7.500 Komparsen, ein 20.000m² großes Set und 20 Tierrassen: Aufwändiges Mittelalter-Epos kehrt ins Heimkino zurück
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Über sechs Stunden Dramatik und Action in einem historischen Setting: Die kostspielige Miniserie „Die Tore der Welt“ nach Ken Folletts gleichnamigem Bestseller erhält demnächst eine Heimkino-Neuauflage auf Blu-ray.

Der vielfach preisgekrönte Erfolgsschriftsteller Ken Follett sorgt seit den 1970ern für oftmals umfangreichen Lesestoff. Seinen Durchbruch feierte er mit dem Kriminalthriller „Die Nadel“, am berühmtesten dürfte aber seine Kingsbridge-Reihe sein, die aus fünf komplexen Historienromanen besteht. In den 2010er-Jahren war Folletts Name zudem ein TV-Publikumsmagnet:

Im Laufe der Dekade sorgten mehrteilige Fernsehadaptionen seiner Bestseller für hohe Einschaltquoten – und mitunter dank des aufgefahrenen Pomps für erstaunte Kritiken. Das gilt auch für die 2012 veröffentlichte, international besetzte „Die Tore der Welt“-Miniserie, die in Österreich im ORF und in Deutschland in Sat.1 gezeigt wurde.

Falls ihr die prunkvolle Romanadaption nachholen oder endlich wieder schauen möchtet, bietet sich demnächst eine neue Gelegenheit dazu. Denn am 23. Juli 2026 erhält „Die Tore der Welt“ eine Blu-ray-Neuauflage im deutschen Heimkino – Vorbestellungen sind bereits möglich!

Die mit viel Aufwand produzierte Miniserie feierte bereits 2012 ihre deutsche Blu-ray-Premiere, allerdings ist diese Auflage längst nur noch (zu teils hohen Preisen) auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich. Als Extras für das kommende 2-Disc-Set sind Interviews und ein Making Of angekündigt.

Darum geht es in "Die Tore der Welt"

England zu Beginn des 14. Jahrhunderts: Das Land steht aufgrund der Wirren des Hundertjährigen Krieges gegen Frankreich und der unerbittlichen Pest Kopf. Dann stürzt auch noch die wichtigste Zugangsbrücke zur Stadt Kingsbridge ein! Im daraufhin entstehenden Chaos versuchen die Heilerin Caris (Tom Weston-Jones) und der Zimmermann Merthin (Charlotte Riley), ihre modernen Ansichten bezüglich Medizin und Architektur zu verbreiten, und zugleich allem Trubel zum Trotz ihre junge Liebe zueinander zu bewahren...

Geklotzt, nicht gekleckert

Die Regie bei der etwa 370 Minuten Laufzeit aufweisenden TV-Miniserie übernahm Michael Caton-Jones, der zuvor unter anderem den Actionthriller „Der Schakal“ mit Bruce Willis inszenierte. Dem Schotten stand das damals für ein TV-Projekt imposante Budget von 46 Millionen Dollar zur Verfügung, für das unter anderem ein 20.000 Quadratmeter großes Set in Budapest errichtet wurde.

Dieser umfangreiche Kulissenbau diente dazu, den im Roman so wichtigen Markt von Kingsbridge ins TV zu hieven. Belebt wurde er mit bis zu 7.500 Kompars*innen, laut damals von Sat.1 der Presse zur Verfügung gestellten Produktionsnotizen sind in der TV-Miniserie zudem 20 verschiedene Tierrassen zu sehen. Der menschliche Cast besteht derweil aus 80 Sprechrollen, die Crew bezifferte sich wiederum auf 270 Personen.

Zu den bekanntesten Besetzungsmitgliedern der deutsch-kanadischen Gemeinschaftsproduktion zählen „Hellboy“-Mime Rupert Evans, „Die Toten vom Bodensee“-Darstellerin Nora Waldstätten, „Sex And The City“-Veteranin Cynthia Nixon, Miranda Richardson („Harry Potter“-Reihe), „Downton Abbey“-Darsteller Tom Cullen, „Game Of Thrones“-Mimin Indira Varma und Tatiana Maslany.

Die „She-Hulk“-Hauptdarstellerin gehört auch zur Besetzung eines von Stephen King hoch gelobten, blutig-schwarzhumorigen Horrorfilms. Den haben wir euch anlässlich seines Sprungs ins Streaming genauer vorgestellt:

"So etwas habt ihr noch nie gesehen": Von Stephen King gefeierter Horrorfilm jetzt neu im Streaming-Abo

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