"Darf ich vorstellen? Meine neue Mutter!" Turbulenter deutscher Trailer zu "Couscous und Geheimnisse"
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Das Schulfach Französisch hätte Oliver Kube um ein Haar das Abitur gekostet. Dennoch liebt er das so vielfältige und facettenreiche Kino unseres Nachbarlandes – von François Truffaut und Jean-Luc Godard bis Céline Sciamma, Jacques Audiard, Gaspar Noé oder Quentin Dupieux.

„Couscous und Geheimnisse“ ist eine multikulturelle Beziehungs- und Familienkomödie sowie eine richtig appetitmachende Huldigung der französischen Kochkultur. Schaut euch hier den Trailer zu der schon bald in den Kinos startenden Sause an.

Der Trailer und die am Ende dieses Artikels zu lesende Inhaltsangabe weisen darauf hin, dass „Couscous und Geheimnisse“ einer dieser klassischen Schwänke sein dürfte, wie sie das Kinopublikum schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder erfreuen. Durch die Kultur-Clash-Komponente erhält die Story, die sicher auch als Bühnenstück in den Boulevardtheatern Frankreichs sowie hierzulande prima funktionieren würde, aber einen moderneren Touch.

„Couscous und Geheimnisse“ dürfte nicht nur Fans guten Essens, sondern auch denen von Filmen wie der enorm erfolgreichen „Monsieur Claude“-Reihe gefallen. Wobei das Werk von Drehbuchautor und Regiedebütant Amine Adjina wohl doch ein wenig sensibler und feinsinniger daherkommt als die Comedy-Hits mit Christian Clavier.

„Couscous und Geheimnisse“ startet am 25. Juni 2026 in den deutschen Kinos.

Couscous und Geheimnisse
Couscous und Geheimnisse
Von Amine Adjina
Mit Younès Boucif, Clara Bretheau, Hiam Abbass
Starttermin 25. Juni 2026

Für die Hauptrollen des in seiner Produktionsheimat Frankreich bereits zur Adventszeit 2025 angelaufenen Titels standen unter anderem Younès Boucif („Lonely Planet: Liebe in Marokko“), Clara Bretheau („Becoming Karl Lagerfeld“), Gustave Kervern („Online für Anfänger“) und die immer großartige Hiam Abbass aus „Lemon Tree“ vor der Kamera.

Das ist die Story von "Couscous und Geheimnisse"

Der junge Algerier Mehdi (Younès Boucif) arbeitet als Koch in einem Lyoner Bistro. Zusammen mit seiner dort als Kellnerin angestellten Freundin Léa (Clara Bretheau) möchte er das Lokal bald von seinem den Ruhestand planenden Chef Bernard (Gustave Kervern) übernehmen. Léas Eltern (Agathe Dronne und Laurent Stocker), die Stammgäste im Bistro sind, wollen bei der Finanzierung helfen.

Keine Ahnung von diesen Plänen hat hingegen Mehdis Mutter Fatima (Malika Zerrouki). Denn Sohnemann traut sich nicht, der konservativen Witwe seine Beziehung zu Léa oder seine Leidenschaft für die französische Küche zu beichten. Als Léa nach einer zufälligen Begegnung mit Mehdis Schwester Faïza (Inès Boukhelifa) darauf besteht, nun auch Fatima kennenzulernen, hat er ein Problem.

Daraufhin schlägt die mit Mehdi befreundete Barbesitzerin Souhila (Hiam Abbass) vor, sich gegenüber Léa als seine Mutter auszugeben. Mehdi wähnt sich und sein kleines Lügengebilde in Sicherheit und stimmt erleichtert zu. Dummerweise hat Souhila schon bald viel zu viel Spaß an ihrer Rolle und macht die ganze Situation für ihren „Filius“ nur noch komplizierter…

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