Die großen Hollywood-Blockbuster laufen nahezu zeitgleich mit dem US-Kinostart auch auf deutschen Leinwänden. Ein aktuelles Beispiel ist „Disclosure Day“ von Meisterregisseur Steven Spielberg. Das Sci-Fi-Spektakel wurde in Nordamerika am 12. Juni veröffentlicht, während es hierzulande bereits einen Tag früher zu sehen war.
Trotzdem gibt es natürlich auch Titel, die länger auf einen deutschen Start warten müssen. Meist handelt es sich dabei um kleinere Produktionen von noch eher unbekannten Filmemacher*innen, die kein Massen-, sondern eher ein Nischenpublikum ansprechen oder die aus keinem der klassischen großen Filmländer kommen.
Dass es aber wie im Falle „Litan“ 44 Jahre dauert, bis ein Film in Deutschland Premiere feiert, ist dann doch eher ungewöhnlich. Zumal es sich bei dem atmosphärischen, surrealistisch anmutenden Fantasy- und Horrorthriller um ein Werk aus unserem Nachbarland Frankreich handelt, das von einem Kultregisseur angefertigt wurde: Die Rede ist von Kino-Provokateur Jean-Pierre Mocky, dem 2019 im Alter von 90 Jahren verstorbenen Mastermind hinter solchen Filmen wie „Eine Stadt zittert vor Solo“, „Agent Trouble - Mord aus Versehen“ oder „Das Wunder des Papu“.
„Litan“ erscheint nun endlich am 20. Juli 2026 in Form eines aufwändig gestalteten und mit reichlich Bonusmaterial (Interviews, Making-of, ein Buch über die Entstehung etc.) ausgestatteten Mediabooks auf Blu-ray. Bei der Herstellerfirma Camera Obscura kann das gute Stück bereits vorbestellt werden.
Die beiden Hauptrollen werden von Marie-José Nat („Meine Nächte mit Jacqueline“) und Mocky selbst verkörpert. Mit weiteren wichtigen Parts sind unter anderem Nino Ferrer („Eddie, Blüten und Blondinen“), Marisa Muxen („Ein Leichentuch hat keine Taschen“), Bill Dunn („Homo Faber“), Roger Lumont („Vor Einbruch der Nacht“), Georges Wod („Der Richter, den sie Sheriff nannten“) und Dominique Zardi aus „Fantômas“ dabei.
Darum geht es in "Litan"
Litan ist eine abgelegene, meist von dichtem Nebel von der Außenwelt abgeschnittene Kleinstadt. Hier erwacht die junge Nora (Marie-José Nat) eines Tages aus einem schrecklichen Traum. In diesem musste sie die Ermordung ihres Partners Jock (Jean-Pierre Mocky) miterleben. Inmitten des alljährlichen Stadtfestes irrt sie nun durch die Straßen, um sich von der Unversehrtheit ihres Geliebten zu überzeugen.
Die Einwohner wirken in dem Trubel allerdings seltsam entrückt, tragen gesichtslose Masken oder solche mit Tierantlitz und verhalten sich zunehmend verstörend. Mehr und mehr drohen für Nora Traum und Wirklichkeit zu verschwimmen. Als sie ihren Jock endlich gefunden hat, versucht das Paar gemeinsam, diesem Albtraum zu entrinnen und die Stadt zu verlassen. Doch das gestaltet sich alles andere als einfach…
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Einen ebenfalls ganz schön bizarr anmutenden, dafür aber brandneuen Film und seinen Trailer stellen wir euch im folgenden Artikel vor:
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