Hätte Enfant Terrible David Lynch ein Drehbuch der Coen-Brüder verfilmt, dann wäre wahrscheinlich so etwas wie „Braunschlag“ herausgekommen. Die Serie wurde vor 14 Jahren in Österreich zu einem gewaltigen Erfolg. Genau wie in Lynchs Serien-Meilenstein „Twin Peaks“ bröckelt darin die vermeintlich idyllische Kleinstadt-Fassade. Außerdem lauern an jeder Ecke kauzige Figuren, die trockene One-Liner vom Stapel lassen („Fargo“ lässt grüßen).
Serien-Erfinder und Regisseur David Schalko („Willkommen Österreich“) spendierte den Fans Anfang des Jahres mit „Braunschlag 1986“ eine gefeierte Fortsetzung. Nach der österreichischen TV-Ausstrahlung im März hat das Format nun eine deutsche Streaming-Heimat gefunden.
Ab sofort stehen alle fünf „Braunschlag 1986“-Episoden zum Abruf bei HBO Max bereit. Den Streamingdienst, der auch die Originalserie im Angebot hat, könnt ihr einzeln direkt beim Anbieter und als Video-Channel bei Prime abonnieren.
Das ist die Story von "Braunschlag 1986"
Mehr als zehn Jahre nach einem Atomunfall ist wieder Ruhe ins niederösterreichische Braunschlag eingekehrt. „Ruhe“ trifft es fast zu gut, denn die Bewohner hatten den Ort damals verlassen und sind nie zurückgekehrt. Nur Bürgermeister Gerri Tschach (Robert Palfrader) und Discobesitzer Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek) blieben zurück. Tschach will mit einer skurrilen Idee die Gemeinde neu beleben. In der Hoffnung, dass die Menschen zurückkommen, herrscht in Braunschlag per Verordnung ab sofort das Jahr 1986. Die Aktion zieht schnell Aufmerksamkeit auf sich. Doch auch die Politik sowie zwielichtige Investoren wollen mitmischen.
„Braunschlag 1986“ schließt nahtlos an die acht Folgen umfassende Originalserie an. Provinz-Mief à la „Twin Peaks“ und Vorstadt-Chaos sind garantiert. Außerdem kommt eine gehörige Portion Nostalgie dazu, da die verschrobenen Kleinbürger in einer analogen Welt auskommen müssen – ohne Smartphone und digitale Helferlein. Schließlich haben wir 1986. In ihre bekannten Rollen schlüpfen neben den Hauptdarstellern Palfrader („Kafka“) und Ofczarek („Der Räuber Hotzenplotz“) erneut Maria Hofstätter („Paradies“-Trilogie) und Simon Schwarz („Eberhoferkrimis“). Außerdem sind Thomas Stipsits (Wien-„Tatort“), Stefanie Reinsperger (Dortmund-„Tatort“) und Nina Proll („Vorstadtweiber“) mit dabei.
Apropos David Lynch: Viele Stars wollten unbedingt mit dem 2025 verstorbenen Regisseur drehen. Nicolas Cage gelang es. Mit Lynch realisierte er den Roadmovie-Klassiker „Wild At Heart“ – und schwärmt bis heute von der Arbeit mit dem genialen Exzentriker:
"Er war ein einzigartiges Genie des Kinos": Nicolas Cage schwärmt von seiner Arbeit mit einem der größten Regisseure aller Zeiten*Bei dem Link handelt es sich um einen sogenannte Affiliate-Link. Beim Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.