Mit dem fulminanten Erfolg des Vorgängers „Spider-Man: No Way Home“ und einem positiven Kritiken-Echo im Rücken, wird „Spider-Man: Brand New Day“ schon jetzt ein absoluter Rekordstart prognostiziert. Ein weiteres Spidey-Abenteuer mit Tom Holland in der Titelrolle ist damit wohl nur eine Frage der Zeit. Am Ende von „Brand New Day“ wird aber eher ein anderer Auftritt des Wandkrabblers angeteast – der womöglich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Aber seid gewarnt: Es folgen natürlich Spoiler!
Das passiert in der Abspannszene von "Spider-Man: Brand New Day"
Anders als so einige andere MCU-Abenteuer wartet „Spider-Man: Brand New Day“ mit „nur“ einer Abspannszene ganz am Schluss auf. Auf eine Mid-Credit-Szene nach den ersten Credits vor malerischen New-York-Aufnahmen wurde verzichtet. Die Post-Credit-Szene ist dann im Grunde auch keine richtige Szene, für die der Cast noch einmal vor der Kamera stand – und doch könnte sie schon ein großer Hinweis auf das nächste Wiedersehen mit Spider-Man sein.
So bekommen wir hier einmal mehr die Oberfläche der von Peter Parkers früherem besten Freund Ned (Jacob Batalon) entwickelten Spider-Man-Tracking-App zu Gesicht, die anzeigt, wo sich die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft gerade aufhält. Nachdem Peter erfolgreich seine menschliche und seine Spinnen-Seite vereinen und wieder zu sich selbst finden konnte, war er am Ende des Films mit einer gesünderen Einstellung zu seiner Heldentätigkeit eigentlich wie gewohnt in New York unterwegs.
In der Post-Credit-Szene scheint ein Spinnen-Symbol in der besagten App dann genau das zu bestätigen. Doch plötzlich schlägt sie trotzdem noch einmal Alarm und verkündet eine neue Spider-Man-Sichtung, deren Ort aber zunächst unbekannt ist. Um ihn ausfindig zu machen, zoomt das Programm weiter heraus, bis schließlich die Weltkugel zu sehen ist. Doch auch sonst auf dem Globus wird man nicht fündig. Erst ein Schwenk in den Weltraum bringt den erhofften Erfolg. An einem unbekannten Ort in den Tiefen des Alls vermeldet die App schließlich, dass sie Spidey dort aufgespürt hat. Doch was hat das zu bedeuten?
Kehrt Spider-Man in "Avengers: Doomsday" und/oder "Avengers: Secret Wars" zurück?
„Spider-Man wird zurückkehren“ ist letztlich im Anschluss an die Post-Credit-Szene noch zu lesen. Doch wann und in welchem Film genau, wird (noch) nicht offenbart. Dass es Peter Parker nun aber offenbar ins Weltall verschlagen hat, legt die Vermutung nahe, dass es nicht erst in einem weiteren Solo-Abenteuer der Fall sein wird – denn dass das gerade nach dem wieder etwas geerdeteren Ansatz von „Brand New Day“ plötzlich im All stattfindet, wäre doch recht befremdlich.
Stattdessen könnte hier eher ein Auftritt in einem oder vielleicht sogar beiden der kommenden Marvel-Eventfilme „Avengers: Doomsday“ (Kinostart: 16. Dezember 2026) und „Avengers: Secret Wars“ (Kinostart: 15. Dezember 2027) angeteast werden, die bekanntlich wieder weit kosmischere Ausmaße annehmen als „Spider-Man: Brand New Day“.
Und mehr noch: So könnte die Sichtung von Spidey im All einerseits zwar bedeuten, dass Tom Hollands Peter Parker von einem Moment auf den anderen von irgendetwas (oder irgendjemandem) in den Weltraum transportiert wurde (der Tracker zeigt schließlich die letzten gemeldeten Positionen des Spinnenmanns an, sodass die zwei Pings für eine und dieselbe Person gelten können).
Möglich ist angesichts des plötzlichen Sprungs ins All aber auch, dass es sich hierbei gar nicht um den MCU-Peter-Parker, sondern um einen zweiten Spider-Man abseits von Tom Hollands Netzschwinger handelt. Das könnte demzufolge ein Verweis auf das Multiversum sein, um das sich die aktuelle MCU-Saga ja eigentlich dreht (das ansonsten in „Brand New Day“ aber keine Rolle mehr spielte). Denn womöglich könnte die App hier eine Spidey-Variante ausfindig gemacht haben, die ihren Weg ins MCU gefunden hat und sich dort irgendwo im Weltraum (oder aber bei einem Riss im Multiversum) aufhält.
Comeback von Tobey Maguire im "Avengers"-Doppel?
So könnten wir eventuell Tom Holland in einem künftigen Projekt als alternativen Spider-Man zu Gesicht bekommen. Noch wahrscheinlicher ist aber, dass Sony und Marvel hier auf eine der früheren Peter-Parker-Inkarnationen (also Tobey Maguire und Andrew Garfield) anspielen. Schon länger kursieren Gerüchte, dass Sam-Raimi-Spidey Tobey Maguire nach seinem Comeback in „Spider-Man: No Way Home“ auch im anstehenden „Avengers“-Doppel zurückkehren wird. Und genau das könnte die „Brand New Day“-Post-Credit-Szene jetzt bereits anteasen.
Zwar wurde sein Mitwirken (genau wie übrigens auch das von Tom Holland) bislang weder für das fünfte noch für das sechste „Avengers“-Spektakel offiziell verkündet, doch schon nach der ersten Enthüllung zur gigantischen „Doomsday“-Besetzung stand fest, dass noch nicht alle bekannten MCU-Stars für die Filme verkündet wurden und wir uns noch auf ein paar Überraschungen einstellen können.
Es würde uns jedenfalls sehr wundern, wenn der beliebte Spidey in der einen oder anderen Form nicht mindestens in einem der Filme vorbeischaut. Über ein mögliches Szenario, auf welche Weise das geschieht, lässt sich anhand der App-Szene sogar schon ein wenig spekulieren.
Spider-Man in Doctor Dooms Battleworld?
So könnten wir es mit einem Hinweis darauf zu tun haben, dass (mindestens ein) Peter Parker in der sogenannten Battleworld landet. Bei dieser handelt es sich um eine von Bösewicht Doctor Doom erschaffene Welt, die aus den Überresten der verschiedenen Realitäten besteht, welche in Folge des Untergangs des Multiversums zerstört wurden, und von Doom mit eiserner Hand regiert wird.
Hier landen in den Comics zahlreiche bekannte Helden aus dem Marvel-Kosmos, die sich teilweise erbitterte Kämpfe liefern. Da Doctor Doom (gespielt von MCU-Rückkehrer Robert Downey Jr.) auch in „Avengers: Doomsday“ zum großen neuen Schurken wird und es im Film darum gehen soll, dass die (bereits in „Doctor Strange In The Multiverse Of Madness“ thematisierten) Inkursionen, also das Aufeinanderprallen zweier verschiedener Welten, die Existenz des Multiversums bedrohen, wäre die Annahme, dass es auch hier zur Formierung von Battleworld kommt und einer der Spider-Men sich letztlich dort wiederfindet, gar nicht so weit hergeholt.
Allerdings passt es nicht so richtig, dass dies schon mit der beschriebenen Abspannszene von „Spider-Man: Brand New Day“ angedeutet wird. Schließlich formiert sich Battleworld eigentlich erst nach dem Kollaps des Multiversums. Am Ende von „Brand New Day“ ist dieses mitsamt der MCU-Haupt-Erde aber noch in Takt.
Daher wäre es auch denkbar, dass es Spider-Man bzw. seine mutmaßliche Variante stattdessen auf einen anderen unbekannten Planeten oder aber ein Raumschiff (vielleicht das der Fantastic Four?) verschlagen hat. Wie und warum genau, bliebe dann aber natürlich noch zu klären.
Letztlich wird aber wohl erst „Doomsday“ oder spätestens „Secret Wars“ selbst zeigen, ob an diesen Spekulationen etwas dran ist.
Erinnert sich Ned wieder an Peter?
Für viele Diskussionen nach „Spider-Man: Brand New Day“ dürfte aber nicht nur die Post-Credit-Szene, sondern auch die letzte Szene zwischen Peter Parker und Ned sorgen. Eigentlich hat Ned infolge von Doctor Stranges Zauberspruch am Ende von „Spider-Man: No Way Home“ – wie der Rest der Welt – ja die Existenz von Peter komplett vergessen. Doch als Peter hier zu ihrem charakteristischen alten Handschlag ansetzt, steigt Ned ohne Probleme mit ein und stößt anschließend noch ein erstauntes „Peter?“ aus. Erinnert sich Ned in diesem Moment also doch wieder an seinen früheren Freund?
Das halten wir für eher unwahrscheinlich. Schon die tragischen Szenen mit MJ (Zendaya) vorher im Film haben gezeigt, dass Stranges Zauberspruch nicht so einfach rückgängig zu machen ist, selbst nicht mit den größten Gefühlen. Es dürfte vielmehr so sein, dass beim Handschlag lediglich Neds motorisches Gedächtnis aktiviert wurde, über das die Bewegungen abgerufen wurden, auch wenn er sich selbst nicht bewusst daran und an Peter erinnert. Sein „Peter“-Ausruf am Ende dürfte indes wohl nahelegen, dass er als „Spidey-Forscher“ eins und eins zusammengezählt hat und erkennt, dass es sich bei dem Mann vor ihm um denjenigen Peter handelt, der hinter Spider-Mans Maske steckt. Schließlich hat ihm MJ vorher offenbart, dass dieser auf genau diesen bürgerlichen Namen hört. Ned erinnert sich in dem Moment also wohl eher an diese Enthüllung als an seinen ehemals besten Freund.
Was passiert mit Jean Grey?
Die zunächst als Antagonistin aufgebaute, später aber als tragisches Opfer gezeichnete Jean Grey (Sadie Sink) fährt unterdessen nach ihrer Rettung aus den Fängen des Departments of Damage Control und einem rührenden Pep-Talk von Tante May (Marisa Tomei) in Peters Kopf am Ende von „Spider-Man: Brand New Day“ einem ungewissen Schicksal entgegen. Doch „X-Men“-Kenner wissen natürlich, dass es sich bei der Telepathin um eine der mächtigsten Mutant*innen der Marvel-Welt handelt.
Und so wird sie für den im MCU bald bevorstehenden „X-Men“-Reboot, für den sie ein weiterer Vorbote ist, sicher eine ganz entscheidende Rolle spielen (und auf ihrem Weg mit dem Bus vielleicht früher oder später bei der Mutanten-Schule von Professor X anlanden, die ganz in der Nähe von New York liegt). Ob sie bereits ebenfalls im kommenden „Avengers“-Doppel (bei dem ja auch mehrere Mitglieder der alten X-Men-Garde mit von der Partie sind) erneut mitmischen oder aber erst im geplanten neuen „X-Men“-Film ein Comeback feiern wird, ist unklar. Es dürfte jedoch feststehen, dass wir die neue Jean nicht zum letzten Mal im Marvel Cinematic Universe gesehen haben.
Auch wenn das MCU zuletzt etwas ins Straucheln geraten ist, hat Marvel-Chef Kevin Feige jedenfalls noch einiges für das Universum in petto. Erst jüngst wurde ein brandneues Projekt angekündigt, in dem niemand Geringeres als Superstar Ryan Gosling die Hauptrolle übernehmen wird. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Nach "Project Hail Mary" & "Star Wars: Starfighter": Ryan Gosling wird zum legendären Marvel-HeldenHinweis: Wir haben unseren ursprünglichen Artikel zum Ende von „Spider-Man: Brand New Day“ nachträglich noch um die Spekulationen zu einem möglichen Comeback von Tobey Maguire ergänzt.