliche...
Und wenn ihr nach J. Michael Muros Körperglibber-Kultfilm und Ryan Krugers Fortsetzung genug vom Clash zwischen drastischen Effekten und wissentlich-abgeschmackter Gesellschaftskritik habt: Schaut danach zum Runterkommen doch unseren folgenden Heimkino-Tipp! Der bietet ebenfalls satirische Ansätze, ist aber deutlich bunter, munterer und flauschiger:
Der beste Disney-Film 2025 kommt ins Heimkino!