„American Monster“ ist einer dieser Filme, die mehr sind als die Summe ihrer Teile. Story, Schauspiel und Effekte sind für sich genommen nämlich nichts, was man nicht schon mal gesehen hätte. Doch in Kombination machen der Cast um „Kill Bill“-Fiesling David Carradine und „Shaft“-Kultmime Richard Roundtree, das Stop-Motion-Spektakel von Effektmeister David Allen („Willow“) und das New Yorker Großstadt-Monster-Movie mit seinen zahlreichen „King Kong“-Querverweisen durchaus Spaß …
… und auch Gorehounds kommen hier auf ihre Kosten. Eines sei an dieser Stelle nämlich noch erwähnt: Der Film stand in Deutschland lange Zeit auf dem Index – und das nicht ohne Grund. Gemessen an heutigen Sehgewohnheiten verwundert es allerdings nicht, dass die Uncut-Version mittlerweile ab 16 Jahren freigegeben ist. Und genau diese feiert am 28. Mai 2026 ihre deutsche Blu-ray-Premiere!
PLAION PICTURES feiert die HD-Premiere in gleich drei Mediabook-Ausführungen. Neben der obigen Sammleredition, die ihr exklusiv bei Amazon bekommt, wird es auch noch zwei weitere Varianten geben, die etwa im hauseigenen Shop des Verleihers erhältlich sind. Die Ausgaben unterscheiden sich lediglich optisch, sind inhaltlich jedoch deckungsgleich – und jeweils mit zwei Blu-rays ausgestattet. Neben dem Hauptfilm sind so auch zahlreiche Bonus Features enthalten, etwa ein Audiokommentar, Interviews, mehrere Featurettes (etwa zur aufwändigen Stop-Motion-Arbeit) sowie ein Booklet.
Das ist "American Monster"
Eine Reihe von grausamen Ritualmorden hält den Big Apple in Atem! Während die Ermittler zunächst im Dunkeln tappen, wird allerdings nach und nach klar, dass hinter dem sinistren Treiben eine geradezu unaussprechlich schreckliche Wahrheit verborgen liegt. Offenbar scheint eine Sekte hinter den Gräueltaten zu stecken – die mit ihren Menschenopfern eine antike Bestie zum Leben erweckten. Vom Dach des Chrysler Buildings aus macht sich das fliegende Monstrum über die Bevölkerung New Yorks her…
Ein Fensterputzer, dem plötzlich der Kopf fehlt, eine Häutung und eine Frau oben ohne, die alsbald in die Fänge der Bestie gerät: Ja, bereits in den ersten zehn Minuten wird ziemlich deutlich, warum der international als „Q: The Winged Serpent“ bekannte Streifen seinerzeit auf dem Index landete. Schockieren dürfte all das heute zwar niemanden mehr, dennoch ist es durchaus bemerkenswert, mit welcher Konsequenz Regisseur Larry Cohen („Die Wiege des Bösen“) hier zu Werke geht. Und vor allem wenn die titelgebende Kreatur sich in den luftigen Höhen der Wolkenkratzerstadt über ihre Opfer hermacht und dabei fast in so etwas wie eine Parallelwelt entführt, die hoch oben über den Straßenschluchten existiert, macht das alles großen Spaß.
Nicht falsch verstehen: „American Monster“ ist kein Monster-Meilenstein, den man gesehen haben muss – und wirkt (etwa mit seinen verwackelten Handheld-Bildern) hier und da fast schon amateurhaft. Doch gerade wer etwas für Creature Features und Stop-Motion übrig hat, kann damit eine durchaus sehenswerte Bildungslücke schließen. Bald auch in HD.
Um einen anderen Fantasy-Kultfilm, von dem heute jedoch kaum noch jemand spricht, geht es im nachfolgenden Artikel:
2,5 Millionen Zuschauer in Deutschland: Dieses Fantasy-Abenteuer war ein riesiger Hit – trotzdem ist es heute fast vergessen!Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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