Diese Western-Serie wurde auf der legendären Ranch von John Wayne gedreht: 20 Wochen Drehzeit und mehr als 9.000 Statisten!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Filme gehen für ihn fast immer vor Serien. Doch es gibt Ausnahmen: In den letzten 10 Jahren hat er wenig Besseres gesehen als David Lynchs "Twin Peaks"-Revival – und nach dem Motto "Besser spät als nie" wühlt er sich gerade durch sämtliche "Friends"-Staffeln.

Vor elf Jahren ist eine starbesetzte Mini-Serie erschienen, sich sich um die Folgen der Schlacht von Alamo drehte. Die Kritiken fielen verhalten aus – doch in anderer Hinsicht war „Texas Rising“ ein voller Erfolg!

Der mexikanische Bundesstaat Durango und das Western-Kino sind untrennbar miteinander verbunden. Als „Hollywood der Wüste“ bekannt, diente diese Region ab dem Jahr 1954 als Kulisse für mehr als 100 Filme des uramerikanischen Genres. John Wayne realisierte dort vier Produktionen, und auch Klassiker wie „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ oder „Ein Mann, den sie Pferd nannten“ nutzten die eindrucksvolle Landschaft als Schauplatz.

San Vicente Chupaderos, Rancho La Joya und der Paseo del Viejo Oeste sind Orte, die Western-Fans bestens vertraut sind – deshalb entschieden sich vor elf Jahren auch die Macher der Miniserie „Texas Rising“, ihre rund 20 Wochen umfassenden Dreharbeiten in Mexiko stattfinden zu lassen.

Texas Rising
Texas Rising
Starttermin 2015-05-25
Serie: Texas Rising
Mit Bill Paxton, Olivier Martinez, Jeffrey Dean Morgan
User-Wertung
2,9

„Texas Rising“ feierte im Jahr 2015 auf dem History Channel seine Premiere. Mittlerweile ist der Fünfteiler etwas in Vergessenheit geraten, dabei waren zahlreiche prominente Namen an dem Projekt beteiligt: Regie führte etwa Roland Joffé, der unter anderem das mit drei Oscars ausgezeichnete Kriegsdrama „The Killing Fields – Schreiendes Land“ (1984) sowie das Historien-Abenteuer „Mission“ (1986) mit Robert De Niro und Jeremy Irons verantwortet hatte.

Vor der Kamera standen Stars wie Bill Paxton („Titanic“), Jeffrey Dean Morgan („The Walking Dead“), Ray Liotta („GoodFellas“), Brendan Fraser („Die Mumie“), Olivier Martinez („Dark Tide“) oder Thomas Jane („The Punisher“).

Das ist "Texas Rising"

„Texas Rising“ dreht sich um die Ereignisse nach der berühmten Schlacht von Alamo während des texanischen Unabhängigkeitskrieges. Erzählt wird der Kampf von General Sam Houston (Bill Paxton) gegen die mexikanische Armee sowie die Entstehung der Texas Rangers in einem von Grenzkonflikten geprägten Umfeld.

Das Echo der Fachpresse war eher negativ – davon zeugt ein Score von gerade einmal 19 Prozent bei Rotten Tomatoes. Grund dafür sind unter anderem historische Ungenauigkeiten, eine stark vereinfachte Darstellung des zentralen Konflikts sowie der häufige Rückgriff auf stereotype Figurenzeichnungen. Doch für Durango war die Serie ein klarer (wirtschaftlicher) Gewinn.

9.000 Statisten, 5.000 Pferde, 1.500 Fahrzeuge – und 45 Millionen Dollar!

Laut offiziellen Angaben des Tourismusministers José Ángel Reynoso und des Produzenten José Ludlow sorgte das Projekt in der Region für Einnahmen in Höhe von rund 45 Millionen US-Dollar. Diese erhebliche Investition schuf viele temporäre Arbeitsplätze – insbesondere in Hotels, Restaurants, im Transportwesen und im Tourismussektor. Einige konkrete Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Produktion: Mehr als 9.000 lokale Statisten, rund 5.000 Pferde sowie 1.500 Fahrzeuge kamen zum Einsatz, um „Texas Rising“ vor die Kamera zu bringen.

Geografisch erstreckte sich der Dreh über 90 Orte in verschiedenen Gemeinden, darunter Durango, Pueblo Nuevo, Nombre de Dios und Canatlán. Eine der legendärsten Locations ist das berühmte Rancho La Joya – einst das Anwesen von niemand Geringerem als Wildwest-Ikone John Wayne. Dort arbeitete ein 90-köpfiges Team fünf Wochen lang ununterbrochen, um mit Lehmziegeln und Holz beeindruckende Filmkulissen zu errichten.

Den kulturellen Nachhall der großen John-Wayne-Western erreichte „Texas Rising“ trotz des betriebenen Aufwands nicht annähernd. Welchen Film der „Duke“ für sein Meisterwerk hielt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Dieses Western-Meisterwerk bezeichnete John Wayne als seinen Lieblingsfilm: "Ich habe einen ziemlich guten Job gemacht"

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Ein ähnlicher Artikel ist bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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