Heute erstmals im TV: Brachiales Kriegs- & Action-Geballer mit drei "Expendables"-Stars – ungeschnitten!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Ihr habt Lust auf einen taffen Thriller mit Rache-Action und bleihaltigen, mit Explosionen versehenen Kriegsszenen? Eine perfide Regierungsverschwörung und eine Reihe bekannter Stars dürfen obendrein dabei sein? Dann schaut doch am Abend „Section 8“:

Karten auf den Tisch: „Section 8“ ist kein hochbudgetierter Blockbuster, sondern ein klassischer B-Reißer. Für einen solchen ist das Werk von „Lights Out“-Regisseur Christian Sesma aber mit einer ganzen Reihe bekannter und vor allem im Genre sehr erfahrener Namen prima besetzt.

Um wen es sich dabei handelt und ob sich das Einschalten des Streifens unserer Meinung nach lohnt, erfahrt ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaut einfach mal selbst rein, wenn der Streifen am Abend seine deutsche Free-TV-Premiere erlebt:

„Section 8“ läuft am heutigen 9. April 2026 um 22.05 Uhr auf Tele 5. Aufgrund der recht späten Ausstrahlung darf der FSK-16-Titel sogar ungeschnitten gezeigt werden. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 13. auf den 14. April um 0.25 Uhr. Alternativ könnt ihr den Film aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei MagentaTV streamen. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann zudem auf ein (4K-)Video-on-Demand ausweichen:

Lohnt sich das Einschalten bei "Section 8"?

Wer auf nicht allzu komplex erzählte, dafür knallharte Action mit einer vielleicht etwas konstruiert präsentierten, speziell vor dem Hintergrund des aktuellen politischen Klimas in den USA aber auch nicht komplett unglaubwürdigen Verschwörung steht, dürfte von „Section 8“ angemessen unterhalten werden. Denn das Wichtigste – die Action! – stimmt. Die diversen Set-Pieces werden natürlich (heutzutage offenbar nahezu unumgänglich) durch CGI-Einsatz unterstützt. Vieles davon ist aber tatsächlich noch handgemacht und von Stunt-Koordinator Luke LaFontaine (war immerhin an Großprojekten von „Karate Kid“ über „Master & Commander“ bis „Iron Man“ beteiligt) ansehnlich choreografiert.

Einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Gelingen von „Section 8“ hat zudem der Cast. Als Protagonist erwartet euch der bisher nicht wirklich als Actionheld aufgefallene Ryan Kwanten aus der erfolgreichen Vampir-Serie „True Blood“, der den Job aber völlig adäquat erledigt. An seiner Seite sind unter anderem die „Expendables“-Stars Dolph Lundgren („Rocky IV“) und der einstige Oscarkandidat Mickey Rourke („The Wrestler“) zu sehen. Ein dritter Recke aus Sylvester Stallones Allstar-Reihe taucht in Person des britischen Martial-Arts-Experten Scott Adkins („Doctor Strange“) zwar nur vergleichsweise kurz, dafür aber extrem effektiv als gnadenlose Killermaschine auf.

Section 8
Section 8
Starttermin 15. Mai 2023
Von Christian Sesma
Mit Scott Adkins, Dermot Mulroney, Mickey Rourke
User-Wertung
3,1

Im letzten Drittel gibt es einen schön fiesen Twist in der Handlung. Ansonsten ist das Skript von Genre-Vielschreiber Chad Law („Shrapnel“, „The Flood“, „Exit Protocol“) allerdings eher ein Schwachpunkt des Films. Das fängt schon bei den gelegentlich arg platt wirkenden Dialogen an, manifestiert sich aber vor allem in Form von ein paar Story-Durchhängern im Mittelteil sowie zahlreicher müder Klischees, die Gangster, schmierig-korrupte Regierungsbeamte und traumatisierte Ex-Soldaten betreffend. Wenn man diesen Umstand jedoch akzeptiert beziehungsweise bereit ist, ihn zu ignorieren, lässt sich mit „Section 8“ durchaus Spaß haben.

"Section 8": Das ist die Story

Vor fünf Jahren überlebten US-Marinesoldat Jake Atherton (Ryan Kwanten) und sein Vorgesetzter Colonel Tom Mason (Dolph Lundgren) nur knapp einen fatal schiefgelaufenen Militäreinsatz in Afghanistan. Seitdem arbeitet Jake in der Autowerkstatt seines Onkels Earl (Mickey Rourke) und versucht so eher schlecht als recht für seine Frau Ashton (Kimi Alexander) und den gemeinsamen Sohn Weston (Noah Alexander Sosnowski) zu sorgen.

Als Earl wegen ausstehender Schulden schikaniert wird, greift sein kampferprobter Neffe ein und vertreibt die Gangster. Als er dann aber eines Abends nach Hause kommt, muss er zu seinem Entsetzen sehen, dass seine Familie ermordet wurde. Rasend vor Wut tötet Jake jedes Bandenmitglied, das er findet. Nach diesem Racheakt wird er verhaftet und arrangiert sich damit, den Rest seines Lebens in einer Zelle zu verbringen. Doch dann bietet sich ihm eine unerwartete zweite Chance.

Denn plötzlich taucht der sich mysteriös gebende Ramsey (Dermot Mulroney aus „Die Hochzeit meines besten Freundes“) im Gefängnis auf. Dieser stellt sich ihm als Kopf von Section 8 vor – einer Black-Ops-Einsatztruppe, die geheime Aufträge für die Regierung erledigt. Ramsey bietet Jake an, freizukommen, sollte er sich dem Team anschließen. Der nimmt das Angebot etwas widerwillig an und wird schon bald mit der Realität seiner neuen Arbeit konfrontiert – das Eliminieren hochrangiger Zielpersonen im Ausland, aber auch einheimischer Systemgegner…

Im folgenden Artikel geht es um einen legendären Action-Regisseur, seinen zu den Allergrößten des Genres gehörenden Star und ihren gemeinsamen Film aus den 1980ern, der hierzulande endlich nicht mehr auf dem Index steht:

Nicht mehr indiziert: Einer der besten Actionfilme aller Zeiten erhält endlich Uncut-Freigabe – nach fast 40 Jahren!

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