Jane Schoenbruns bisherige Spielfilme waren der experimentelle Body-Horror „We're All Going To The World's Fair“ und die Coming-of-Age-Fantasy-Trans-Allegorie „I Saw The TV Glow“, die in der FILMSTARTS-Kritik die seltene Höchstwertung von 5 Sternen und auch sonst absolut fantastische Kritiken erhielt. Die Filmwelt war also sehr gespannt auf Schoenbruns nächsten Film – zumal dieser den vielversprechenden Titel „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“ trägt und von Schoenbrun bereits früh als „eine pestartige Sintflut aus Blut, Eingeweiden und allerlei anderen Flüssigkeiten“ beschrieben wurde.
Nachdem wir „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“ bei seiner Weltpremiere in Cannes gesehen haben, können wir bestätigen, dass sich das Warten definitiv gelohnt hat. Hervorragende 4,5 von 5 Sternen hat FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner Kritik vergeben für ein „schamlos-spaßiges Meta-Horror-Experiment“, das zwar im Kern ein gendertheoretisches Proseminar ist, aber wesentlich zugänglicher verpackt als noch bei Schoenbruns vorherigen Filmen.
„‚Teenage Sex And Death At Camp Miasma‘ als Meta-Film über Zeltlager-Slasher von ‚Sleepaway Camp‘ bis ‚Freitag, der 13.‘ zu bezeichnen, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts“, schreibt Christoph so auch in seiner Kritik einleitend. Denn der Horrorfilm ist zwar eine wunderbare Liebeserklärung an das Genre, aber gleichzeitig auch noch so viel mehr:
Die Handlung von "Teenage Sex And Death At Camp Miasma"
In „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“ soll die queere Regisseurin Kris („Hacks“-Star Hannah Einbinder) nach einem Achtungserfolg bei den Indie-Filmfestspielen in Sundance ihren ersten Hollywood-Film drehen: ein Remake der Slasher-Reihe „Camp Miasma“, die bereits ein gutes Dutzend Teile umfasst und ihren Zenit längst überschritten hat. Kris soll das Franchise neu ausrichten und dabei die problematischeren Aspekte der Reihe übertünchen, aber die junge Filmemacherin will viel lieber die Hauptdarstellerin des ersten „Camp Miasma“-Films für eine Rolle in ihrem Remake gewinnen.
Allerdings hat sich Billy („Akte X“-Ikone Gillian Anderson) völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Und als Kris es endlich schafft, ein Treffen mit Billy zu arrangieren, muss sie feststellen, dass die Schauspielerin mittlerweile in dem Ferienlager wohnt, in dem damals der erste „Camp Miasma“ gedreht wurde...
„Teenage Sex And Death At Camp Miasma“ kommt dann am 20. August 2026 in die deutschen Kinos. Und wenn ihr euch noch mehr auf den Film einstimmen wollt, findet ihr hier auch noch den ersten Trailer:
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