"Er war ein einzigartiges Genie des Kinos": Nicolas Cage schwärmt von seiner Arbeit mit einem der größten Regisseure aller Zeiten
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Vor 36 Jahren stand Nicolas Cage für einen außergewöhnlichen Roadmovie-Thriller vor der Kamera – von dessen Dreharbeiten er bis heute schwärmt. Das liegt vor allem am 2025 verstorbenen Regisseur des Films...

Nicolas Cage hat in seiner mehr als vier Jahrzehnte umfassenden Karriere mit zahlreichen namhaften Regisseuren zusammengearbeitet. Eine Auswahl: Joel und Ethan Coen („Arizona Junior“), Michael Bay („The Rock“), John Woo („Im Körper des Feindes“), Brian De Palma („Spiel auf Zeit“), Spike Jonze („Adaption“). Gleich mehrmals stand er außerdem für seinen Onkel Francis Ford Coppola („Peggy Sue hat geheiratet“) vor der Kamera. Doch eine Erfahrung hat Cage ganz besonders geprägt: die Dreharbeiten zu David Lynchs „Wild At Heart“ (1990)!

Wild at Heart
Wild at Heart
Starttermin 20. September 1990 | 2 Std. 05 Min.
Von David Lynch
Mit Nicolas Cage, Laura Dern, Willem Dafoe
Pressekritiken
3,0
User-Wertung
3,9
Filmstarts
4,0

Wie Cage galt auch der 2025 verstorbene David Lynch als Exzentriker – entsprechend gut verstanden sich die beiden offenbar am Filmset. Nach dem Tod des Hollywood-Surrealisten und „Twin Peaks“-Schöpfers erinnerte sich der Schauspieler mit folgenden Worten an seine Zeit mit Lynch zurück:

„Ich hatte auf keinem Filmset jemals mehr Spaß als bei der Arbeit mit David Lynch“, so Cage gegenüber Deadline (via Far Out Magazine). „Für mich wird er für immer pures Gold bleiben. […] Er war ein einzigartiges Genie des Kinos, einer der größten Künstler aller Zeiten. Er war mutig, brillant und ein Freigeist mit einem wunderbaren Sinn für Humor.“

In „Wild At Heart“ verkörpert Cage den Elvis-Fan Sailor Ripley, der gerade erst aus dem Gefängnis entlassen wurde und gemeinsam mit seiner Freundin Lula (Laura Dern) durch den Süden der USA flieht. Der Grund: Lulas skrupellose Mutter Marietta Fortune (Diane Ladd) will die Beziehung der beiden um jeden Preis beenden – und setzt schließlich den psychopathischen Auftragskiller Bobby Peru (Willem Dafoe) auf das Paar an...

An den Kinokassen kam Lynchs tonal gewagte Mischung aus Thriller, Roadmovie, Liebesfilm und bizarrem Märchen nicht besonders gut an: Einem Budget von rund 10 Millionen US-Dollar standen weltweite Einnahmen von 14 Millionen gegenüber. Auch das Echo der Fachpresse war gespalten. Dafür gab es aber die Goldene Palme, den Hauptpreis der renommierten Filmfestspiele von Cannes – und heute hat „Wild At Heart“ den Status eines absoluten Kultfilms inne.

In einem anderen Meisterwerk von David Lynch hätte übrigens niemand Geringeres als Denzel Washington sehr gerne mitgespielt. Um welchen Film es geht und was der „The Equalizer“-Star so an ihm schätzt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Er hat mich auf versaute Weise angesprochen": Denzel Washington hätte gern in einem der größten Skandalfilme der 80er mitgespielt

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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