Mit Austin Powers kreierte der kanadische Komiker, „Saturday Night Live“-Veteran und „Wayne’s World“-Star Mike Myers Ende der 1990er Jahre eine schrille Parodie auf Spion-Ikone James Bond. Mit dem Mix aus maßlos überhöhten Agenten-Klischees, jeder Menge Retro-Charme und albern-zotigem Humor mit Herz traf er einen echten Nerv. Wie sein großes Vorbild wurde auch Austin Powers Kult. Und nach dem Erfolg von „Austin Powers - Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat“ an den Kinokassen (weltweites Einspielergebnis: 68 Millionen Dollar bei einem Produktionsbudget von 18 Millionen Dollar) folgte nur zwei Jahre später Teil 2.
Gemäß den ungeschriebenen Sequel-Regeln gab es in „Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung“ von allem mehr: Mehr Irrsinn, mehr Stars und mehr Rollen für Figuren-Schöpfer, Hauptdarsteller und Co-Autor Mike Myers, der sich hier einfach noch wilder und treffsicherer austobt. Die Kritik zeigte sich davon damals etwas weniger begeistert, die Fans aber feierten die anarchische Gag-Parade und strömten in Scharen in die Kinos. Mit einem Einspiel von rund 312 Millionen Dollar stellte man den Vorgänger noch einmal deutlich in den Schatten. Und gerade aus heutiger Sicht lohnt sich das (Wieder-)Entdecken von Austins herrlich politisch inkorrektem zweiten Leinwandabenteuer definitiv.
Davon könnt ihr euch aber am besten selbst (erneut) überzeugen – und das seit diesem Jahr endlich mal wieder in einem Streaming-Abo: „Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung“ gehört mit zum Portfolio des hierzulande noch recht jungen Streamingdienstes HBO Max. Und damit nicht genug: Auch der Vorgänger „Austin Powers - Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat“ und der Nachfolger „Austin Powers in Goldständer“ sind auf der Plattform zu finden.
Darum geht's in "Austin Powers 2"
Nachdem er die Pläne des diabolischen Dr. Evil (Mike Myers) vereiteln konnte, scheint Superspion Austin Powers (ebenfalls Mike Myers) endlich sein Glück gefunden zu haben. Doch das ist nur von kurzer Dauer. Kurz nach der Hochzeit entpuppt sich seine große Liebe Vanessa Kensington (Elizabeth Hurley) überraschend als einer von Dr. Evils tödlichen Fraubotern. Austin kommt zwar noch mal mit dem Leben davon, doch nur wenig später gelingt es seinem Erzfeind mittels Zeitreise, Austins Mojo zu stehlen, wodurch sein Sexappeal und sein Selbstvertrauen plötzlich gen Null gehen.
Doch davon lässt sich Austin nicht so leicht unterkriegen. Er reist Dr. Evil in die 60er Jahre nach und will dort nicht nur sein Mojo zurückerlangen, sondern muss auch die neuen Weltherrschaftspläne des Schurken vereiteln, der den Planeten mit einem gigantischen Laser bedroht. Unterstützung bekommt er dabei von der ihn verehrenden CIA-Agentin Felicity Schickfick (Heather Graham).
Kommt "Austin Powers 4" noch?
Nachdem „Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung“ die Kassen lautstark zum Klingeln brachte, war bekanntlich noch nicht Schluss. 2002 folgte mit „Austin Powers in Goldständer“ ein dritter Film, der am Box Office in ähnlich starke Sphären wie Teil 2 vordringen konnte (fast 300 Millionen Dollar Einspiel). Auch deswegen wurden seitdem immer wieder Pläne für einen vierten Teil laut – die jedoch stets im Sande verliefen.
Dennoch wurde Mike Myers selbst über 20 Jahre später in Interviews nicht müde zu betonen, dass er und Regisseur Jay Roach noch immer große Lust auf ein weiteres Sequel hätten, ein erstes Drehbuch existiere sogar schon. Dass aus dem Film bislang nichts geworden ist, hätte unter anderem daran gelegen, dass sich Myers stärker auf sein Familienleben fokussiert hat. Doch vom Tisch ist „Austin Powers 4“ offenbar keineswegs.
Erst kürzlich ließ sich Myers auf eine neuerliche Nachfrage, ob das Sequel denn noch komme, tatsächlich ein überraschend klares „Ja!“ entlocken. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Über 20 Jahre nach dem letzten Teil: Legendäre Agenten-Reihe soll (endlich!) fortgesetzt werden – sagt jetzt der HauptdarstellerDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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