„Gladiator“ bescherte Russell Crowe im Jahr 2000 den großen internationalen Durchbruch – und auch heute noch gilt das monumentale Historien- und Rache-Epos für viele als sein bester Film. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 465 Millionen US-Dollar wurde das von Ridley Scott („Alien“) inszenierte Werk an den Kinokassen nur von „Mission: Impossible II“ übertrumpft, es gewann fünf Oscars (darunter als Bester Film und für Hauptdarsteller Crowe) und zählt längst zu den großen Klassikern seines Genres.
Im vergangenen Jahr war Russell Crowe anlässlich des 25. Geburtstages von „Gladiator“ beim Mediterrane Film Festival auf Malta zu Gast – und damit an jenem Ort, an dem damals große Teile des Films entstanden sind. Natürlich hat sich der heute 62-Jährige in diesem Rahmen ausführlich an die für ihn enorm prägenden Dreharbeiten zurückerinnert (via AlloCiné):
„Auf eine seltsame Weise kann ich sagen, dass ich auf Malta zum Mann geworden bin. Was auch immer ich vorher gedreht hatte – nichts besaß die Größe, den Ehrgeiz, das Budget und letztlich die Tragweite von ‚Gladiator‘. Ich sage ‚zum Mann geworden‘, weil die Dreharbeiten alles andere als einfach waren. Ich musste jeden einzelnen Tag für die Integrität meiner Figur kämpfen – genau wie [Maximus] im Film. Manchmal hat man einfach das Glück, an etwas mitzuwirken, das die Menschen wirklich berührt.“
Russell Crowe teilt eine bewegende Anekdote
Dass ihm das gelungen ist, illustrierte Crowe direkt mit einer Anekdote, die ihn nach eigenen Angaben besonders bewegt hat. So begegnete er kurz vor dem Festival einem Rettungsschwimmer auf Malta, der sichtlich emotional auf das Treffen reagierte und dem Schauspieler erklärte, welchen Einfluss „Gladiator“ auf sein Leben gehabt habe:
„Als ich acht Jahre alt war, setzte mich meine Mutter vor den Fernseher und legte die VHS von ‚Gladiator‘ ein“, soll der Rettungsschwimmer zu Crowe gesagt haben. „Sie sagte zu mir: ‚Wenn du dich jemals fragst, was für eine Art Mann ich mir wünsche, dass du einmal wirst – dann genau so einer. Ein Mann mit Ehre, Integrität und Glauben. Ein Mann, der auf Malta gemacht wurde.‘“
So tiefgreifend der Einfluss von „Gladiator“ auch sein mag, konfliktfrei lief seine Entstehung nicht ab – beispielsweise kam es teils zu heftigen Disputen zwischen Crowe und Regisseur Scott. Was da genau hinter den Kulissen los war, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich bin der beste Schauspieler der Welt": Russell Crowe schrie Ridley Scott an, weil ihm die beste Szene von "Gladiator" nicht gefielEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.