"Gladiator II" ist "gescheitert": Russell Crowe rechnet knallhart mit der Fortsetzung zu einem seiner größten Hits ab
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.

Schon im Vorfeld äußerte „Gladiator“-Star Russell Crowe offen seinen Unmut gegenüber der Fortsetzung. Jetzt hat der Star in einem Interview noch einmal nachgelegt und offen darüber gesprochen, was seiner Meinung nach nicht funktioniert.

Vor inzwischen 26 Jahren kam „Gladiator“ in die Kinos. Das Sandalen-Epos war ein Riesenhit und befeuerte auch Russell Crowes Karriere nachhaltig. 2024 kam dann endlich eine Fortsetzung in die Kinos – tatsächlich erneut unter der Regie von Ridley Scott. Zwar konnte auch diese an den Kinokassen ähnlich viel einspielen wie das Original – rund 460 Millionen US-Dollar –, allerdings bei deutlich höheren Produktionskosten. Während „Gladiator“ für knapp 100 Millionen US-Dollar realisiert werden konnte, verschlang die Produktion von „Gladiator II“ zwischen 250 und 310 Millionen US-Dollar. Angesichts dieser Zahlen dürfte „Gladiator II“ im Kino nicht einmal die Gewinnzone erreicht haben.

Bei der Fachpresse und dem Publikum rief der Blockbuster zudem eher gemischte Reaktionen hervor. Kurzum: Ein lang anhaltender Hype um „Gladiator II“ wollte nicht entstehen. Zu dieser negativen Grundstimmung hat möglicherweise auch der einstige Star des Originals, Russell Crowe, beigetragen. Crowe zeigte sich bereits früh wenig begeistert von den Plänen für eine Fortsetzung und äußerte offen seinen Unmut. In einem Q&A-Panel hat Crowe nun erneut gegen „Gladiator II“ ausgeteilt.

"Sie sind gescheitert": Russell Crowe schießt gegen "Gladiator 2"

Für Russell Crowe gibt es einen klaren Grund, warum der zweite Teil beim Publikum nicht vollständig zünden konnte: Ihm fehlt der „moralische Kern“. Das betont der Schauspieler während einer Q&A-Runde im Rahmen des Taormina Film Festivals:

„[...] Der zweite Film spielte bei weitem nicht so viel ein wie der erste – [...] wenn man bedenkt, wie sehr sich der Wert des Dollars seitdem verändert hat. Sie sind gescheitert, und sie sind gescheitert, weil sie nicht verstanden haben, warum der erste Film erfolgreich war: weil er einen moralischen Kern hatte.

Nicht das erste Mal, dass Russell Crowe gegen "Gladiator 2" wettert

Russell Crowe und „Gladiator II“ werden wohl keine Freunde mehr. Das machen diese Aussagen einmal mehr deutlich. Zu ganz ähnlichen Äußerungen ließ sich der Schauspieler bereits Ende vergangenen Jahres hinreißen. In einem Interview mit dem australischen Radiosender Triple J wetterte Crowe:

„Ich denke, die Fortsetzung [...] ist ein wirklich bedauerliches Beispiel dafür, dass selbst die Menschen hinter den Kulissen offenbar nicht verstanden haben, was den ersten Teil so besonders gemacht hat“, erklärte Crowe. „Es waren nicht der Prunk, nicht die Umstände, nicht die Action – es war der moralische Kern.“

Sowohl im Gespräch mit dem Radiosender als auch beim Taormina Film Festival betonte der Mime übrigens, dass er schon während der Dreharbeiten zum ersten Teil wiederholt darum kämpfen musste, ebenjenen moralischen Kern seiner Figur beizubehalten. Vorschläge, Sexszenen in die Handlung einzubauen, lehnte er vehement ab. Hier haben wir das komplette Video vom Taormina Film Festival für euch:

Auch in Zukunft können wir uns auf weitere Projekte vom Hollywood-Veteranen Russell Crowe freuen. Vielleicht sehen wir ihn beispielsweise schon bald im Kampf mit einem Grizzly (!?). Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Superstar gegen Grizzly-Bär: Macher des aktuell größten Horror-Hits nehmen Harrison Ford und Russell Crowe ins Visier für nächsten Coup!

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