Seit über 2 (!) Jahren warten Horror-Fans auf diesen Film: Dann startet "Presence" endlich auch in Deutschland
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Von wegen Vorstadt-Idylle: In Steven Soderberghs „Presence“ lehrt eine mysteriöse Präsenz einer Familie das Fürchten. Und der Zuschauer verfolgt das Geschehen aus der Ego-Perspektive. Bald kommen deutsche Fans in den Genuss des Arthouse-Gruslers.

Mittlerweile sind über zweieinhalb Jahre vergangen, seit Steven Soderberghs Geister-Horror „Presence“ Anfang 2024 auf dem Sundance Filmfest Premiere feierte – und für mächtig Furore sorgte. Viele Kritiker feierten den aus der Sicht eines Geistes erzählten (und gedrehten) Film als einen der innovativsten und faszinierendsten Beiträge des Festivals. Zudem gab es Berichte, wonach einige Zuschauer aufgrund der Intensität und Anspannung den Kinosaal vorzeitig verließen.

Allerdings gab es „Presence“ in Deutschland bisher nicht zu sehen – doch das ändert sich bald. Der eindringliche Spukhorror des gefeierten, Oscar-prämierten Regisseurs („Traffic“, „Ocean's Eleven") erscheint am 03. September 2026 als Leih- und Kauf-VoD bei uns. Soderbergh-Fans finden den Film dann u.a. bei Amazon Prime Video, Magenta TV und Joyn.

Darum geht’s in "Presence"

Das Besondere an dem Geister-Grusler ist die erwähnte POV-Ego-Perspektive der Präsenz, die eine Familie in ihrem neuen Zuhause in einer US-Vorstadt heimsucht. Während die Eltern um ihre (kaputte) Ehe kämpfen und die Teenager-Tochter den Tod einer Freundin verarbeiten muss, bemerken sie allmählich, dass sie im Haus nicht allein ist. Der Geist – und mit ihm der Zuschauer – beobachtet die Familie und wird Teil ihres Lebens. Was hat das unheimliche Wesen vor?

Presence
Presence
Von Steven Soderbergh
Mit Lucy Liu, Chris Sullivan, Callina Liang
Starttermin 3. September 2026

Bei uns konnte "Presence" leider trotzdem nicht landen. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik bekam der Film zwar nur 2,5 Sterne, dennoch betonte unser Autor Janick Nolting die „durchweg surreale, befremdliche Atmosphäre“ des Films. Zudem erinnert „Presence“ mit der dysfunktionalen Familie im Fokus an Horror-Dramen wie „Hereditary“ (2018) oder den südkoreanischen Geheimtipp „A Tale of Two Sisters“ von 2003. Es geht um zerrüttete Beziehungen, unverarbeitete Traumata und schmerzhafte Erinnerungen.

Soderbergh hat in der Vergangenheit immer wieder experimentelle Ansätze verfolgt. Man denke nur an den mit einem iPhone gedrehten Psychiatrie-Thriller „Unsane – Ausgeliefert“ mit „The Crown“-Star Claire Foy. Auch für „Presence“ konnte Soderbergh namhafte Kolleg*innen gewinnen. So arbeitete hier zum zweiten Mal mit dem gefragten Drehbuchschreiber David Koepp („Spider-Man“, „Jurassic Park“, „Mission: Impossible“) zusammen. Den Cast führt „Kill Bill: Vol. 1“-Star Lucy Lui an, in den Nebenrollen sind Julia Fox („Der schwarze Diamant“), Chris Sullivan („Guardians of the Galaxy Vol. 2“) und Callina Liang („Bad Genius“) zu sehen.

Der „Presence“-Macher steht für visuellen Wagemut und hat bekanntlich ein Faible für High-Tech-Gimmicks. Inspiration fand er bei einem Sci-Fi-Blockbuster von Steven-Spielberg, den Soderbergh in den höchsten Tönen lobt:

"Ich verstehe nicht, wie das überhaupt möglich ist": Dieser Sci-Fi-Blockbuster von Steven Spielberg ist absolute Perfektion – laut einem Hit-Regisseur

Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.
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