TV-Premiere: In dieser Thriller-Fortsetzung vor grandioser Naturkulisse verschwindet ein "The Last Of Us"-Star im Wald
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Aaron Falk ermittelt wieder! Nachdem er es in „The Dry“ mit einem grausamen Doppelmord zu tun bekam, muss er in „The Dry 2“ das mysteriöse Verschwinden einer jungen Frau aufklären. Heute feiert der Thriller seine Free-TV-Premiere.

Fans klassischer Spannungsliteratur dürfte der Name Jane Harper bestens vertraut sein. Mit ihren in Australien angesiedelten Thrillern landete sie mehrere Bestseller, von denen einige inzwischen auch verfilmt wurden. In „The Dry – Die Lügen der Vergangenheit“ übernimmt Eric Bana die Rolle des aus den Romanen bekannten Bundesagenten Aaron Falk. In Deutschland schaffte es der Film allerdings nie regulär ins Kino, sondern erschien 2021 direkt auf Blu-ray und DVD.

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch die erneut von Robert Connolly inszenierte Fortsetzung „The Dry 2: Force Of Nature“, die auf der Romanvorlage „Ins Dunkel“ basiert. Auch dieser wurde hierzulande im Mai 2024 ohne Kinostart direkt fürs Heimkino veröffentlicht – und geriet dabei etwas unter dem Radar. Wer den ersten Teil gesehen hat oder einfach Lust auf einen soliden Thriller verspürt, bekommt nun eine bequeme Gelegenheit: „The Dry 2“ läuft heute, am 18. Mai, ab 23.45 Uhr gänzlich ohne Werbeunterbrechungen im ZDF.

Darum geht’s in "The Dry 2"

Es ist ein rauer, alles andere als idyllischer Morgen in den nebelverhangenen Wäldern der Dandenong Ranges im Südosten Australiens. Nach heftigen Regenfällen stolpern Jill (Deborra-Lee Furness), Beth (Sisi Stringer), Bree (Lucy Ansell) und Lauren (Robin McLeavy) völlig durchnässt, zitternd vor Kälte und teils verletzt aus dem dichten Unterholz zurück in die Zivilisation. Panik liegt in der Luft, denn eine aus ihrer Gruppe fehlt: Alice („The Last Of Us“-Star Anna Torv). Während die örtliche Polizei Mühe hat, sich durch das unwegsame Gelände zu kämpfen, wird rasch klar, dass dieser Vorfall größere Kreise zieht.

Die Bundesbehörden übernehmen den Fall, als bekannt wird, dass die Vermisste als Whistleblowerin in eine heikle Angelegenheit verwickelt war. Agent Aaron Falk (Eric Bana) und seine Kollegin Carmen Cooper (Jacqueline McKenzie) werden entsandt, um die Suche zu leiten. Besonders brisant: Alices letzter Anruf galt offenbar Falk selbst. Nun stellt sich die drängende Frage, was ihr in der Wildnis zugestoßen ist – und ob hinter ihrem Verschwinden mehr steckt als ein tragischer Unfall.

Eine durchwachsene Fortsetzung

Falls ihr „The Dry“ bislang noch nicht gesehen habt, könnt ihr bei „The Dry 2“ dennoch einen Blick riskieren, denn inhaltlich haben die beiden Filme nichts miteinander zu tun. Das verbindende Element ist lediglich Aaron Falk, der in beiden Thrillern die Hauptrolle übernimmt – und von einem wie gewohnt überzeugenden Eric Bana verkörpert wird.

Der Australier zählt auch diesmal zu den klaren Stärken von „The Dry 2“. Sein raues, ungeschliffenes Charisma, das immer wieder durch feine zwischenmenschliche Nuancen aufgelockert wird, sorgt dafür, dass man sich als Zuschauer*in zumindest an einer interessanten Figur festhalten kann. Darüber hinaus entpuppt sich die Fortsetzung jedoch als zäh. Wo der erste Teil nicht nur durch seinen Kriminalfall, sondern auch durch die persönliche Geschichte Aaron Falks punktete, der nach Jahren in seine Heimat zurückkehrt und in einen emotional aufgeladenen Fall hineingezogen wird, wirkt „The Dry 2“ überladen und unausgewogen.

Düstere Machenschaften von CEOs, Ränkespiele innerhalb der örtlichen Polizei und Rückblenden zu früheren Ereignissen überfrachten die Handlung, sodass es dem Film nur selten gelingt, echte Spannung aufzubauen. Zu viele Nebenstränge lenken von der eigentlichen Geschichte ab und nehmen ihr die nötige Dringlichkeit respektive Klarheit.

Was man „The Dry 2“ jedoch eindeutig zugutehalten muss, ist sein Schauplatz. Während der erste Teil in einer völlig ausgedörrten Kleinstadt spielte, in der die Sonne jedes Detail in ein lebloses Braun tauchte, verlegt die Fortsetzung das Geschehen in die sattgrünen, regengetränkten Wälder der Dandenong Ranges östlich von Melbourne. Die gigantischen Mountain-Asch-Bäume, üppigen Farnschluchten und dichten Nebelschwaden bilden nicht nur einen klaren Kontrast zum Vorgänger, sondern liefern zugleich einen atmosphärisch wie visuell eindrucksvollen Rahmen für die Geschichte.

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