„Die Braut des Prinzen“ ist ein echtes Kult-Phänomen – vergleichbar mit der „Rocky Horror Picture Show“ oder den „Blues Brothers“. In vielen Teilen der Welt stürmen Fans bis heute die Programmkinos, um bei interaktiven Aufführungen inklusive Kostümen und dem Mitsprechen beziehungsweise Mitspielen der Szenen dabei zu sein. Auch „Game Of Thrones“-Autor George R.R. Martin liebt den Streifen von 1987 heiß und innig. Seine Gründe dafür erfahrt ihr etwas weiter unten in diesem Artikel.
„Die Braut des Prinzen“ ist ab sofort Teil des Flatrate-Programms von Disney+. Abonnent*innen können den FSK-6-Titel dort ohne Aufpreis streamen:
Die Hauptrollen verkörpern Cary Elwes („Saw“) und Robin Wright („Forrest Gump“). Außerdem in wichtigen Parts dabei: Mandy Patinkin („Homeland“), Chris Sarandon („Hundstage“), Christopher Guest („This Is Spinal Tap“), Wallace Shawn („Young Sheldon“) und Billy Crystal („Harry und Sally“). Die in unserer realen Welt spielende Rahmenhandlung bestreiten Fred Savage („Wunderbare Jahre“) und „Columbo“-Legende Peter Falk.
Das ist die Story von "Die Braut des Prinzen"
Ein Großvater (Peter Falk) liest seinem krank im Bett liegenden Enkel (Fred Savage) dessen Lieblingsgeschichte vor: Dabei handelt es sich um das Märchen vom armen, aber mutigen Stalljungen Westley (Cary Elwes) und der schönen Buttercup (Robin Wright) im Königreich Florin. Damit er seiner Angebeteten ein ihrer Anmut angemessenes Leben bieten kann, zieht Westley in die weite Welt hinaus.
Als er nicht zurückkehrt, befürchtet die junge Frau, dass ihr Verehrer umgekommen sei und schwört der Liebe ab. Gegen ihren Willen wird sie fünf Jahre später aber zur Braut von Humperdinck (Chris Sarandon), dem Prinzen des Nachbarreichs, erwählt. Bevor es jedoch zur Heirat kommen kann, wird Buttercup von Banditen (u. a. Mandy Patinkin) entführt und auf ein Schiff verschleppt.
So wollen die Bösewichte einen Krieg zwischen den benachbarten Königreichen anzetteln. Doch plötzlich taucht ein mysteriöser Fremder auf, der Buttercup aus den Fängen der Gesetzlosen befreit. Es ist Westley, der wie durch ein Wunder überlebt hat. Doch gerade, als alles gut zu werden scheint, geschieht schon das nächste Unglück …
Laut George R.R. Martin der zweitbeste Fantasy-Film aller Zeiten
Der Streifen von Regisseur Rob Reiner („Stand By Me“) ist ein herrlich ironischer Mix aus Fantasy-Märchen und Mantel-und-Degen-Abenteuer. Das Ganze basiert auf einem in der deutschen Übersetzung „Die Brautprinzessin“ betitelten Roman von William Goldman („Die Unbestechlichen“), der auch selbst das Drehbuch schrieb. Die internationale Kritik reagierte zum Kinostart begeistert. Noch immer hält der Film bei der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes eine Quote von 93 Prozent positiver Rezensionen (Stand 2. April 2026).
Zu den vielen prominenten Fans des Werkes zählt auch George R.R. Martin, der Autor von „Game Of Thrones“. Als der Brite 2017 von der US-Nachrichten-Website The Daily Beast um eine Liste seiner zehn liebsten Fantasy-Filme gebeten wurde, setzte er „Die Braut des Prinzen“ auf einen sensationellen zweiten Platz. So rangiert er Martins Ansicht nach noch vor Genre-Monumenten wie „Der Zauberer von Oz“, „Der Tag des Falken“ oder dem französischen Schwarzweiß-Klassiker „Es war einmal“. Allein Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“-Trilogie, die Martin als einen (sehr) langen Film betrachtet, thront über ihm.
Zur Begründung schrieb das „Game Of Thrones“-Mastermind: „Der Roman von William Goldman aus dem Jahr 1973 war ein Genuss und Rob Reiners Verfilmung […] brachte ihn meisterhaft auf die Leinwand. Da Goldman die Adaption selbst übernahm, gelang es dem Film, den gesamten Charme und Witz des Buches einzufangen – keine leichte Aufgabe. Zudem war das Casting perfekt. […] Es wäre [für mich] unvorstellbar gewesen, diesen Film nicht auf die Liste zu setzen.“
Überzeugt euch diese Lobeshymne aus berufener Feder heute Abend „Die Braut des Prinzen“ zu schauen? Bis es so weit ist, könnt ihr aber vielleicht flugs noch etwas über Mr. Martins Involvierung in ein neues Fantasy-Großprojekt lesen:
200 Seiten als Bewerbung! So dringend wollte der "28 Years Later"-Autor beim neuen Fantasy-Blockbuster von George R.R. Martin mitmachen*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.