„Banana Joe“ war ein besonderes Projekt für den 1970er- und 1980er-Superstar Bud Spencer. Handelt es sich bei der Actionkomödie doch um den einzigen seiner Kinofilme, für den er selbst die Story schrieb. Im Vor- und Abspann wird der gebürtige Neapolitaner dafür mit seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli genannt. Schon allein dieser Umstand macht den im März 1982 in die deutschen Kinos gekommenen Streifen wohl zu einem Pflichtprogramm für die noch immer zahlreichen Spencer-Fans.
Kabel Eins zeigt „Banana Joe“ am heutigen 29. Juni 2026 um 20.15 Uhr. Eine Wiederholung folgt am 1. Juli um 22.05 Uhr. Wer beide Termine nicht schafft, kann den FSK-6-Titel aktuell ohne Zusatzkosten in den Flatrate-Programmen der Streaming-Services MagentaTV, ARD Plus und Plex genießen. Wer keines dieser Abos hat und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, weicht auf ein Video-on-Demand aus:
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"Plattfuß in Südamerika"?
Ende der 1970er und Anfang der 1980er war Bud Spencer enorm produktiv. Neben den nahezu garantiert zu Hits werdenden Duetten mit seinem Freund und Kollegen Terence Hill („Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Das Krokodil und sein Nilpferd“ und 14! weitere Kollaborationen) drehte er jedes Jahr auch noch mindestens einen, teilweise sogar zwei oder drei Solofilme. Für mehrere davon saß Stefano Vanzina, genannt Steno, auf dem Regiestuhl – so etwa bei den Box-Office-Abräumern „Plattfuß in Afrika“ und „Plattfuß am Nil“. Da war es beinahe logisch, dass Steno auch für „Banana Joe“ engagiert wurde und das Gros des auf Spencers Storyidee basierenden Skripts verfasste.
Gedreht wurde die deutsch-italienische Produktion dann primär an der kolumbianischen Karibikküste in und um die Stadt Cartagena. Der Hauptdarsteller hatte eine besondere Beziehung zu Südamerika. Verbrachte Spencer aufgrund der Arbeit seines Vaters als Teenager beziehungsweise junger Erwachsener doch einige Jahre auf dem Kontinent. So lebte er unter anderem jeweils eine Weile in Recife, Rio de Janeiro, Buenos Aires und Montevideo.
In einem nicht wirklich entscheidenden, dafür aber recht amüsanten Nebenpart ist in „Banana Joe“ übrigens der österreichische Kultmime Gunther Philipp („Im weißen Rössl“, „Das süße Leben des Grafen Bobby“ etc.) dabei. Eine weit größere und entsprechend wichtigere Rolle übernahm Marina Langner („Frauenstation“), die Miss Germany von 1974. „Banana Joe“ war der vierte und leider auch schon finale Auftritt der Düsseldorferin vor einer Filmkamera.
„Banana Joe“ ist eine gute, aber längst nicht die beste Soloarbeit von Bud Spencer. Das liegt auch daran, dass die Story und das Szenario, die diverse Parallelen zu den „Plattfuß“-Streifen aufweisen, streckenweise schon mal etwas diffus daherkommen. Spencer selbst ist jedoch einmal mehr großartig und steigert den Unterhaltungswert des Films enorm. Wohl kein anderer Actionstar hatte die Rolle des dickköpfig-phlegmatischen, dennoch immer gutherzigen und deshalb liebenswerten Kraftprotzes wohl so verinnerlicht wie er.
"Banana Joe": Das ist die Story
Joe (Bud Spencer) lebt mit seinen diversen Frauen und zahlreichen Kindern auf der kleinen, vom dichten Dschungel bewachsenen Insel Amantido vor der Küste Südamerikas. Das bescheidene, aber glückliche Leben seiner großen Familie finanziert er mit dem Anbau von Bananen, die er regelmäßig mit einem dampfbetriebenen Kahn zum Festland transportiert und dort verkauft beziehungsweise gegen das Nötigste eintauscht.
Als der fiese Verbrecherboss Torquillo (Gianfranco Barra) mitbekommt, wie gut Joe mit den gelben Früchten verdient, plant er, dessen Bananenhandel einfach zu übernehmen. Als erste Maßnahme hetzt Torquillo ihm korrupte Polizisten auf den Hals. Die stellen fest, dass Joe gar keinen Gewerbeschein besitzt, und beschlagnahmen seine komplette Ware. Um die benötigte Lizenz zu erwerben, reist Joe in die Stadt. Dort hat er zunächst immense Probleme, mit der für ihn völlig ungewohnten Zivilisation und ihren Institutionen.
Weil Joe nicht einmal eine Geburtsurkunde vorweisen kann, bekommt er vorerst keinen Gewerbeschein. Stattdessen wird er kurzerhand verhaftet und soll erst einmal seinen Militärdienst ableisten. Das ist der Ausgangspunkt einer verrückten Odyssee durch eine für unseren Mann völlig unbekannte Welt. Zu seinem Glück lernt er schnell die Nachtclubsängerin Dorianne (Maria Langner) und den Kleinganoven Juan (Mario Scarpetta) kennen, die bereit sind, ihm zu helfen. Da erfährt Joe, dass Torquillo und seine Helfershelfer mittlerweile auf Amantido eingetroffen sind …
Um einen ganz anderen Abenteuerfilm geht es im folgenden Artikel:
"Die Leute wissen nicht, wie brillant er ist": Dieses oscarprämierte Abenteuer ist einer der Lieblingsfilme von "Gladiator"-Macher Ridley ScottUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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