Streaming-Tipp: Brachiale FSK-18-Action mit Johnny Depp in einer seiner coolsten Rollen
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Robert Rodriguez, später bekannt für Filme wie „From Dusk Till Dawn” oder „Sin City”, hat ein Händchen für verwegene Figuren. In „Irgendwann in Mexico” durfte Johnny Depp in eine seiner wohl coolen Rollen schlüpfen – unser Streaming-Tipp:

Mit „El Mariachi” machte Robert Rodriguez 1992 erstmals so richtig von sich reden: Der Low-Budget-Streifen (dessen Budget Rodriguez teilweise mit Medikamenten-Tests aufbrachte), überzeugte vor allem mit visueller Finesse, Tempo und Humor. Mit „Desperado” und „Irgendwann in Mexico” setzte Rodriguez seine Trilogie rund um Mariachi, einen Musiker, der in die Gangsterwelt hineingezogen wird, fort.

Wer Lust auf knappe fünf Stunden Action hat, der kann schon mal die Nachos bereitstellen und sich die gesamte Trilogie bei Amazon auf Blu-ray* holen. Alternativ findet ihr die Titel auch einzeln für ein paar Euro als Video-on-Demand auf unter anderem Amazon Prime Video. Ans Herz legen möchten ich euch heute vor allem „Irgendwann in Mexico”, der neben Johnny Depp, Willem Dafoe und Mickey Rourke ein Who is Who der lateinamerikanischen/spanischen Prominenz versammelt: Antonio Banderas trifft auf Salma Hayek trifft auf Eva Mendes trifft sogar auf den Latino-Barden Enrique Iglesias:

Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr „Irgendwann in Mexico“ unter dem obigen Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Movie-Dome-Channels* anmelden. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach dem Probezeitraum 4,99 Euro pro Monat fällig.

Das ist "Irgendwann in Mexico"

Der skrupellose CIA-Agent Sands (Johnny Depp) will den bevorstehenden Sturz des mexikanischen Präsidenten (Pedro Armendáriz) für sich nutzen, um eine neue Regierung auf den Plan zu rufen und bemüht sich um ein Bündnis zwischen Drogenbaron Barillo (Willem Dafoe) und General Marquez (Gerardo Vigil).

Um ein zusätzliches Ass im Ärmel zu haben, möchte er an den sagenumwobenen Gitarrenspieler El Mariachi (Antonio Banderas) ran, der nach Rache für seine ermordete Frau Carolina (Salma Hayek) und Tochter sinnt. Mit dem Ex-FBI-Agenten Jorge (Rubén Blades), der schönen Ajedrez (Eva Mendes), die undercover für eine Spezialeinheit mitmischt und weiteren Figuren ist das Spiel komplett – und es wird intrigiert und geballert, was das Zeug hält!

Action satt, Story naja

Meiner Meinung nach sind ein paar Figuren zu viel auf dem Brett, und so richtig durchkomponiert wurden die Story und auch die Charaktere nicht. Der Film hat so viele Handlungsstränge, dass es mitunter schwerfällt, den Überblick zu behalten. El Mariachi, der eigentlich die zentrale Figur der Trilogie ist, rückt oft in den Hintergrund, während die politischen Intrigen und die Machenschaften der verschiedenen Nebencharaktere viel Raum einnehmen.

Um die Handlung soll es hier primär ja aber nicht gehen - und Freund*innen der gepflegten Action werden an vielen, in typisch Rodriguez'scher Handschrift getränkten, Szenen sicherlich ihre Freude finden. Da fliegen die Kugeln und explodieren Häuser und Tanks in comichafter Überzeichnung, da wirft Salma Hayek ihre Messer mit Präzision und die Choreografien sind durchgetaktet zu mexikanischer Gitarrenmusik, dass man um ein Schmunzeln nicht umhin kommt.

Irgendwann in Mexico
Irgendwann in Mexico
Starttermin 25. September 2003 | 1 Std. 42 Min.
Von Robert Rodriguez
Mit Mickey Rourke, Eva Mendes, Danny Trejo
User-Wertung
3,4
Filmstarts
3,5

Johnny Depp killt alles

Der größte Gewinn ist jedoch Johnny Depp, der sich mit Banderas als El Mariachi in Coolness duelliert und den Film mitunter durch seine komödiantischen Auftritte rettet. Mit immer neuen Accessoires betritt er als exzentrisch-doppelbödiger Agent Sands die Bildfläche und killt, ohne mit der Wimper zu zucken – und sei es, weil dem Koch eines Restaurants das Essen einfach zu gut gelungen ist.

Für ein perfektes Finale reicht es insgesamt zwar nicht, zumal die Indie-Energie der Anfänge auf der Strecke verloren gegangen ist: Das Budget von „Irgendwann in Mexico” beträgt das Vierfache des ersten Teils. Damit ist der dritte Teil der Mariachi-Trilogie vielmehr eine Steigerung ins Superlative der ersten beiden, als ein runder Abschluss. Aber macht nichts: Fans von übertriebenen Schießereien, epischen Rachegeschichten und charismatischen Schurken kommen hier allemal auf ihre Kosten.

Ihr wollt noch mehr Johnny Depp? Dann schaut fix in den folgenden Artikel rein:

Heute Abend streamen: Diesen Film mit Johnny Depp gab es jahrelang nicht in Deutschland zu sehen

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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